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Red Chili climbing gear
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Für euch ausgechecked...

Der palatinum Praxistest
Bild des Gripmaster Fingertrainers
von Alex WennerKleinhirn an Digitus medius – kurz Mittelfinger: "1.2.3.4.5, eins zwei drei, wir trainieren - Schweinesau, Schweinesau, wir brauchen mehr Bumms…oder push, push, push ihr Digitis."

"Monotonie", schreit der Musculus extensor digitorum – kurz Fingerstrecker:“ Ich kann nicht mehr“.

    So in etwa stelle ich mir es immer vor, was wohl ein Muskel, Fingerstrecker oder Kleinhirn denkt, wenn er-sie-es den letzten Überlastungschaden gerade mal verdaut hat und der Winter vor der Tür steht. Die Kletterhalle ist überfüllt, das Campus-Board gerade abgebaut und der Rest der Zivilisation unter Tonnen von Schnee begraben. Die Autobahn ist zu, und die Unterarme brauchen mal wieder einen Reiz, der nicht nur von der PC-Tastatur oder vom Nasebohren ausgelöst wird.

    Richtig: Es gibt eine Lösung. Die Antwort gleich vorab, ohne euch auf die Folter zu spannen:
    Die Lösung ist 9,2 x 2,2 x 7,3 cm groß und passt daher in jede Climber-Schlabber- oder Businesshose und heißt Gripmaster. Das kleine Universalfingertrainingsgerät steigert die Koordination, Kraft und Flexibilität der Finger deutlich, ist ein nettes Tool zur Verletzungsprophylaxe der Finger und therapeutisch betrachtet wertvoll, um nach einer Verletzung (die Soft-Versionen) die Feinmuskulatur wieder aufzubauen.
    Man kann ihn auch für zarte Gitarrenfinger mißbrauchen, die ja auch trainiert werden wollen. Interessanterweise findet man ihn öfters in Musik-Foren.
    Dazu O-Ton: „Die Hard Version ist eher für Bassisten geeignet.“
    Was für Gitarrenspieler taugt, muss auch für den grob koordinativ ausgerichteten Climber gut sein. Jeder Finger vom Zeige- bis zum Kleinen kann individuell mit unterschiedlicher Wiederholungsfrequenz simultan malträtiert werden, oder wie es Güllich einst formulierte: „Der Einfingrige schont die restlichen 4 Finger ungemein“.
    Ob zuhause, im Auto, bei einer Konferenz, oder am Schreibtisch. Der Gripmaster hilft, die Power up zu leveln.
    Allerdings sind Kletterer stark, verdammt stark sogar. Fingerpower ist das Salz in der Suppe des Kletterers. Das wissen wir nicht erst, seit es Leistungsprofile gibt, mit denen Sportler kraftintensiver Sportarten verglichen wurden. Sicherlich hätte sich ein Scott Franklin Ende der 1980er bei seiner Scarface (8b+) in den Smith Rocks einen Gripmaster gewünscht, als er seinen kleinen Finger im Crux-Loch versenkt hatte und brüllend den Zielgriff anfeuerte. Wer Wurschtfinger genetisch bedingt seit Kindheit hat, muss alternative Finger, abseits des starken Mittelfingers, versenken, zumindest in Gebieten wie dem Frankenjura, Buoux oder eben den Schmitt-Felsen in den USA.
    Daß der kleine Finger von Haus aus nicht der stärkste ist, weiß jedes kleine Kind, nur: wie trainiert man den? Richtig: der Gripmaster bringt‘s auch hier auf den Punkt: Klavierspielend werden diese Finger an ihre Belastungsgrenze gebracht, auch ohne die berühmte Güllich´sche Campusorgie am ersten Fingerglied, die er damals spezifisch für sein Action 9a angewendet hatte.
    Wer also seine Fingerpower fürs Klettern und Bouldern zusätzlich aufbauen möchte oder Fingerpower, Muskelansätze und Strecker nach einer Verletzung wieder langsam an die Belastung gewöhnen möchte, dem bietet der Gripmaster eine günstige Schnellalternative, die jederzeit bei fast jeder Gelegenheit eingesetzt werden kann.

  • Unser Tipp: „Kaufen“
    Verletzte oder Softies wählen die Soft-Variante, Anfänger Medium und der Könner die Hard Version
  • Preis: 17,95 Euro
  • Ausführungen: soft – medium – hard (Im Test: Hard)
  • Wo kriegt man ihn? Zum Beispiel online bei Bergfreunde.de