SKYLOTEC High Protection. Best Performance.
Red Chili climbing gear
Red Chili climbing gear
zur palatinum Gallery
bouldern
scubavideo - film über und unter wasser
logo palatinum


Archiv Juli 2012...

Windjammer wiederholt
Lioc Foaasrd in "Windjammer"
Loic Fossard in „Windjammer”
Foto: Alex WennerBild vergrößern
  • Stan Beltier (Elsass) wiederholte den Klassiker „Windjammer“ 10- am Fischfels.

Info: Yann Corby


Wilgartswiesen – Bavaria Fels, erneuter Kletterunfall

  • Am Mittwochabend ist es zu einem weiteren Kletterunfall gekommen. Gegen 19 Uhr war eine Viererseilschaft am Aufstieg zum Bavariafelsen bei Wilgartswiesen. Als der erste Kletterer, ein 31 jähriger Mann aus Worms, gerade das Gipfelplateau besteigen wollte, rutschte er aus und fiel ca. 7 Meter in die Tiefe. Aufgrund seiner Sicherungen rutschte er nicht noch weiter ab.
    Der 31Jährige blieb auf einem Vorsprung in ca. 30 Metern Höhe an einer senkrechten Felswand liegen. Dort wurde er dann von einem Rettungssanitäter versorgt, bevor er durch die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Maikammer/Wernersberg mittels eines Tragekorbes nach unten gebracht werden konnte.
    Nach der Erstversorgung wurde der Mann mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Ludwigshafen geflogen. Er erlitt schwere Verletzungen im Beckenbereich, Lebensgefahr besteht jedoch nicht.
    Neben der Höhenrettung waren auch die Feuerwehren Wilgartswiesen, Hauenstein und Spirkelbach im Einsatz.

Info: Polizei Westpfalz

Abgestürzter Kletterer - Büttelfels

  • Ein Kletterer ist gestern Morgen abgestürzt und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, wollte der Mann mit anderen Kletterern einen Felsen in Dahn besteigen. Nach Angaben der Polizei stürzte der Niederländer vom Büttelfelsen in Dahn aus einer Höhe von sieben Metern auf einen Felsvorsprung. Seine Kletterkameraden seilten den Mann auf ein Zwischenplateau ab, damit er medizinisch versorgt werden konnte. Wie die Polizei mitteilt, erlitt er schwere Verletzungen am Becken und an der Wirbelsäule.

Info: SWR-online

SKYLOTEC Seil „Stroke” im Praxistest – Der Ferrari unter den Kletter-Seilen
Kletterseil STROKE
Sanierung Pfalz - Trifels

  • Am neuen Pfeilerweg, 2. Seillänge, aka "Hello Darkness" 9-/9 wurde die alte vergammelte Gerüstöse fachgerecht saniert. Danke.
Buch Rezension “Alpine Sportklettertouren Nördliche Dolomiten – Armin Oberhollenzer“
Erschienen im Athesia Verlag - Bozen im Juli 2012
Alpine Sportklettertouren Nördliche Dolomiten – Armin Oberhollenzer
  • Lange habe ich auf diesen Führer gewartet, eigentlich sollte er bereits im März erscheinen, beziehen konnte man ihn dann letzte Woche. Endlich, er versprach 100 bestens recherchierte Touren von 6a bis 8a in folgenden Gebieten der Dolomiten: Sella und Langkofel, Schlern, Rosengarten, Hl. Kreuzkofel, Fanes-, Falzarego-, Tofane, Cristallo, Nuvolau und Croda da Lago, Drei Zinnen, Pomagagnon. Präzise (Anm.d:Red: auch wenn die BH die Linien vorgeben, präzise sind Oberhollenzers bei einigen Touren überhaupt nicht) und anschauliche Routenverläufe und QR Codes für kostenlose Downloads. Das klingt super und die Erwartungen waren hoch - vielleicht zu hoch ?
Der Führer im Einzelnen

    Das Titelbild: Ein Kletterer turnt am „Sass Ciampac”, mit einer Dyneema am Bolt gesichert fürs Foto und die rechte Hand im Karabiner, also technisch A0....interessant, oder unter dem Aspekt von Seite 8 des Führers, wo das Alpine Sportklettern definiert wird:"..bezeichnet den sportklettermäßigen Bewegungsstil, mit dem eine Route durchklettert wird." Aha, und genau da liegt der Hund begraben. Nicht nur einigen Südtirolern scheint der Grad wie auch der Begehungsstil egal zu sein, da wird im Text von 8a (9+/10- oder 10-) gesprochen, im Topo eine Seite weiter rechts ist die härteste Länge von „Akut” an der Zinne glatt 9.

