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Archiv November 2012...

Abenteuer-Trip an einen mystischen Ort:
Stefan Glowacz macht sich auf den Weg zu den ''Seven Giants'' nach Russland
Seven GiantsLogo Red Chili
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  • Man-Pupu-Nyor, oder ''Kleiner Berg der Götter'', ist eine abgelegene Gegend im nördlichen Uralgebirge. Sieben 30 bis 42 Meter hohe Felstürme ragen dort in den Himmel und scheinen ein einsames Bergplateau zu beherrschen. Niemand weiß, woher sie stammen oder wie sie entstanden. Solch ungewöhnliche Orte machen Stefan Glowacz neugierig: Vom 23. November bis 15. Dezember begibt er sich auf einen Abenteuer-Trip zu den ''Seven Giants''. Es ist eine Reise an einen mystischen und bislang kaum bekannten Ort, weit entfernt von jeglicher Zivilisation.
Neue Trainingsrouten im Rock – Karlsruhe
Kletterzentrum The Rock in Karlsruhe
Foto: The RockBild vergrößern
  • Im Rock gibts neuen Stoff, um sich komplett zu knüllen. Julius Westphal, obwohl er z.Zt. aktiver in Landau ist, fand die Zeit und hat dem Rock paar neue Testpieces beschert, die sich absolut lohnen.
45°Schräge unten – rechts der großen Wand
4 Sterne Braun 8b (10) an mehr oder weniger grossen Auflegern – sehr pressig (Julius)
4 Sterne Grün 8a (9+) rechts der braunen – absolute geniale Route, die einer Felsroute, obwohl aus Plastik, sehr nahe kommt- mit Abstand die lohnendste schwere Tour im Rock (Julius)
3 Sterne Lila 7c (9) rechts der grünen mit einer etwas krätzigen Untergriffstelle am 2.Haken
(Erbauer: Flo Böckle)
Schräge oben auf der Terrasse
4 Sterne Schwarz 7c+ (9/9+) Max-Kraft Züge mit schwerster Passage zum Umlenker – wer kleine Leisten mag ein MUSS (Flo Böckle)
1 Stern Lila 7c+ (9+) links der schwarzen über mäßig schöne und weite Blockerzüge – das ging allerdings noch schöner – die Tour is sauschwer aber mir persönlich fehlt es an Kinästhesie J (Arne Petersen)

Kurzrezension Buch “Balanceakt – Blind auf die Gipfel der Welt – Andy Holzer“
Buchtitel Balanceakt
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  • Andy Holzer, von Kindheit weg blind, beginnt schon sehr früh mit für Blinde aussergewöhnlichen Sportarten. Er fährt als Kind Fahrrad in seinem Heimatort, er geht Skifahren und Klettern. Später klettert er sogar im Vorstieg Alpine Touren, bei denen selbst ein Sehender Probleme mit der Orientierung in der Route haben kann. Wie er das schafft und auf welchen Sinne er dabei vertraut, erklärt er sehr gut in seinem Buch Balanceakt. In all den Jahren hat er sechs der „Seven Summits“ bestiegen, nur noch der Mt. Everest fehlt. Beeindruckend sind auch Begehungen der „Gelben Kante“ an der Kleine Zinne oder der „Comici“ 7+ an der Großen. Holzer erzählt auf sehr menschliche und sympathische Art & Weise über seine Erlebnisse, das Buch liest sich flüssig, man schwankt hin und her zwischen Entsetzen und Faszination und Holzer schaffte es, mich mit seinem spannenden Roman zu fesseln. Am Ende wird man wieder daran erinnert, dass man alles im Leben schaffen kann, wenn man in dem was man tut, bestärkt wird und bereit ist zu Kämpfen. Holzer scheint ein eiserner Kämpfer zu sein – Glückwunsch.


Brenta – Neue Touren und Sanierungen
Topo Croz del Refugio
Foto: planet mountain Bild vergrößern
  • An der Croz del Refugio Nordseite wurden alte Touren z.B. von Maestri von Franco Nicolini saniert und 2012 neue gebohrt. Die Wand befindet sich unmittelbar unterhalb vom Refugio Pedrotti. Wer sich also den Campanile Basso (heisst auch Guglia di Brenta) vorgenommen hat, der kann wunderbar diese Touren anhängen. Somit lohnt der lange Zustieg von Madonna umso mehr.

