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Archiv Dezember 2012...

Buch – Jerry Moffat – Revelations - Genial

Buchcover ROCK GOD
Foto: MfG PanicoBild vergrößern

Buchcover JERRY MOFFATT - REVELATIONS
Foto: CordeeBild vergrößern


  • In englischer Originalfassung erschien die Autobiografie von Moffat bereits 2010 (Cordee Verlag). Panico Alpinverlag legte 2011, kurz vor Weihnachten, mit der deutschen Übersetzung „Rockgod – Das Leben einer Kletterlegende“ nach.

    Panico: „Ob es die Jahre sind, die er in Stoney Middleton in einer Baracke und Höhle lebte, oder der Trip nach Buoux, wo nach sechs Wochen die erste warme Mahlzeit auf den Tisch kommt: Immer atmen Moffats Stories echten Spirit und wer die beteiligten Akteure nur vom Hörensagen kennt, bekommt hier eine einmalige Zeitreise in die Anfangsjahre des Sport- (Anm.d.Red: und Wettkampfkletterns der 80er und 90er Jahre, bis zum dem Punkt, an dem Jerry entschied, das Klettern an den Nagel zu hängen).“

    O-Ton Moffat im USA-TV in den 80ern:

    „Es gibt nichts, was ich mehr liebe, als Leuten in den Arsch zu treten und ihnen zu zeigen, wo es langgeht.“


    O-Ton AlexW: „Die englische Originalfassung gefällt mir noch einen Hauch besser, da sie auch alte Bilder von Jerry beim Klettern und Bouldern zeigt – Rockgod ist jedenfalls eine würdige und sehr gute Übersetzung von einer Biografie, die ein Kletterer gelesen haben muss. Jerry war auch in der Pfalz zum Klettern und später zum Bouldern in Bad Dürkheim, zusammen mit Ben Moon. Als er mit Stieges zusammen damals am Schlendern ist Luxus am Burghalde war, flashte er die athletische, sloprige Tour kurzerhand und bewertete Schlendern mit 10-, am Tag nach Jerry´s Begehung riss ich den Schlüsselgriff an der Dachkante weg – seitdem liegt er „Moffatgefingert“ daheim in meiner Vitrine.J Aber erst der Ausbruch machte Schlendern zu einer 10-, noch bevor das Zweifingerloch nach dem Dach Jahre später aufbrach und das ganze leider wieder leichter machte.“

    Unsere Wertung: 5 von 5 Sternen

  • Kaufen kann man ROCKGOD direkt beim panico Alpinverlag.

Felssturz am Sass Maor in der Pala (Dolomiten)

Bild der ausgebrochenen Wandstelle
Foto: MfG Davide Depaoli – ItalyBild vergrößern


  • Aus der Route „Masada“ ist laut Augenberichten von Manolo ein etwa 100 m hoher, 50 m breiter Pfeiler ausgebrochen und hat die ersten 3 Seillängen dieser Tour zerstört.

    Dazu Manolo: „Ich hab Berge schon immer nur zusammenstürzen sehen, nie wachsen, von daher ist das durchaus normal“.

    Der Klassiker „Solleder“, zumindest wie man die Tour heute klettert, wurde nicht vom Ausbruch getroffen.

Literaische Diarrhöe zu Weihnachten von AlexW – Im Kreis der Lieben

Weihnachtsbaum
Foto: Archiv palatinum


  • Was ist Weihnachten?

    Wenn der Schwache dem Starken sein' Trainingsplan gibt,
    wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
    wenn der Sponsor mit dem Klett'rer teilt,
    wenn der Boulderer beim Alpinisten verweilt
    und begreift, was der Alpinist ihm sagen will,
    wenn das Seilkommando laut wird und das „Ich komme“ still,
    wenn das bedeutungsvolle Chalk bedeutungslos,
    der scheinbar unwichtige Schwierigkeitsgrad wichtig und groß,
    wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
    Geborgenheit und extremes Leben verspricht,
    und du zögerst nicht, sondern du gehst
    so wie du bist, darauf zu,
    dann, ja, dann fängt Weihnachten an.

Langfinger am Asselstein

Schild STOP DEM DIEBSTAHL
Illutration: Archiv palatinum


  • Am 11.12.2011 wurde ein paar Kletterern Material aus dem Rucksack entwendet (Grigri, Karabiner) und ein Kletterführer geklaut. Zudem wurden Peter W. Geld aus dem Rucksack geklaut. Von Autoaufbrüchen im Hermersbergergebiet haben wir ja schon gehört, aber dass jetzt bei den Kletterern geklaut wird, ist eine riesige Sauerei, es können natürlich gerade am Asselstein auch Wanderer gewesen sein. Erwischen lassen dürfen sich die Langfinger dabei jedenfalls nicht – das wäre sicher nicht gesund. Wer was gesehen hat, kann sich bei der PK melden.