Bewertungen & Begehungsstil bei Alpintouren - Off-Topic

    Was Generationen seit den End-Siebzigern versucht haben in Untergraden feinst abgestuft zu bewerten, wird in den Dolomiten mit diesem Führer und anderswo, übern Haufen geworfen und scheinbar nicht nur dort, denn wo wird gefühlt mehr gelogen, als in Alpinrouten, wo es womöglich noch nicht mal der Seilpartner nachvollziehen kann, ob der Kollege genullt hat, oder nicht oder beide af geklettert sind - die meisten froh irgendwie durch eine Tour gekommen zu sein ? Früher als auch heute noch ist es für mich wichtig, dass man eine Tour sauber durchklettert, auch in den Alpen, da sind wir früher schon zb an den Wendenstöcken wieder zurück zum Stand oder zum letzten no hand für eine RK-Begehung, auch wenn ich in der Seillänge knapp vor Ende rausgeflogen bin, Hänger wurden nicht akzeptiert.

    Beispiel 1: Letztes Jahr kletterten wir „The Wall” am Falzarego, bis auf Länge 10 alles on sight. Ursprünglich die 10. Länge mit 8 gewertet, Ferdl und Elias (klettern beide 10er) 1 Tag vorher durch O-Ton: „...mit 8 hat das nix mehr zu tun, da fehlt einiges an Griffen" und "...man sieht noch die chalk-spuren an den Ausbrüchen”, genau wie in der 9. Länge, auch die ist schwerer als im Topo angegeben (6b+ im Topo vs 6c+). Wir 1 Tag später, ich kletterte die 10. Länge im zweiten Versuch trotz der Uhrzeit (es war schon kurz vor 18 Uhr), also nach Abflug nochmal runter zum Stand, und bewertete sie nach DURCHSTIEG mit 9- (mit Ausruhen in den Bolts mag das u.U. 8 sein). Wieviele klettern sowas A0 oder ruhen und verschweigen diese Info folgenden Seilschaften? Keine Ahnung, jedenfalls am Tag, als Ferdl die Tour kletterte war eine österreichische Seilschaft (Mann und Frau) drin unterwegs und die kletterten diese 10. Länge gar nicht und seilten vorher ab. Ein guter Kletterer aus Graz, der auch da unterwegs war und über die Tour abseilte gab zu, die Länge nicht sauber geklettert zu haben (wir hatten ihn ohnehin mit dem Fernglas beobachtet :)) O-Ton: „Sauschwer, ein 8er geht normal locker.” Auf der Website von der Mann/Frau Seilschaft jedenfalls kann man das nicht nachlesen, da klingt es so, als hätten Sie die Wall geklettert. Warum steht da nicht: abgeseilt nach Länge 9?

    Beispiel 2: Trettach vor etlichen Jahren- „Spiel der Geister” von Robl. Nach uns ein von einer großen Bergsportfirma gesponsorter Spitzenkletterer aus dem Allgäu, der in jedem Haken ausruhte - auf seiner Website oder der Seite des Sponsors wird „Spiel”, das wirklich nicht sonderlich hart ist (Kombi Länge ohne Stand max 8- (7 + 7- kombiniert) als geklettert gepostet und nach Angaben von ihm, hat er schon weit heroischere Ziele in den Alpen gepunktet bis in den 10. Grad sogar - aha, da sollte das Spiel der Geister doch ein Spaziergang sein im on sight. Mit Ruhen sind die gekletterten Stellen in einer 45 m Seillänge ohnehin ein Witz.

Wie kommen unverständliche Bewertungen zustande?