Croz del Rifugio Nord 2615m

Via Bregtie

    12. September 1963 Cesare Maestri und Ernesto Carafoli, VI. Höhe: 120m.
    Nach Absprache mit Maestri wurde das alte Hakenmaterial ersetzt mit neuen Cassin Haken (keine Bolts) und jeweils 2 Bolts an den Standpläzen gesetzt. CAM´s zusätzlich notwendig. Nur für den erfahrenen Alpinisten, da die Kletterei einige run outs bereithält. Länge 1 folgt dem Pfeiler, Länge 2 bietet eine Linkstraverse zu einem Riss der in die headwall leitet. Abstieg:Auf der Südseite kurz abseilen und kurzer Pfad zurück zur Hütte.

Fessura Elena

    September 1988 Franco Nicolini, Felice Spellini und Claudio Donini, VI. Höhe: 140m
    ditto. Alte Haken wurde durch neue Schlaghaken ersetzt und die Stände bekamen 2 Bolts, Sanduhrschlingen wurden ersetzt. Auch hier CAMs notwenig und teils sehr weite Hakenabstände. Abstieg: Pfad Richtung Cima Daino und dann zum Refugio.

I Violinisti

    August 2012 Franco Nicolini mit Davide Galizzi, 8- Höhe: 130m
    Komplett durch Bolts abgesichert – sehr schöne Tour. Der Name bezieht sich auf den Koch in der Hütte, der auch Violine spielen kann. Länge 3 + 4 bietet die Cruxmit 8- Kletterei, das meiste spielt sic him 7.Grad ab. 10 Exxen, laut Erstbegeher sind keine Keile notwendig. Abstieg: das schmale Band oben rechtshaltend überqueren und über Pfad zur Hütte.

Lady Castelli

    August 2012 Franco Nicolini und Davide Galizzi, 7, Höhe 130m
    Komplett durch Bolts abgesichert – sehr schöne Tour. Steile Kletterei an Leisten und Löchern.. 10 Exxen, sonst nix laut den Erstbegehern.

„Arrampicata Sportive“ – Dolomiten Alta Badia – Sella
Schlettes Wetter
Foto: Alex Wenner
  • Von der krätzigen Kaltfront habe ich ja schon berichtet. Bei so einem Dreckswetter gehen die schweren langen touren in den Dolomiten gar nicht. Trotzdem muss man nicht Däumchen drehen, denn die Sportklettergebiete rund um den Sella/Falzaregopass sind einen Ausflug wert, an einigen kann sogar bei leichtem Regen/sChneefall geklettert werden. Wenn also das Wetter grottig ist oder instabil, dann bieten die zwar keine wirkliche Alternative für die Monstertouren der Dolos, aber besser als gar nix. Empfehlenswert für die Gebiete in Alta Badia ist der neue Führer Band 7 Sportklettern Südtirol.

    Hier gehts zum Artikel
Patrick Edlinger ist tot
Patrick Edlinger
Foto: PlanetMountain.com
  • Wie Kairn.com berichtet, ist der französische Kletterstar Patrick Edlinger im Alter von nur 52 Jahren verstorben. Die genauen Umstände seines Todes sind bis dato nicht bekannt.

    Traurige Nachrichten: Mit tiefer Trauer haben wir vom Tod der französischen Galionsfigur des freien Kletterns, Patrick Edlinger, erfahren. Er starb am 16.11. im Alter von 52 Jahren. Die Ursache seines Todes ist derzeit nicht bekannt. Die „Bild“ schreibt, dass er von einer Treppe seines Hauses gestürzt ist.

    Patrick Edlinger galt als einer der Pioniere der freien Kletterns auf dem gleichen Niveau wie die Mythen Patrick Berhault oder Jean-Claude Droyer.

    "The Blond" war mit Catherine Destivelle und Alain Robert einer der berühmtesten französischen Botschafter des Freikletterns. Er wurde in den 80er Jahren schnell zu einem Weltstar des Klettersports.

Patrick Edlinger
Foto: PlanetMountain.com Bild vergrößern

Die breite Öffentlichkeit wird sich an die Einfachheit seines Lebensstils und der Bestrebungen nach Freiheit erinnern, die Generationen geprägt und ein Wachstum Klettersports ermöglicht hat.
Wir möchten unser aufrichtiges Beileid an die Familie zum Ausdruck bringen. Heute verlor die Welt einen bedeutenden Wegbereiter des Klettersports.