Anekdote aus den 1990ern in Buoux:

    Wolfgang, Karli und ich lagen, da wir in der Nacht ankamen, ohne Zelt auf dem Camping in Buoux. Mitten in der Nacht zieht mir so ein Bruder den Fleece unterm Kopf weg und fummelt an meinem Geldbeutel rum. Nach einem Brüller aus dem Delirium rannte der Vogel weg, Wolfgang und ich beobachteten ihn allerdings,erst hatte er sich hinter einem Wohnwagen versteckt, nach weiteren 10 minuten ist er dumm wie er war, in seinem Zelt verschwunden, für ihn unglücklich gelaufen, denn wir wussten jetzt, wo der Täter haust. Am nächsten morgen O-Ton ich: „Rauskommen Arschloch“...wer was ??? „Der Arsch, der mich heute nacht das Geld klauen wollte“. Hinter mir stand mit 55cm Bizepsumfang Karli mit nacktem Oberkörper und Wolfgang mit grimmig aggressivem Blick. Der Sack also raus ausm Zelt, kurzes Gebrülle, Ohrfeige von mir und dann hat er sich herzallerliebst entschuldigt mit so einem Hundeblick, ihr wisst schon. Naja, da konnte man einfach nicht mehr zuschlagen, Glück für ihn, für uns war der Fall gegessen. Am Abend brachte der Übeltäter dann ne Flasche Rotwein zur Versöhnung vorbei, kein billiger mit Erklärungen, ahja Pleite, musste was zum Essen kaufen usw. Frägt sich nur, wo er die wohl geklaut hatte. Egal, der Rote hatte sehr gut geschmeckt.

Nonnenfels – Mekka wiederholt

Alex Wenner in "Mekka" 8b - anno 1995
Foto: Archiv A. WennerBild vergrößern


  • Dem Karlsruher David Podbielski gelang unlängst eine Wiederholung des Extremklassikers „Mekka“ 8b (10) am Nonnenfels.

    Bild links:
    Alex Wenner klettert „Mekka“ 8b , anno 1995 – hier an der Schlüsselstelle


Protokoll der SANSI Sitzung vom 25.11.2011

Häande an einem Boulderblock
Foto: Alex WennerBild vergrößern

  • Ort: Wilgartswiesen, Gaststätte Wilgartastube (Nebensaal)
    Zeit: 19 Uhr
    Anwesende: 30 Teilnehmer lt. Anwesenheitsliste
  • Top 1: Neuigkeiten seit dem letzten Treffen
    • Rainer Scharfenberger berichtet von Problemen im Frankenjura bezüglich der Erschließung von Neutouren. Die dortige Kletterszene steht vielen Neuerschließungen gespalten gegenüber. Felsen würden mittlerweile dermaßen zugebohrt, dass sie sich nur noch wenig von Kletterhallen unterscheiden. Viele Neukreationen bestehen aus Einstiegs-, Ausstiegs-, und Quergangsvarianten, die häufig sehr nahe bei bzw. in bestehenden Routen verlaufen und somit kaum einen eigenständigen Kletterzug enthalten. Etliche namhafte Kletterer wehren sich nun gegen diese „Bohrwut“ und werden Haken in der Nähe ihrer Erstbegehungen entfernen. Nicht nur die zum Teil dilettantisch gesetzten Ringe sowie die sprunghaft angestiegen Griffoptimierungen mit Sika und Zement geben Anlass zur Kritik. Andere Kletterer fordern (und bohren) in bereits bestehende Routen (z.T. Klassiker) zusätzliche Haken in größerer Anzahl, die den Charakter dieser Routen massiv verändern. Von diesen nachträglichen Haken wurden bereits wieder viele entfernt. Der Hakenstreit geht weiter...
    • Rainer wies noch einmal auf seinen „Offenen Brief an alle Erschließer“ vom letzten Jahr und die Problematik einer Übererschließung in der Pfalz hin.
  • Top 2: Schulungsfelsen