    Warum soviel Text und eine so lange Einleitung: weil´s nervt und ich mir, nach all den Alpentouren die ich geklettert bin, immer wieder die Frage stelle, wie manche Bewertungen von Alpen-Touren zustande kommen und warum diese über die Jahre wie fest gemeißelt in den Topos falsch drin stehen. Das Ego dieser Kletterer ist scheinbar größer als ihre Ehrlichkeit, um auch seriöse Bewertungen von Routen zu bestätigen, ab- oder aufzuwerten, bzw. klar darlegen, dass sie die Schlüssellänge nur technisch klettern konnten. Routen verändern sich, gerade in den Dolos, u.U. schon von einer zur nächsten Begehung, von daher muss es gerade im Interesse eines Autors liegen einen Führer vorzulegen, der möglichst auf dem aktuellen Stand ist und genau da liegt Hund begraben. Bei dem neuen Dolo Führer ist eins klar - die Rezeptur: man entnehme alle Infos der Datenbank von planetmountain und mache daraus einen Topoguide. Das bringt wenig Aufwand und schnelle Kohle? Ach was, bei der für Führer doch eher geringen Auflagezah, ist das doch sehr idealisitsch gedacht. Also, bin ich als Autor doch wenigstens daran interessiert, dass das vorliegende Werk weitgehend ohne grobe Fehler vorliegt und man Veränderungen auf den neuesten Stand bringt. ABER dazu muss man die Touren auch klettern und am Ende nach Zeichnung auch korrekturlesen.

Führer - Alpine Sportklettertouren Nördliche Dolomiten -
Beispiele, die nicht passen

    Seite 1: Innenband (siehe auch S. 40): zu sehen - Die Grödnerführe am 1. Sellaturm - Topo > falsch > Länge 5 mit 0 BH ist nicht 6a+ sondern genau das Grödnerdach, die 7c+ (die sicher mehr als 3 BH hat), die 6a+ ist die darunter. Hätte der Autor die Tour geklettert, hätte er dieses Topo nicht 2x falsch veröffentlicht. Kommt vom Guttenbergen - Abschreiben und das auch noch falsch. Das gleiche falsche Topo wird übrigens im Führer Arrampicare Sportive E Vie Moderne von 2011 gezeigt - na Bravo!

    Seite 44: Delenta Carthago - die bin ich schon 2 mal hochgestiegen und ich hatte dem Autor höchst persönlich die Veränderungen bereits im Dezember 2011 per Email mitgeteilt - scheinbar uninteressant, denn unten in Länge 1 zeichnet er 4 geschlagene Haken ein, die es faktisch nicht gibt (es gibt einen einzigen mit Schlinge dran, der links in der Schober stickt und den man mitclippt) und einen Bühler am Stand der Schoberführe 5 m drunter) und die geschlagenen gab es auch schon 2009 nicht. Der Autor: Abgemalt von falschem planet topo- nie geklettert scheinbar. Länge 2 ist keine 6b mehr, die wurde aber nur etwas schwerer, 6b+ etwa. Das ist aber egal.

    Seite 54: Non ci ..blabla Tour ist als Technotour drin, die Via Italia 8a 15 m rechts davon (gibt ein Topo im Netz) nicht.... was ist mit dem Anspruch der Vollständigkeit ? Zudem ist die Via Italia bekannter.

    Seite 114: Orizzonti di Gloria - bei der Tour ist auch klar, dass diese definitiv nicht von den Topozeichnern frei geklettert wurde. Länge 2 wird in dem Guide mit 5 bewertet - dieses Topo gibt's genau so bei planet. Der Standplatz ist zudem falsch eingezeichnet im Topobild. Länge 2 ist 7-/7 und die gar nicht so leicht, genau wie Länge 5 schwerer als 6 ist, also eher 7-. Egal, zwischen 5 und 7 sind ja nur 2 volle Grade.

    Seite 116: Wall - da hatte ich Oberhollenzer über seinen Verlag die Änderungen mitgeteilt - Topo ist das alte, dass im Strobl aushängt - nett, aber falsch. Länge 9 ist definitiv 1 bis 1.5 Grade schwerer als Länge 4 und Länge 10 ist durch etliche Ausbrüche heute deutlich schwerer als 8, also 9-, in dem Topo mit 8 mit 12 BH. Auch das ist falsch, es sind 7 BH in der Länge, die keine 30 m, sondern eher 20 m hat. Zudem, und das ist für einen Tiroler der Oberhammer, - nein, die Wall ist nicht an der Pyramide di Cima Bois - sie ist am Großen Falzaregoturm. Die Pyramide ist 150-200 m weiter rechts an der Cima Bois.

