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Archiv Juni 2012...

Ein Roadmovie aus den 90ern mit Büchele
Klaus Büchele in den 1990ern
Klaus Büchele in den 1990ern
  • Ein ganz normaler Tag, der ganz normale Wahnsinn.
    Ich erinnere: 1988 haben Wolfgang Widder und Klaus Büchele, die beide später bis 8c (11-) kletterten, die Gerüchteküche 9+ am Rödelstein e.g erstbegangen. Klaus, zu der Zeit wohnhaft in Giessen, war zudem ein exzellenter Wettkämpfer und ich traf ihn des öfteren im Frankenjura, wo wir Anfang der 90er fast jedes Wochenende zum Klettern waren. So ein typischer Büchele-Tag, der extrem zeitoptimiert und Routenoptimiert sein musste, war streng durchorganisert, aber einmal, ein Tag damals Mitte 90, da hat sich selbst der Büchele übertroffen. An diesem Samstag machte Klaus sich in aller Früh auf von Giessen ins Fränkische (sind etwa 3 Stunden Fahrzeit), um in der „Wallstreet“ 11- vom Güllich 1-2 Versuche zu machen, die er dann auch paar Wochen später punktete.
    Handy klingelte von Wolfgang: „...wo seid ihr – an der Mekka – Nonne - zusammen mit Alex. Ah, ok, ich komm!“ (Anm.d.Red: Mekka 10, Pfalz)
    Klaus fuhr los und war in weniger als 3.5 Stunden in der Pfalz, bei uns an der Mekka. 1-2 Versuche in der Mekka, dann fiel Büchele ein, er könnte ja noch einen Versuch machen im Zölibat, in der Nordeifel. Wat, wie, wo? Eifel, das ist doch sauweit.
    Klaus: „Egal“ - mit seinem schämischen Grinsen im Gesicht. Wolfgang und ich also weiterhin an der Mekka, Klaus, der an dem Tag nach Wallstreet am Morgen nicht wirklich einen Auftrag hatte, also ab Richtung Eifel. Dort kam er abends irgendwann an und machte tatsächlich noch 1-2 Versuche in „Zölibat“ 10, das er allerdings auch nicht durchkletterte. 1 Tag, 3 Gebiete, km könnt ihr selbst ausrechnen, 3 bekannte Touren – Klaus völlig durchgeknallt. Würde mich mal interessieren was er heute, über 17 Jahre später, treibt?
Brüllbär am Kuhfels nach Trittausbruch

  • Vorletztes Wochenende traten Flo Böckle und AlexW nochmal am „Brüllbär“ am Kuhfels rechts der „Dunklen Wand“ an. Nach zwei kleineren Griffausbrüchen und einem entscheidenden Trittausbruch an der Schlüsselstelle, blieb es bei der gekletterten Passage. Am Samstag kletterte Alex die Tour dann ohne den Tritt, nachdem er im ersten Versuch zur Cruxleiste hin „abhungerte“.

    O-Ton: „Im alten Zustand mit dem Kiesel war der Zug zur Seitleiste relativ leicht, man lief danach über Kreuz auf die Waben und der Zug zum Bändchen war klar die Crux“.

    Mittlerweile, zumindest im Durchstieg (als Einzelstelle gehts eigentlich relativ gut), ist der Zug zur Seitleiste hin aber schwerer. Sie ist im aktuellen Zustand 10-, aktuell deswegen, denn sie zieht durch relativ veränderlichen Fels und wird womöglich über die Zeit noch schwerer, vom Anspruch gut vergleichbar mit Touren wie Windjammer 10-, jedenfalls schwerer wie die petite J 8a´s Pampel, Purpur, Meister Petz, Klundefiesl ect.. Also, dann schnell hin und Begehung sichern, wenn die obere Seitleiste kommen würde, wird's richtig nett.

    Add: Daniel und auch Arne, dem vor paar Wochen die erste Wiederholung gelang, kletterten am 5. Ring gerade über eine weitere Einzelstelle schwerer und über etwas keksigen Henkel zum Top. Diese Variante hat sich und wird sich wohl aber eher nicht durchsetzen, der Rest der Wiederholer kletterte über den Mantle (die logische und leichtere Variante) rechtshaltend zum Umlenker.
FAKE Schilder an den Felsen der Nordvogesen

  • Seit ein paar Wochen kann man an den Felsen der Nordvogesen Plakate sehen.
    Diese sprechen von Verboten und einer drohenden Geldstrafe.
    Das sind Fakes und sie sind absolut wertlos.
    Die offizielle und einzige Information über Sperrlisten sind auf der Website Escalade Alsace
    http://www.escalade-alsace.com/forum/weblog_entry.php?e=326

    Wir wünschen euch viel Freude an den Felsen.

