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Gegendarstellung von den Machern des deutschen Elsass-Kletterführers


  • Die Autoren des deutschen Elsass-Kletterführers aus dem tmms Verlag haben uns gebeten, die folgende Gegendarstellung zu Yann Corbys Text zu veröffentlichen.

    Hallo Yann,
    mit Interesse haben wir euren Brief an die deutschen Kletterer gelesen und möchten in den nachfolgenden Zeilen einige Dinge richtig stellen.
    Dies beginnt mit der Falschaussage, dass wir uns nicht mit den Locals und Erschließern der Felsen des Elsass in Verbindung setzen wollten.
    Mehrmals haben wir versucht, mit Armand Baudry und dir Kontakt aufzunehmen.
    Dies kann zum Beispiel auch Heinz Illner bestätigen, den wir über unser Vorhaben informiert hatten und der sich im Vorfeld für uns mit den französischen Erschließern in Verbindung gesetzt hatte. Eine Zusammenarbeit oder ein Gesprächstermin vor Ort wurde aber von eurer Seite abgelehnt.
    Bereits im Jahr 2006 begann das Autorenteam, in Zusammenarbeit mit Wolfgang Kraus, mit der Zusammenstellung der verschiedenen Sandsteinfelsen des Elsass. Als es zu Problemen mit den Felseigentümern, Naturschutz, Jägern bzw. Vogelschutz gab, haben wir die Arbeiten auf Wunsch der Locals eingestellt. Kurz danach erschien die neue Auflage eures Vogesenführers mit allen angeblich problematischen Felsen. Daraufhin sahen wir keine Notwendigkeit mehr, die Arbeit nicht weiter fortzusetzen. Auch spätere
    Versuche von Wolfgang, einen Kontakt zu den Locals herzustellen, wurde wiederum von französischer Seite abgelehnt.
    Da wir einen Führer mit genauen Zufahrten, Zugängen und Karten machen wollten, haben wir alle Felsmassive selbst angefahren, und dies in eigenen Worten beschrieben.
    Ein Blick auf die Topos im Führer zeigt, dass diese neu erstellt worden sein müssen, denn sie sind viel detaillierter und teilweise auch völlig anders aufgeteilt als im französischen Führer. Gerne geben wir einen Einblick in unsere Rechercheunterlagen (von allen Gebieten und Felsen handgezeichnete Zufahrts- und Zugangsskizzen, Topos, Fotos und sonstige Vermerke), die nachweisen, welche Arbeit wir in den vergangenen Monaten/Jahren vor Ort geleistet haben. Wir geben zu, dass wir uns bei der Recherche aus "allgemein zugänglichen Quellen" informiert haben und diese Informationen im Buch verwendet haben, was aber letztlich die Grundlage für jeden Kletterführer ist. Ein so schöner Pfalzführer konnte auch nur entstehen, da dieser auf
    älteren Werken aufgebaut wurde. Dennoch ist unsere Handschrift und unsere Recherchearbeit unverkennbar im Führer.
    Es wurden dabei auch alle Routenverläufe vor Ort kontrolliert und, soweit es für uns möglich war, die vorhandenen Haken eingezeichnet. Sicherlich ein weiteres Beispiel für Recherchearbeit, die man nicht einfach "abschreiben" oder "klauen" kann. Dasselbe gilt für die Boulderspots. Alle, für uns lohnenden Boulderblöcke, wurden angefahren und genauestens recherchiert. Wer die beiden Führer vergleicht, wird uns recht geben bzw. eure Vorwürfe unter
    einem ganz neuen Licht betrachten.
    Zur Kritik der verbotenen Kletterfelsen sei gesagt, dass wir in unserem
    Kletterführer zu Beginn eines jeden Gebiets, bei dem ein zeitlich
    befristetes Kletterverbot herrscht, dies unter der Rubrik "Kletterverbot"
    erwähnen. Infos darüber holten wir unter anderem auch von den jeweiligen Touristenbüros sowie von den jeweiligen Internetseiten der verschiedenen Kletterclubs ein. Wenn es hier zu Fehlern gekommen ist, bitten wir diese zu entschuldigen und möchten euch versichern, dass dies unabsichtlich geschah.
    Im Falle von Buhl verhält es sich so, dass der Fels von mehreren
    französischen Seilschaften beklettert wurde und als wir fragten, ob dies denn erlaubt sei, haben wir die Antwort bekommen, dass die Gemeinde den Fels aus Haftungsgründen offiziell gesperrt hat, das Klettern dort aber geduldet wird. Den Sachverhalt haben wir auch so in der Einleitung zum Fels erwähnt.
    Dass uns an dem Kletterführer sehr viel liegt, sieht man nicht nur daran, wie fein säuberlich und mit welch akribischer Feinarbeit die
    handgezeichneten Skizzen und Topos verarbeitet wurden. Auch haben wir über das Klettern hinaus versucht, dem Leser einen kleinen Einblick rund um die Felsen, egal ob in punkto Sightseeing, Wandern, Biken oder Freizeitgestaltung mit Kindern zu geben. Alles weitere Punkte, die man in eurem Führer vergeblich sucht.
    Nun dürften, so hoffen wir wenigstens, alle Unklarheiten beseitigt sein und wünschen den Elsasskletterern, egal mit welchem Führer sie vor Ort klettern, viel Spaß in der Vertikalen. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass auch wir Routen für die Kletterwelt einrichten und die Haken aus eigener Tasche bezahlen.