    Seite148: in mehreren Internetforen wurde klargestellt, dass Pacchia am Tofana Castelletto in der Schlüssellänge nicht 7a+ (Originaltopo) sondern max 6c ist (gefühlt in der Crux nur 6b) - Egal, Herr Oberhollenzer druckt das falsche planet mountain Topo ab, genau wie auf S.146 in der Grande Guerra - Original mit 7a bewertet, heute auf 6b+ korrigiert. In dem Guide wird sie nachwievor mit 7a angegeben.d

    Seite 150: Die Wandfotos - keine Ahnung wie sinnvoll die sind, jedenfalls ist die Linie Mai Molar falsch eingezeichnet.

    Seite 163: Länge 6 ist nach Griffausbruch 6c+, auch das wurde nicht berücksichtigt.

    Seite 175: Supertegolina wird heute mit 6c bewertet, nur das planet topo (das alte) spricht da noch wie der Autor von 7a und schreibt witzigerweise im Text: etwas überbewertet - warum wertet er es dann nicht im Topo und in der Textbeschreibung ab?

    Seite182: Re Artu: Text: Genuss, gut gesichert! Das ist fast fahrlässig, denn hätte der Autor sie mal geklettert wäre ihm aufgefallen, dass z.B. die 1. Länge eher sogar potentiell gefährlich ist mit 3 BH an unnötigen Stellen auf 40 m (gerade von BH 2 zu BH 3 ist soweit verbunden mit Groundergefahr), diese Länge ist auch schwerer als 5b. D.h. die für mich wesentliche Info fehlt. An jedem Stand ist zudem jeweils nur 1 BH und oft lässt sich dieser nicht hintersichern. Gut gesichert ist die 6b Länge oben, die ist eher sogar übersichert.

Summa summarum kann man sagen:

  • Scheinbar ist es so, dass der Autor wenig Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit, auch was Grade und Veränderungen betrifft, hat.
  • Routen-Details und wichtige Hintergrundinfos (hätte der Autor die Touren geklettert, hätte er diese auch erwähnt) werden nicht erwähnt.
  • Topos sind alle bekannt aus dem Internet - wirklich nix neues in dem Führer.
  • UIAA und Franz Bewertungen werden immer wieder vermischt.
  • Detailinfos zu Zu-, Abstiegen sind mir zu wenig. Für Gebietsfremde reichen die gebotenen Infos nicht aus und erfordern einen zusätzlichen Führer mit mehr Details.

Fazit:

    Ich meine, als Autor übernimmt man für das Gedruckte Verantwortung, dass sich da einzelne Fehler kaum vermeiden lassen ist klar. Man merkt aber diesem Werk deutlich an, dass hier einer die Idee hatte, mit all den neuen BH-Touren in den Dolos ein paar Dollars zu machen, die Topos sind im wesentlichen die, die man bei planet mountain findet, in Bildern untergebracht, die der Autor persönlich gemacht hat. Wieviele Touren davon hat er persönlich gemacht - das wäre interessanter ?
    Mein Tipp an den Autor: Alle Touren klettern und Topos korrigieren - 2 .Auflage drucken. So jedenfalls kaum mehr als 2/5 Sterne. 2 Sterne deswegen, da man eine schnelle Übersicht bekommt an BH Touren rund um Cortina - die Wandbilder sind gut. Da muss man als Referenz die gut recherchierten Topos von V. Roth erwähnen in seinen Topo Guides I und II.