    Mit 13 Jahren begann er mit dem Klettern, vier Jahre später verließ er die Schule und sein Elternhaus, um sich in Südfrankreich ganz seiner Passion hinzugeben. Ein Jahr später lernte er mit Patrick Berhault einen ganz Großen des Klettersports kennen und die beiden wurden Freunde. Patrick kletterte viele Touren solo. 1982 gelang ihm als Erster mit „La polka des ringards“, eine 7c onsight und 1989 die free solo Begehung von „Orange Mechanices“ 8a in Cimai. Sein zweites Zuhause war aber die Verdonschlucht in Südfrankreich. An den bis zu 400 m hohen Klippen eröffnete Patrick viele schwierige Touren, dort gelang ihm auch mit „Les Specialistes“ die vielleicht erste 8c der Welt (jetzt 8b+) und frühe Wiederholungen von Touren wie „Maginot Line“ 8c in Volx.
    Er gewann die ersten offiziellen Kletterwettkämpfe in Bardonecchia 1985 und Arco 1986, Anfang 1990 teilte er sich mit Glowi den Rockmastertitel. Weltweit berühmt wurde Patrick durch seine Filme "Das Leben an den Fingerspitzen" und "Opera Vertical".

    Einen beeindruckenden Clip von Patrick bei einem Free Solo gibt es auf Youtube

Info: climbing.de

Rest days – Dolomiten 2012
Futuristischer Museumseingang
Foto: Alex Wenner
  • Bei Regen und Schnee taugen auch die Klettergärten im Tal nix mehr, da hilft nur Sauna, oder Ausflüge, zb ins Messner-Museum auf den Monte Rite, südlich von Cortina.

    Zum Artikel
Glowi kommt nach Weinheim
Glowi in der Wand
Foto: S. Glowacz Bild vergrößern
  • Stefan Glowacz kommt nach Weinheim!
    Am 16.11. um 20 Uhr ins Rolf Engelbrecht Haus.
    Kartenvorverkauf beim DAV Weinheim und Diesbach Medien

Alex Huber im November in Bad Dürkheim

  • Der Lionsclub Bad Dürkheim hat Alex Huber zu einem Vortrag eingeladen.
    • Wann?
      30.11.2012 um 20:00 Uhr
    • Wo?
      Salierhalle Bad Dürkheim
    • Thema:
      Die fünfte Dimension: Der Berg-Die Zeit-Der Mensch. Der Erlös dient einem sozialen Zweck.
    • Preis:
      Erwachsene 15,- Euro, Schüler und Studenten 10,- Euro
      Kartenvorverkauf gibt es unter www.reservix.de

Info: Ingo Bischoff


Straße zur Burg Trifels wegen Bauarbeiten für drei Wochen gesperrt
Burg Trifels
Foto: MfG web Bindersbach
  • Die Zufahrtsstraße zur Burg Trifels ist ab dem 5.11.2012 wegen Bauarbeiten für drei Wochen gesperrt. Nach Angaben der Kreisverwaltung ist die Trifelsstraße an mehreren Stellen abgesackt und rissig. Der Hang werde abgestützt und der Straßenbelag für rund 150.000 Euro erneuert. Das Land schießt knapp zwei Drittel zu. Die Burg Trifels und die Hotels sind in dieser Zeit nicht mit dem Auto erreichbar. Für Wanderer ist die Burg an den Wochenenden geöffnet.

Neutour am Haubenthaler Fels – Pfalz
 
  • Rechts vom klassischen „Ostwandriss“ 9- bietet der „Haubentaucher“ 8- anscheinend neue Pfälzer Klettermeter, die zwischen erstem und zweitem Ring gerne CAMs aufnehmen.

Info: Ingo Bald

Civetta Torre Venezia – Andrich Fae – Feedback eines Lesers
Klaus Biehn in der 90 m Ausstiegsverschneidung der Andrich Fae – Torre Venezia  Dolomiten, Foto: Alex Wenner
Foto: Alex WennerBild vergrößern
  • Paul Hinterwimmer, Bayer und Höhenbergsteiger über unseren Tourenbericht:
    „Mit Spannung las ich Deinen Bericht vom Sommer 2010 über obige Route mit den super Fotos. Danach wurde mir glasklar, dass wir uns heuer verhaut hatten, nicht in der Route sondern vorher bei der Auswahl des Führers. Darin war die Bewertung V+, eine Schwierigkeit die wir 2 Tage vorher in der Route Decima in der Pala de Masenade Südwand genossen hatten. In der Ausstiegsverschneidung gab's dann eine extra Einlage, was den Erinnerungswert steigerte. Es fing an zu Hageln. Zum Glück nur ganz kurz. Petrus schien das aber nicht zu gefallen und stellte diesen Blödsinn schnell ein. Danke für die Klarstellung
    (Anm.d.Red: des Schwierigkeitsgrades) durch den Bericht, den hoffentlich viele Aspiranten vorher lesen.“
  • Hier gehts zum Andrich Dolomiten Artikel.