    Beim DAV läuft z.Z. eine Kampagne „Draußen klettern ist anders“. Mit dieser Aktion sollen Hallenkletterer u.a. zum Thema Natur- und Umweltschutz sensibilisiert und zum Besuch eines Felskletterkurses animiert werden. Mehrere DAV-Sektionen haben nun bei der PK nach einem zur Grundschulung geeigneten Felsen nachgefragt. Da auch der PK der Natur- und Umweltschutz sehr nahe liegt, wurde im PK-Vorstand sowie im „Arbeitskreis Klettern und Naturschutz“ das Thema Schulungsfels besprochen. Der PK-Vorstand sowie die unteren Umweltschutzbehörden stehen der Möglichkeit einen Grundschulungsfels anbieten zu können positiv gegenüber. Da das Einrichten eines Naturfelsens nicht zur Debatte stand, könnte der Hinterweidenthaler Steinbruch als solcher genützt werden.

      Vorteile:
    • Geringer bohrtechnischer Aufwand - evtl. einige Umlenker versetzen, Standring, Bühler, Kette in Bodennähe, evtl. Nachsicherungen mit dem Erschließer absprechen.
    • Andere Kletterer werden nicht behindert, da der Steinbruch z.Zt. sehr wenig frequentiert wird.
    • Jede Menge Parkmöglichkeiten, Nähe zum Bärenbrunnerhof, Campingplatz, Bahnhof, gute Versorgungsmöglichkeiten.
    • Natürliche Felsen werden weniger frequentiert.

    • Nachteile:
    • Die vorhandenen Routen sind z.tZ. sehr dreckig (Sand von oben).
    • Umgestürzte Bäume blockieren die Einstiege.
    • Potentieller Brutfels für Wanderfalken – allerdings liegt die letzte Brut Jahre zurück.
    • Hier wäre ein Arbeitseinsatz von evtl. SanSi bzw. den DAV-Sektionen zwingend notwendig.

    Eine nachfolgende Diskussion zu dem Vorhaben verlief überwiegend positiv. Besonders das z.T. rigorose Verhalten insbesondere gebietsfremder, kommerzieller Kletterkursanbieter stieß auf Kritik der Anwesenden. Auf die „Gefahr von oben“ durch sich evtl. lösendes Gestein wurde hingewiesen. Vorschlag: Eine Schautafel mit „Verhaltenskodex“ im Steinbruch.
    Rainer wird mit Hrn. Sprau von den Unteren Naturschutzbehörden sprechen.

  • Top 3: Unfälle 2011

    Peter Weinrich berichtete über die ihm bekannten Unfälle in 2011:

    • Es gab dieses Jahr in der Pfalz keinen tödlichen Unfall.
    • Am Jungturm im „Kirschnerweg“ riss ein stürzender Kletterer vier mobile Sicherungen heraus und verletzte sich schwer.
    • In der „Südostkante“ am Asselstein brach einem erfahrenen Kletterer vor dem ersten Ring ein Griff aus. Ein möglicher Friend war nicht gelegt worden. Beim folgenden Bodensturz verletzte sich der Kletterer schwer. Beide Fersen wurden total zertrümmert und das Becken gebrochen.
    • Am Trifels gab es einen Abseilunfall, da das Seil zu kurz war.
    • Mehrere Unfälle wurden an den Bruchweiler Geiersteinen verzeichnet: im „Drachenkamin“, im „Schartenweg“ und beim Topropen an einem alten, hinten etwas offenen Abseilring. Bei diesem wurde das Seil direkt durch den Ring gefädelt und unbeabsichtigt nach hinten über die offene Stelle in der Öse geschlagen. Als sich das Seil nur noch mit größter Mühe durch den Ring ziehen ließ, da es sich, für die Kletterer unsichtbar, immer weiter in den offenen Spalt klemmte, versuchte der Kletternde das Seil mit schwungvollem Hineinsetzten wieder gängig zu machen und zog es dabei komplett durch den Spalt der Öse. Der daraufhin Stürzende blieb zum Glück auf einem Absatz im oberen Wandteil liegen. Da das Problem mit den nicht ganz geschlossenen Abseilösen bekannt ist, war vom AK SanSi neben der alten Öse bereits ein neuer Bühler gesetzt worden. Trotzdem wurde der offene Abseiler ohne Schraubkarabiner zum Toperopen benutzt. Rainer machte hierzu den Vorschlag, die noch offenen Abseilringe mit Sika zu verkleben. Dies wird in Angriff genommen, sobald die Temperaturen ein problemloses Kleben erlauben.
  • Top 4: Sanierungen

    Rainer sprach noch nicht erledigte Sanierungen (Adelsnadel, Kippkopf, Backelstein und Jungturm) an und bat um Mithilfe.