Rezension: Alex Wenner

Boulder Magazin Teil 3 – Die Letzte Ausgabe – 1983
Boulder Magazin Teil 3 – Die Letzte Ausgabe – 1983
Foto: T. BallenbergerBild vergrößern

    Der dritte Teil des Boulder Magazins erschien 1983 und beschrieb die doch recht rasche Entwicklung des Sportkletterns in den 1980ern. 1983 wurde in Europa mit dem „Face“ 10- durch Jerry Moffat am Schnellneckkopf der 10. Grad eingeführt, man wusste aber auch bereits von Yaniros „Grand Illusion“ 10- in USA, die er bereits 1979!! geklettert hatte oder vom „Genesis“ 9+ von Collins auch aus dem Jahr ´79. Demnach konnte man nicht vom Face als ersten Zehner weltweit sprechen. Face ist europaweit der erste Zehner, auch heute noch. Im gleichen Jahr eröffnete Moffat in England „Masters Wall“, die er auch mit 10- bewertete. „Ekel“ von Moffat im Nördlichen Frankenjura war damals noch mit 9+/10- bewertet, heute 9+. In Australien kletterte Kim Carrigan mit „India“ 9+ (29) die dortige Spitzenroute. Frankreich hing da bisschen hinterher, „Papi on sight“ 8a im Verdon kam erst ein Jahr später, wie auch die erste 8a in Buoux. Mit „Ca glisse aux pays des Merville“ 9+ (8a- das minus gibts heute gar nicht mehr, entweder ist die Tour 8a, oder 7c+) kletterte Patrick Edlinger 1983 die in Frankreich bis dahin härteste Tour. „Fenrir“ und „Chrysalis“ im Verdon wurden von 8b respektive 8ab abgewertet auf 7c+ und 7c. Güllich (3. Begehung) bewertete „Fenrir“ mit glatt 9. Die vierte Begehung gelang Wolfgang Kraus.
rechte Seite – Milan Sykora in „Ameisentrail“ 8 am Rödelstein / Pfalz Foto: G.Heidorn
Foto: G. HeidornBild vergrößern
    Die Pfalz, anfangs noch Vorreiter, mit dem aus dem Elbsandstein und aus USA mitgenommene Wissen von Reinhard Karl, Richard Mühe und Güllich für das „neue“ Freiklettern, stagnierte. Dort war man immer noch mit der Resterschliessung diverser 8er Touren und freier Begehungen bis max im 9. Grad beschäftigt. Der Anschluss an die weltweiten Spitzentouren und Gebiete wurde verpasst. Der gut strukturierte Sandstein auf der einen Seite und die Brüchigkeit anderer Wandpartien ließen erstmal keine schwierigere Linie zu. Die Pfalz bekam trotz der recht bescheidenen Anzahl an Topwegen Besuche von Spitzenkletterern aus der ganzen Welt. Die deutsche Spitze, darunter neben Güllich, der noch in der Pfalz wohnte (Wehrdienst im gleichen Jahr im Jura, zog dann um nach Oberschöllenbach zu Kurt Albert in die WG), Glowacz, Gschwendtner, Schmid etc., aber auch Leute wie Laurent Jacob aus Frankreich, Kim Carrigan aus Australien kamen in die Pfalz zum Klettern, ich nehme an wegen Wolfgang.
    Anm.d.Red: W. Güllich, S .Gschwendtner und K. Albert bekamen für ihre aussergewöhnlichen Leistungen am Fels 1985 das Silberne Lorbeerblatt, die höchste verliehene sportliche Auszeichnung in Deutschland.

Ein paar Auszüge aus dem Heft 3 , Highlights aus der Pfalz Chronik

  • Pfeilerweg - Trifels (Anm.d.Red. von Wolfgang Kraus anfangs mit glatt 9 bewertet) – mehrere RP Begehungen u.a. durch Wolfgang Güllich Aug.1982 (8+ bis 9-)
  • Wie die Wilden Tiere – Buchholz, 1. Beg RP ohne vorheriges Topropen W. Güllich Sept.1982 (8 und 8+) 2 Seillängen. Nach Aussagen des Erstbegehers eine der absoluten Toprouten der Südpfalz überhaupt, einmalige Linienführung, absolut fester Fels
  • Ostwand – Dingentalturm 3. Beg. RK Sepp Gschwendtner Mai 1983 (8)
  • Privatweg – Spirkelbacher Rauhfels, bereits mehrere RK Begehungen u.a. durch Stefan Glowacz, Sepp Gschwendtner, Bernhard Schmid, alle Okt.1982
  • Mäandra – Luger Geierstein, 1. on sight W.Güllich 1982 (8-)
  • Maitrauer 1. Beg. M. Schindler, H.J. Cron am 5.6.82, 3 SL, 2. Beg. Wolfgang Kraus Juni 1982, 1. RP W. Güllich (8+) – ingesamt sicher einer der eindrucksvollsten Freikletterwege in der Südpfalz. Der Routenname soll an Reinhard Karl erinnern.
  • Batman 3. RP Laurent Jacob 1982 (a good french 7b)
  • Im Westen nicht Neues – Nonne, vermutlich 1. RP Laurent Jacob Frühsommer 1982 (Franz. 7c), 2. RP Kim Carrigan Juni 1983 (26 nach australischer Skala)
  • Sandsturm – Rödelstein, 3. Beg S. Glowacz
  • Ameisentrail – Rödel, 4. und 3. RP L. Jabob (french 7a), 5. Beg S. Gschwendtner Okt.1982 (8+)
  • Norddach- Rödel diverse amerik. Begehungen, u.a. durch L. Jacob (7b, RP, schwieriger als Foops/USA), W. Güllich on sight (8) und S. Gschwendtner (RK)