Die Elsass Klettern Fédération
Pierre Wetta


Magnetfinger wiederholt
Julius Westphal klettert "Magnetfinger" 9+
Foto: Alex WennerBild vergrößern
  • Dem Pfälzer Flo Schilling gelang kürzlich eine Wiederholung von „Magnetfinger“ 9+ am Burghaldefels.
Falkenburg – Westlicher Schloßbergfels – eine vergessene Perle in der Pfalz
  • Ende der 1980er waren die Touren am Schloßberg neu, der Pfälzer Mäde 8-, Böser Bube 8/8+ oder Pfälzer Buwe Weg 7 aber damals schon lohnend. Selbst einige der eingefleischten Pfälzer kennen den Quacken nicht, obwohl er im Führer vom Jens ein Topo hat. Bei HJC im Guide kleingedruckt, also eher Schrott, glaubt man dem Gelben. Ganz im Gegenteil, dem Böse Bube Weg z.B. könnte man gut und gerne eine Blume verpassen – Prädikat: ausserordentlich lohnende Felsausfahrt. Da es eine Nordwand ist, bieten sich die Touren an warmen Tagen an, allerdings drückt es von innen, wenn es mal länger geregnet hat und die Griffe seifen leicht, gerade am Babaristan und beim Einstiegsboulder von Böser Bube. Windig ist es leider dazu auch kaum.
Topo Schossberg
Westlicher Schloßbergfels, Topo: palatinum.info Bild vergrößern

Die Touren: v.l.n.r

  1. ** Entzauberung 9-
    Über Platte zu Fingerlochstelle und über Leisten im Bauch in die Platte, nach dem 3. Ring unlohnend
  2. ** Babaristan 9 bis 10-
    Leichte Platte zur Crux (6+), dann nur 2 Züge, der erste ins Zweifingerloch. Extremes Spannweitenproblem und stark größenabhängig (7c bis 8a, je nach Größe). Der zweite Zug geht statisch oder mit Hepper. Nach dem 2. Ring absoluter Keks und unlohnend.
  3. ** Pfälzer Mäde Weg 8-
    Sehr schöne athletische Tour, in der „Verschneidung“ leider etwas sandig
  4. *** Pfälzer Buwe Weg 7
    Super ausladender Überhang an Henkel – endet auf dem Band an Ring, wo auch Feuerteufel endet.
  5. *** Feuerteufel 8+
    Gleicher Einstiegsboulder wie Böser Bube, über nette Waben in waagrechtes 2 m Dach, das etwas Körperspannung fordert. An der Dachkante am letzten Ring am besten über die linke Dachbegrenzungskante aufs Band, direkt liegt ein geschlossener fester Waldhang oben auf.
  6. **** Böser Buwe Weg 8/8+
    Die schönste Tour am Fels, von der Felsquali und von den Zügen. Einstiegsboulder zum 1. Ring und nochmal Blockierzug am 3. Ring (der war früher leichter). Verdient im Gelben Führer von HJC eine Blume.
  7. * Zwei-Hakenweg 6
    Über 2 Ringe sandig und Butterkeks mässig lohnend zu kleinem Überhang. (CAM 0.5, CAM 1) nach links zu AR
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Westphal klettert 10er Neutour am Mühlfels

  • Julius Westphal kletterte schon vor einiger Zeit über den Einstieg der „Don Quijote“ 9 direkt ins Dach über der „Mahlstrom“ 10-. Das Resultat nennt sich „Nudeldunker“, ist glatt 10 und laut O-Ton Ingo: „Total brachial“

Tödlicher Unfall am Hochstein

  • Am vergangenen Samstag ist ein Kletterer (75 Jahre alt) aus Kaiserslautern aus 10 m Höhe abgestürzt, scheinbar an der Nadel, scheinbar im Solo. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.
Bouldermagazin 2 – 1982
Highlights zur Pfalz aus dem Heft:

Titelseite Boulder, Ausgabe 2
Boulder Magazin Heft 2, 1982Bild vergrößern

Trifelsdach frei durchstiegen

    Der allgemeine Trend zum durchgehenden amerikanischen Klettern hat sich inzwischen auch in diesem Klettergebiet weitgehend durchgesetzt, das af.Klettern früherer Jahre verliert immer mehr an Bedeutung und wird im allgemeinen nicht mehr als wirkliche Begehung gewertet. Von Wolfgang Güllich wurden im Spätherbst des vergangenen Jahres innerhalb einer einzigen Kletterwoche sämtliche noch ausstehenden „letzten Probleme“ gelöst (durchgehende Begehungen von Dingentaler Ostwand, Blockverschneidung, Ameisentrail und vor allem von Im Westen nichts Neues), so dass jetzt so gut wie alle schwierigen Spitzenwege Rotpunkt- oder doch zumindest Rotkreisbegehungen erhalten haben....