    • Am Haselstein konnte der alte, massiv aussehende Abseilring von Hand abgebrochen werden, da er kurz über dem Beton durchgerostet war. Dies war von oben nicht gleich zu erkennen. Ein neuer Abseilhaken wurde bereits installiert.
    • An den Bruchweiler Geiersteinen in der „Renaissance“ wurde durch einfaches Hineinsetzten eine sicher schon hundertmal belastete, betonierte Öse Marke Eigenbau ca. 12 cm aus dem Loch gezogen und verkeilte sich zum Glück auf dem letzten Zentimeter. Da nun alle Eigenbauringe dieser Machart ausgewechselt werden müssen, gab es den Vorschlag, die neuen Ösen in der „Renaissance“ im oberen Teil etwas anders zu platzieren. Nach Abstimmung wurde dies angenommen – Ingo.
    • Auch wurde am Bruchweilerer eine vor Jahren vom AK SanSi abgebaute Route (mieses Material, dilettantisch betoniert) neu und besser wieder eingebohrt. Die Gesteinsqualität ist weiterhin sehr fragwürdig. Der Umlenker sitzt allerdings äußerst günstig, um den klassischen „Drachenkamin“ zu topropen. Hier wird der Einbohrer gebeten, den Bühler zu versetzten – Thomas.
    • Der Abseiler am Hirtsfels sollte überprüft werden – Wolfi.
    • Sternfels „Nordwand“ - der Felsblock, in dem der letzte Ring sitzt, sollte überprüft werden.
    • Ein beschädigter Ring an den Glasfelsen wird entfernt oder erneuert – Mike.
    • Am Jungturm im „Studentenweg“ müssen der Umlenker sowie mindestens ein Zwischenhaken getauscht werden – Steffen.
    • Ebenfalls am Jungturm sollte die Abseilstelle verbessert werden, da sich das Seil einschleift – Rainer.
    • Am Haasfels im „Pfeilerweg“ sollen ebenfalls der Umlenker und die beiden letzten Ring überprüft werden.
    • Eilöchelfels: „Alte Südwand“ – die irrtümlich entfernten Ringe werden wieder gesetzt – Mike.
    • Asselstein: „Südostkante“ - die Sanduhr nach dem ersten Ring ist mittlerweile sehr dünn geworden. Hier wurde diskutiert, ob ein zusätzlicher Ring nötig ist, oder ob sich die Stelle mit einem Friend absichern lässt – Ansehen bis zum nächsten Treffen.
      Ein Antrag zum Trifels, am Einstieg zur „Mittleren Westwand“ neben der Schuppe, die den zwingenden Friend aufnimmt, einen Ring zu setzten (quasi den 1.geschlagenen Haken deutlich tiefer sanieren) wurde nach Abstimmung abgelehnt.
    • Wolfi berichtete von einigen Sanierungen am Dimbergpfeiler.
  • Top 5: Verschiedenes
    • Peter berichtete über die Bitte der Unteren Umweltschutzbehörden mittels der PK-Homepage auf die Kernzonenregelung hinzuweisen. Da dort ein absolutes Wegegebot gilt, können viele Boulder- und Kletterfelsen nicht mehr erreicht, d.h. auch nicht mehr beklettert werden. Bouldern ist also nur noch dort erlaubt, wo Blöcke direkt am Wanderweg liegen. Da das Verlassen von Wegen in den Kernzonen eine Ordnungswidrigkeit darstellt, muss in Zukunft bei Missachtung des Wegegebots mit Bußgeldern gerechnet werden. Dieser Umstand wurde von den Anwesenden heftig diskutiert, da die Beschilderung vor Ort noch recht unklar scheint. Auch der Grenzverlauf der Kernzonen (vor Ort mit Schildern „Zone für natürliche Entwicklung“ gekennzeichnet) scheint nicht jedem bekannt zu sein. Im Hinblick auf naturverträgliches Bouldern muss mehr Sensibilität in der Szene geschaffen werden, um Probleme mit der Forstverwaltung zu minimieren. Einige anwesende Boulderer u.a. Ingo, Hessi und Julius erklärten sich bereit, aktiv zu werden.
    • Peter und Rainer berichteten von der drohenden Sperrung des Bouldergebietes „Heidenfels“ bei Bad Dürkheim. Das von den Umweltschutzbehörden verordnete Magnesiaverbot wurde trotz ausreichender Beschilderung und zwei bereits erfolgten Putzaktionen wiederholt nicht eingehalten. Hier wurde ausgiebig diskutiert, wie eine drohende Sperrung verhindert werden könnte, da die Behörden für konstruktive Vorschläge unsererseits offen sind. Es soll ein regionales, auf die Pfalz bezogenes Boulderkonzept angestoßen werden. Namhafte Boulderer werden dieses Konzept unterstützen und verbreiten. Hier sollen die Boulderhallen und verschiedene Internetforen als Multiplikator dienen. Speziell im Falle „Heidenfels“ soll die DAV-Jugend aus Worms mit ins Boot geholt werden. Ingo erklärte sich dazu bereit, mit Hilfe von Hessi und Julius die Aktion zu koordinieren.
    Rainer bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Engagement.