    Korb, 16.12.09
    Die Autoren
TNT Spezial - neuer Artikel
Fairplay
Foto: Alex Wenner
  • Die Jungs und Mädels des palatinum Fan-Vereins hatten uns mal gebeten, so einen Bericht über's TNT zu verfassen, wie wir ihn mal über Westphals „Mekka Direkt“ gebracht hatten. Ok, jetzt ist Winter, wir haben wenig zu tun, die Tage werden kürzer und wir befinden uns die meiste Zeit im Kreis der Lieben, denen wir sowieso nur auf den Sack gehen. Kurz gesagt, es wird Zeit, sich um die Historie einer der wichtigsten Erstbegehungen im Pfälzer Sandstein zu kümmern, und diesen geistigen Erguss dem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wenn wir also Lust haben, präsentieren wir euch auch in Zukunft die ein oder andere historisch wertvolle Pfalz-Anekdode irgendeiner Pfälzer Tour.

    Hier ist der TNT Spezial Artikel
Von den Machern des französisch/deutschen Elsass Topo Guides

  • Yann Corby, unser Elsässer Kletterfreund und Betreiber der Website escalade-alsace.com, hat uns folgende Email geschickt, die wir hier im Original wiedergeben möchten.

    "Wir haben eine Botschaft für unsere lieben deutschen Kletterfreunde!
    Seit kurzem habt Ihr in Deutschland die Wahl zwischen zwei elsässischen Sandsteinfelsen Kletterführer (+ Mosel).
    Der eine Kletterführer wurde von uns, dem französischen Felseneinrichter veröffentlicht (www.escalade-alsace.com). Der Andere von einem deutschen Unternehmen (TMMS-Verlag).
    Wer gerne auf unseren Felsen klettert wird ganz bestimmt den Einen oder Anderen Topo kaufen. Dabei solltet Ihr wissen, dass das teure Hakenmaterial, welches das Klettern erst möglich macht, zu einem grossen Teil aus den Gewinnen des Verkaufs des französischen Topos stammt.
    Die französischen Autoren des Topos haben 40 von den 43 beschriebenen Felsen eingebohrt. Neben der Finanzierung der Bohrhaken werden die Einnahmen auch zum Instandhalten der Klettergebiete benutzt, damit die Felsen mit geringerem Risiko und erhöhtem Spassfaktor unser Spielplatz bleiben.
    Unsere neuste Topo Ausführung (Oktober 2009) enthält auf Deutsch übersetzte Felsenzustiege, damit jeder sich gut zurecht findet .
    TMMS-Verlag hat seine Deutsche Topo Ausführung nur zum Profit veröffentlicht. Sie haben sich nicht mit uns in Verbindung gesetzt, und konnten den Topo nur Dank den Infos, die sie in unserem vorherigen Topo gefunden haben veröffentlichen.
    Es ist für uns harte Arbeit mit dem französischen Staat, den Städten, Dörfern und dem "Parc des Vosges du Nord" (unser Naturschutzgebiet) auseinanderzusetzen um neue Felsen öffnen zu dürfen und die Aktuellen behalten zu können. Die Autoren von TMMS-Verlag haben sogar Felsen beschrieben die zum Klettern absolut gesperrt sind. Also falls Ihr ein paar hundert Euro zu verschenken habt, geht ruhig dort klettern!!
    In unserer 2007 Ausführung ist einer der Neusten eröffneten Felsen beschrieben worden, der Gauxberg (mehr als 70 Routen). Im Topo erscheint eine "erfundene" Route. In Wirklichkeit gibt es weder Linie, noch Bohrhacken oder Route. Das war nur ein Test, so zum Spass ... und er hat sich tatsächlich gelohnt, denn diese Geisterroute erscheint im TMMS-Verlag Topo... Solche Beispiele gibt es leider mehrere Dutzende Male.
    Ich glaube man sollte die Sachen sagen wie sie sind: Dieser TMMS-Verlag Topo wurde zusammengeschrieben ( aus "Sur les Falaises de Grès", Dreyer, Haffner, Boulderführer von Panico, escalade-alsace.com, Steinbruch von Epinal usw) ohne einmal die Quellen zu zitieren oder die Autoren kontaktiert zu haben. Ein Topo zu schreiben ist eine mehrjährige Arbeit, TMMS erntet was sie nicht gesät haben!
    Weit wichtiger als das verdiente Geld vom Topo sind die wertvollen Stunden, Tage, Wochen, manchmal Monate, die nötig waren um die Routen von jedem Gebiet einzubohren. Dies sollte die Entscheidung für unseren Topo unterstützen.
    Inklusive Versandkosten liegt der Preisunterschied zwischen beiden Topos unter einem Euro. Der TMMS Topo ist ein Plagiat vom Elsass Topo von 2007, in unserer Ausgabe von 2009 gibt es mehr als 100 neue Touren, korrigierte Fehler, angepasste Schwierigkeitsbewertungen, über 200 Fotos, und auf Deutsch übersetzte Zustiege zu den Felsen.
    Ihr habt jetzt die Wahl zwischen Original und Fälschung...
    Wir wünschen euch ein schönes klettern auf den Elsässischen Sandsteinfelsen.
    Mit freundlichen Grüssen,
    Die Elsässischen Routenbohrer
    Armand Baudry, Jacques Dreyer, Jean-Marc Chabrier, Michel Bilger, Yann Corby"