    Wie wir nach Reaktionsschluss erfuhren, ist es Wolfgang Kraus Mitte Juni gelungen, das große Dach am Trifels-Pfeiler erstmals frei (RP) zu überklettern (nach einer Rotkreuzbegehung die Woche zuvor). Die Schwierigkeiten werden mit 9 bzw 5.12b angegeben, möglicherweise ist dies also nun der derzeit härteste Südpfalz Freeclimb überhaupt – auf jeden Fall konnte damit eines der wohl letzten „alten“ noch ausstehenden Routenprobleme in der Pfalz gelöst werden. (Anm.d.Red: wird heute mit 8+/9- angegeben, mit Tendenz zur 9-)

Aufgeschlagenes BOULDER Magazin, Ausgabe 2
Auf der rechten Seite klettert Milan Sykora den Ameistentrail 8 Bild vergrößern

Ein paar Auszüge, Highlights aus der Chronik

  • „Dingentalturm – Ostwand“
    1. Und 2. RP W.Güllich Anfang Okt. 1981, amerik. 8+ oder 9- (zwei, drei harte Züge, also weniger ein Problem der Dauerkraft).
  • „Blockverschneidung“
    1. RP W.Güllich Anfang Okt. 1981 (amerik. 8+) Das eigentliche Problem – die Durchkletterung der Piazverschneidung ohne Benutzen der Blocküberhänge – ist seinen Aussagen nach damit noch nicht gelöst! Schlüsselstelle momentan ist das Überklettern des ersten Ringes mittels komplizierter Spreiztechnik.
  • „Batman“
    ...ist nach einem Griffausbruch noch ein wenig schwieriger geworden und wird von Wolfgang Güllich nunmehr amerikanisch mit 8+ bis 9- eingestuft.
  • „Parasitendach“
    3. RP Dieter Klan (Frühjahr 1982)
  • „Gorilladach“
    – Korrektur: der franz. Spitzenkletterer J.P. Bouvier hat die Route bei seinem Besuch im Juli 1981 nicht af, sondern RP durchstiegen. Weitere Begehungen: 4. RK W.Güllich (8+), 5. und 3. RP ebenfalls W.Güllich (Anfang Okt. 1981)
  • „Im Westen nicht Neues“
    1. amerik. W. Güllich Okt.1981 9-, damit ist nun endlich die Lösung eines schon lange anstehenden Problems – vielleicht des letzen großen Wandproblems in der Südpfalz - gelungen.
  • „Ameisentrail“
    Erste durchgehende Beg. nach Ausbruch der Schuppe – W. Güllich. Wird mit 8+ angegeben, frührere Einschätzungen, die von mindestens 9- bis 9 sprachen, dürften also ein wenig übertrieben gewesen sein.
    2. RP ebenfalls W. Güllich April 1982, 3. RK Milan Sykora 1982 („schwieriger als Amazonenpfeiler im Frankenjura“)
  • „Warming up the Band“
    vermutlich 2. Beg W. Kraus Anfang Okt. 1981 (B1+)

Diskussionsthema Ethik und Spielformen des Sportkletterns

    Dieter Klan – Busenberg
    ....trotz allem sollte dabei freilich bedacht werden, dass das Sportklettern nur eine Spielart des Alpinismus ist – wobei das Wort Spielart zum Ausdruck bringt, dass verbindliche Regeln oder gar Verbote hier grundsätzlich fehl am Platze sind!

    Wolfgang Kraus – Kirkel
    ....abschliessend kann man sagen, dass das Rotpunktklettern von allen jungen saarländischen und Pfälzern Kletterern angestrebt wird, da diese Durchsteigungsart die Schwierigkeiten der Route im allgemeinen noch etwas hebt und somit als die „wertvollere“ Begehung anzusehen ist.

Neutouren am Schönauer Pfaffenfels

  • In den 1980ern war der Pfaffenfels schon ein Ziel für den aufstrebenden Sportkletterer. Alleine die Talwand (8) war den Ausflug wert, seine Rocks und kleinen Friends in dem rechts anspruchsvollen Riss zu versenken. Ein Bild im alten Kraus Führer aus den 80ern von Wolfgang in der Tour motivierte uns zumindest damals da hin zu laufen und die Tour zu klettern. In den letzten Jahren wurde es eher ruhig und die Wand hatte Flechten angesetzt. Dieter Klan bohrte da schon vor Jahren Neutouren (~1997), u.a „Black Jack“ 10-, (2 Ringe + AR) rechts vom Knotenriss, die er erste viele Jahre später frei kletterte. Auch links vom Riss soll es noch eine neue Tour geben, laut Ingo im 8.(+) Grad, als auch links und rechts vom Talweg.
Kuhfels – Neutour von Meyerer: weitere Wiederholungen