Kim Carrigan – Australien – Kommentare zur Pfalz
Though still its infancy, the last few years have seen free climbing blossom in the Pfalz, the Frankenjura and several smaller areas, much to the consternation of the old-guard climbers. While the Pfalz offers some interesting sandstone climbing, it is rarely of exceptional quality, however the Frankenjura is a different story.

In der Pfalz hatte Kim folgende Touen geklettert und wer schon immer mal wissen wollte, wie die australisch bewertet sind, here they are:

  • Hexentanz 8+ bzw 24 (nach austr. Bewertung)
  • Ohrensausen 8+ bzw 24
  • Batman 8+/9- bzw 26
  • Im Westen nichts Neues 9- bzw 26
  • Ameisentrail 8+ bzw 25

In Memoriam

    Das Boulder 4 sollte im Spätsommer 1984 erscheinen und ist nie erschienen. Themen wären gewesen: Chronik, Klettergebiete in der BRD, Frankenjura Teil 2, Böhmischer Sandstein, Northwales, Der Senkrechte Pfad – Essay von J.Gill usw... Schade. Einerseits wegen gesundheitlicher Probleme von Diefes (vgl. Juni News), andererseits wegen der Finanzierung des Hefts.

    Das Nachfolgemagazin „Rotpunkt“ unter anderer Regie wie Linsenmaier/Wagishauser et.al erschien erstmals 1985, also 2 Jahre nach dem letzten Boulder. Rotpunkt Heft 1 sehr Schwäbische Alb lastig, Heft 2 kam dann im Jui 1985, solange bis das Magazin Klettern, das erst viele Jahre später auf den Markt kam, das „Rotpunkt“ integrierte und irgendwann mal im Aither (laut griech. Mythologie – im oberen Himmel) verschwinden liess.

Texte: Alex Wenner


Neutour am Burghalde

  • Burkhard Hornauer kletterte am Burghalde eine neue Kombination.
    O-Ton: „Super Ausdauertrainingsroute“.
    Sie startet in „Route 66“ 8-, geht bis zum Umlenker von „Wendehals“ 8+/9- (dort lange Schling einhängen), quert über Leisten in die Schlüsselstelle von „Gib dem Affen Zucker“ 8+ und steigt dies aus. Das ganze bekam den lustigen Namen „66 Wendeaffen“ und ist 9-.
Der Hornauer zwickt wieder
Burkhardt Horner
Foto: Burkhardt am Tenorsax
  • Burkhardt Hornauer, der in den 1980ern zusammen mit Altstar Wolfgang Kraus viele schwere Touren wie “Ursprung” 10- am Rödel, “Halbe-Halbe” 9+ oder “Big Easy” 9 am Retschel (zudem bohrte er das “Hokus Pokus” 10- ) kletterte, is back. Zwischenzeitlich hatte
    Burkhard das Klettern an den Nagel gehängt und war viele Jahre gar nicht mehr Klettern. Getroffen hatte ich ihn schon im Frühjahr am Jungturm, das letzte Mal zusammen geklettert sind wir in Colias in Südfrankreich Anfang der Neunziger.
    O-Ton am Jungturm 2012:
    “...naja, ein 9er geht wieder :)”
    Neulich hat der “alte” Hornauer in Baldur im Elsass “Le Cloches de Baal” 8a geklettert.
    Klasse Burkhardt!