Info: Yann Corby


Tolle Erstbegehung(?) in der Pfalz
Nordwändle
Foto: Forum der KletterfreundeBild vergrößern
  • Es gibt im Wald immer mal wieder ein paar Neutouren, die die Pfalz als Ausnahmeklettergebiet bereichern und es gibt braune Schrotthaufen (siehe Bild), die einst schon mal der Hasselwander oder Hans Laub aus Langeweile geklettert ist, aber aus Scham, dies niemals als Neutour reklamiert hatte. Das es auch anders geht, zeigen immer mal wieder I-Net User von den Pfälzer Kletterfreunden.
    Neueste Errungenschaft, die einer erstbegangen haben will bekam den schauerlichen Namen: Nordwändle, liegt im 4.Grad und ist schon optisch ein absoluter Hochgenuss. Aber schaut selbst.
    Nach Bekanntgabe dieser herausragenden Erstbegehung durch T.S. stritten sich die anwesenden Herren, wer der eigentliche Erstbegeher dieses Risses ist.
    Zitate, die uns zu dieser Diskussion sehr gut gefielen:
    1. „Das hab ich auch schon geklettert und bezweifle stark, das ich somit der Erstbegeher bin......“
    2. „Dito, hab ich auch schon hinter mir, vor zig Jahren schon!“
    3. „Hab mit meinen damaligen Kletterkollegen sogar im Elbi ne Tour erst begangen, von der es nur Bilder gibt. War auch besser so, ist ein Fels gewesen, an dem man nicht klettern durfte.“
    O-Ton:
    Oweh, in der Pfalz kann dieser Spass richtig teuer werden, ich dachte immer, im Elbi wird man für solche Entgleisungen sogar gesteinigt."
    Aber jetzt kommt's dick:
    A.F. dazu:
    „irgendwie geht mir dein selbverherrlichender selbstdarstellerischer geistiger Dünnpfiff auf den Sack.“

    Herrliche Auseinandersetzung meinen wir.
    Die Pfälzer Kletterwelt bleibt spannend.

Neuer Fb.8a Boulder in der Pfalz
Marc Stellbogen bouldert
Foto: rokblog.de
  • Marc Stellbogen von rokblog boulderte am Hortenkopf „The Grunt“ Fb.8a. In seinem kurzen Aufsatz über den Boulder stellte er sich die Frage: ..“ob man diesen Boulder überhaupt ohne Schmerzmittel bouldern kann“...
    Das klingt doch schon mal verlockend.

Le Theatre du No in Kronthal
Loic Fossard in
Foto: Yann CorbyBild vergrößern
  • Marc Ott gelang diese Tage eine Wiederholung dieses Spitzenklassikers. 1995 von Loic Fossard erstbegangen und zu der Zeit noch mit 8c bewertet, gelang damals im gleichen Jahr im November Alex Wenner die erste Wiederholung.
    Foto: Loic Fossard klettert „Le theatre du No“ 8b

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