SANSI Sitzung am 9.11
Logo SanSi
  • Wann?
    9. 11. 2012, 19:30 (Dauer ca. 2 Stunden)
  • Wo?
    Brunnenhof in Wiltgartswiesen
Tagesordnung:
  • Unfälle (des Sommers 2012) und Schlussfolgerungen
  • Sanierungen
  • Planung Outdoor-Einsatz (wahrscheinlich am WE 24./25.11.)
  • Neuigkeiten zu diversen Punkten

    O-Ton HJC:
    “By the way: Der Wirt freut sich nätürlich, wenn auch was gegessen wird. Falls ihr das vorseht, kommt bitte etwas früher, damit wenigstens schon die Bestellungen raus sind wenn wir um 19:30 anfangen.“

Rezension “George Livanos – Über dem Abgrund”, Müller Verlag, 1960
Über dem Abgrund Buchcover
  • George Livanos, oder Le Grec, der Grieche, 1922 geboren und in Südfrankreich Marseille lebend, hat einige bedeutende Touren u.a. in den Dolomiten erstbegangen.

    Sein berühmtester Spruch: "Better one more peg than one man less… especially if that man is me! – Besser ein Haken mehr, als ein Mann weniger, gerade wenn ich der Mann bin“

    Oder: "I climbed with around 300 guys, e basta"

    Frühe Wiederholungen der Cassin – Westliche Zinne (10. Begehung), Cassin am Torre Trieste oder Vinatzer an der Marmolada, beginnt der „Meister“ wie er sich selbst nennt, Sestogradisten Touren in den Dolomiten erstzubegehen (~40 Erstbegehungen allein in den Dolomiten). Bei seinen Wiederholungen und Erstbegehungen kletterte er laut seinem Tourenbuch ~ 64000 Meter allein in den Dolomiten. Dabei schlug er in all seinen Touren mehr als 25.000 Haken (inkl Calanques, Westalpen)! Zusammen mit Sonia und Robert Gabriel begeht er einige heute klassische Linien an der Cima Su Alto/Civetta, erste Begehung des Grande Diedre, sesto superior (6+), die damals als das letzte große Problem der Dolomiten gehandelt wurde.
In seinem Buch „Über dem Abgrund – Senkrecht bis überhängend“ präsentiert er sich als krass egomanisch, sein Schreibstil ist für die 1960iger Jahre schon einzigartig cool, selbstverliebt, dadurch sehr unterhaltsam, anders als alpine Literatur seiner Kollegen aus dieser Zeit. ER weiss er klettert sehr gut, bringt dies aber auch manchmal extrem übertrieben und narzistisch zum Ausdruck. ER, der von sich selbst überzogen überzeugte Überkletterer dieser Jahre. Was wohl ein Bonatti, Cassin, Detassis oder Solleder, die mit ihm kletterten, über ihn gedacht haben... Ein lustiger Geselle scheint er auf jeden Fall gewesen zu sein, der Grieche, der mit 55 Jahren das Klettern an den Nagel hängte. In den 1970igern, 20 Jahre nach der Erstbegehung seiner Su Alto Wand, kletterte er mit seiner Sonia nochmal durch O-Ton: „No peg in site!” Schwerpunkt im Buch „Über dem Abgrund“ sind die Dolomiten, was mir sehr gut gefällt.

George Livanos starb 2004 im Alter von 81 Jahren.
5 von 5 Sternen

  • Zu beziehen nach wie vor über ein Antiquariat – Preise differieren von 5 - 30 Euro je nach Anbieter
  • Georges Livanos
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    Die Zufahrt zum Trifels, Jungturm usw. ist ab dem 4.11. unter der Woche gesperrt.

    Info: PK


    Rückruf Ropeman 3
    Ropman3

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