Info: PK, Protokoll: Solka Pirson, Rainer Schafenberger

Die Zukunft des Pfalz-Boulderns

Verfasst vom Forum für Pfalzbouldern — wir nehmen an von Hessi.
Bei palatinum.info in gekürzter Fassung, da wir glauben, dass nur dann alles es vollständig lesen.

Felsputz mit vollem Körpereinsatz
Foto: Alex WennerBild vergrößern

  • Liebe Boulderer,
    das Pfalzboulderforum hat bald die stolze Zahl von 100 Mitgliedern erreicht. Ich gehe davon aus, dass diese fast 100 Boulderer gerne und häufig in der Pfalz bouldern gehen. Dafür bedarf es aber in Zukunft unseres verstärkten Einsatzes.
    Daher hier zuerst ein allgemeiner Aufruf oder besser gesagt Bitte: Lest euch mal, wenn noch nicht geschehen, die Richtlinien für sanftes Klettern in der Pfalz durch und den Boulderappell des DAV. Und vergleicht ihn mal mit eurem Verhalten am Fels. Solltet ihr große Differenzen feststellen, solltet ihr was ändern, denn wir müssen vor allem hier in der Pfalz nachhaltige Boulderer und Kletterer sein.
    Behaltet dieses Wissen nicht für euch, sondern kommuniziert es. Sprecht andere anscheinend ahnungslose Boulderer an und macht sie, (das kann man auch nett machen) auf ihr Fehlverhalten aufmerksam.
    Am Freitag Abend war Sansisitzung der PK und dort konnte man erfahren, dass das Bouldergebiet Heidenfels kurz vor der endgültigen Sperrung steht. Eine Putzaktion alleine wird wohl aber nicht mehr reichen. Im privaten Kreis wurden bereit Lösungen angedacht: z.B. Gebietspartenschaft (Boulderer aus der Nähe von Bad Dürkheim die sich für das Gebiet verantwortlich fühlen und gelegentlich nach dem Rechten sehen),weitere Vorschläge dürfen gerne gemacht werden,
    allerdings müssen auch bald Taten folgen, sonst ist der Zug abgefahren.

    Und nun zum nächsten, in meinen Augen noch deutlich tragischerem, Thema:
    In der Pfalz gibt es seit ca. 2 Jahren die Kernzone, was das im genauen heißt kann jeder Interessierte recherchieren, für uns Boulderer ergibt sich in diesem Zusammenhang aber ein großes Problem, denn die Felsen, vom Hermersbergerhof kommend links, d.h. Otterfelsen, Husarenfelsen, Schmaler Hals, Wartenberg, Kieneck, Resistance, Hitlerfels, können nicht mehr erreicht werden. Ich sage bewusst erreicht, denn das Klettern oder Bouldern ist in der Kernzone nicht verboten, nur das Verlassen der ausgewiesenen verstärkt darauf geachtet werden, dass diese
    Verordnung auch eingehalten wird.
    Deshalb meine Bitte: Kommuniziert dies. Vor allem gebietsfremde Boulderer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Gebiete de facto gesperrt sind und sie ein anderes unproblematisches Gebiet besuchen sollten. Denn je mehr Boulderer nach wie vor die betroffenen Gebiete besuchen, um so schneller wird sich die Situation zuspitzen.
    Es muss doch möglich sein, Felsen wie den Schmalen Hals als Bouldergebiet offiziell zu erhalten, an dem nur wenige Meter ein
    Fernwanderweg vorbeiführt. Hier hoffe ich auf konstruktive Vorschläge und Aktionen, die uns Helfen die anstehenden Probleme im Sinne der Boulderer zu lösen.

    Vielen Dank fürs lesen und für eure aktive Arbeit für das Bouldern in der Pfalz!

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