Elsass Climber in der Pfalz

  • Marc Ott wiederholte "Domina" am Bruchweiler Geierstein,
    "Windjammer" am Fischfels und "Kreuzzug ins Glück" Buchholzfels,
    alle 10-, alle sehr schön.

Info: Yann Corby


Im Fegefeuer - Rödelstein


  • Mit dem "Fegefeuer" 8- rechts vom Teamwork am Rödelstein, kletterte Maria Thieme am Wochenende ihren ersten Pfalz-Achter. 8er hat sie im letzten Jahr einige geklettert, nur eben nicht in der Pfalz.
 
Agoge (8/8+, 400m), Cima Scotoni
Agoge (8/8+,400m), Cima Scotoni
Foto: Mfg Simon GietlBild vergrößern
  • Die Südtiroler Gietl Brüder kletterten diese neue Linie im Juni 50 m rechts der klassischen Lacedelli 8. Die Route scheint ein guter Mix zu sein aus Rissen, Platten und Überhängen. Bruch gibt's auch, ungünstigerweise in den 3 schwierigsten Seillängen. Es gibt ein paar geschlagene Haken, aber im wesentlichen wird die Tour mit Keilen, Cams und Rocks abgesichert. Was es zudem braucht, ist ein „Arsch“ in den Hosen, lange Strecken müssen ungesichert geklettert werden und vor allem braucht es ein gutes Gefühl für „Routenfindung“, da keine Hakengalerie die Route ziert.
Fitz Rock in Landau geht in die Endphase
Illustration FitzRock
16 m hoch und fett ausladend
  • Laut Anabol alias Martin Schehl wird ab dem ersten/zweiten Augustwoche im Fitz Rock gerockt:

Klettern ist unsere Leidenschaft

    Willkommen im Treffpunkt für alle deren Herz höher schlägt wenn es hoch hinaus geht. Sport- und Alpinkletterer, Allrounder und Boulderspezialisten, Einsteiger und Könner, FITZ ROCKS ist für Euch gebaut. Gelegen vor den Toren eines der geschichtsträchtigsten Klettergebiete Deutschlands, über 2700 m² Kletterfläche indoor - auf drei Ebenen - ein Klettershop von Kletterern für Kletterer und eine Gastronomie, die weit über die üblichen Bistroangebote hinausgeht. Dazu ein angegliedertes, topmodernes Fitnessstudio mit einmaliger Wellnessoase - das macht DIE Kletterhalle der Pfalz zu einem ganz besonderen Erlebnis.
    http://www.fitzrocks.de/

8b Neutour von Westphal/Schehl am Rotenstein/Pfalz

  • Am Pfälzer Rotenstein haben Julius Westphal und Martin Schehl eine Neutour gebohrt, die Julius danach punktete. “Führerader” ist 8b (10) und bietet ausser viel Bruch auf dem Weg zur Crux offenbar schicke athletische Züge in einer 45° Schräge.
    O-Ton Julius: "Der totale Schrott" - na dann....Pfalz-Fans werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Aktuelle Felssperrliste Südpfalz


Sperrliste Südpfalz, Stand 2. Juli 2012
    Aus Naturschutzgründen werden Kletterer und Wanderer aufgefordert, die folgenden Einschränkungen zu berücksichtigen. Ergänzend zu dieser Liste erfolgt bei den zeitlich befristeten Sperrungen eine Beschilderung vor Ort. Bei Unstimmigkeiten zwischen Liste und Schildern sind die Schilder maßgebend!
    Alle Felsen, die aus Vogelschutzgründen im Frühjahr gesperrt waren, sind alle wieder zum Klettern geöffnet.

Vollsperrungen: zurzeit keine

Teilsperrung: zurzeit keine

Sonstiges
Unabhängig von den zeitlichen Einschränkungen besteht für die folgenden Felsen eine sonstige Einschränkung

  • Bänderfels (gesperrt ist der Kaiserweg)
  • Heufelsen Hauptgipfel (gesperrt sind alle Touren incl. ihrer Varianten von der "grünen Wand" bis zur "Direttissima")
  • Schafsfelsen Schandarie - Holderturm (gesperrt ist der Gipfel der Schandarie)

Info: PK

 

zu den älteren News