  • Die Neutour von Daniel Meyerer (~8a), die vor 2 Wochen Arne Petersen wiederholt hat, bekam am letzten Wochenende zwei weitere Begehungen. Fabio aus Ludwigshafen (O-ton: „Ist 9-/9) und Ingo Bald (O-Ton: „schwerer als 9-/9 J ) kletterten die schöne Tour nach Auschecken und schätzen sie etwas leichter ein. Auch AlexW hat sich die Tour angesehen, leider brach ihm am 3. Ring das Untergrifffingerloch aus, ungünstigerweise damit auch 0.5 cm Haut im Mittelfinger, sodass der blutende Fladen einen weiteren Versuch nicht zuliess (geht noch genauso, ist jetzt ein Zweifingerloch J und hat an der Schwierigkeit nichts geändert, erst danach gehts los). Jedenfalls hat Daniel eine geniale neue Tour geschaffen, deren Namen nachwievor unbekannt ist. Nach einer 10m Platte (aufpassen, sandig und bisschen brüchig, CAM 2, vorm 1. Ring links in Schuppe nochmal CAM2) gehts über eine Kante an Löchern (3 Ringe) in die leicht abdrängende Wand (2 Ringe + Umlenker) und über tolle Waben zu einer Einzelstelle an einer 1cm kratzigen Seitleiste, von der man mal kurzfristig ziemlich männlich anblocken muss. 9 oder 9+ dürfte realistisch sein.

Bald in San Vito lo Capo
Harald Röker klettert „Dreamworld“ 8a+/b
Harald Röker klettert „Dreamworld“ 8a+/b
Foto: MfG.Harald Röker
  • Ingo Bald konnte in Sizilien in San Vito einiges abräumen. Highlights des zweiwöchigen Trips waren Begehungen von „Dreamworld“ 8a+/b, „Pocahontas Loveline“ 8a+, „Teamwork“ 8a, „Megadave“ 8a, „Red Alert“ 7c+, eine weitere 7c+/8a im Crown of Aragon (USA...) und von „Pipeline“ 7c.
Sommer in den Dolomiten
 Maria klettert in der „Via Centrale“ 8+
Maria klettert in der „Via Centrale“ 8+
Foto: Alex WennerTopo vergrößern

  • Wer einen sommerlichen Ausflug in die Dolomiten plant und bisher noch kein richtig gutes Ziel ausmachen konnte, dem wird eventuell hier geholfen:
    Unsere Dolo Tourenberichte der letzten Jahre. ...muss mal bei Gelegenheit in den alten Foto-Negativen und Papierbildern wühlen, um das Retromaterial der 80ern/90ern an Zinnen und Marmolada zu reaktivieren.
    http://www.palatinum.info/articles/touren.shtm
Bockmattli Direkte Nordwand 7- (6a+) 11 SL. Wandhöhe: 400m
Bockmattli, Topo "
Bockmattli Direkte Nordwand“ 7- (6a+) 400m
Topo: Alvaro Forenro, 19.05.2012Topo vergrößern
  • Kletterer: Alvaro Forero, Daniel Trusilo
  • Erstbegehung: M. Niedermann und Peter Diener 19.6.1956
  • Neu eingerichtet: E. Rütsche, R. u. T. Kälin, F. Zürcher, F. Weber 1993 / B. Kälin 2004
  • Absicherung: Früher war die Route mit Schlag- und Holzhaken eingerichtet, heute ist sie gut/sehr gut mit Bohrhaken abgesichert.
  • Material: 12 Expressen. Man kann Klemmkeile und Friends (Größe 1-3) platzieren.
Beschreibung

    „Diese Route ist der Klassiker in der N-Wand schlechthin. Außer in den ersten Seillängen bester Fels. Die Schlüsselseillänge ist sehr anstrengend. Vorwiegend Verschneidungskletterei in luftiger Ambiance“. [1]

    Die "Direkte Nordwand" ist auch eine schöne Kreation von Max Niedermann, die im Pauses Auswahlführer "Im extremen Fels" zu finden ist. Das Topo von Pause hat mich sehr angesprochen und Ich hatte Lust die Route auf jedem Fall kennenzulernen. Der Pendelquergang und die Verschneidungskletterei sahen interessant aus. Rechts von dieser Route läuft die bekannte "Supertramp" von Martin Scheel und Gregor Benisowitsch.

    Da "Conny", unser VW-Bus T3, kaputt gegangen ist, wollten wir die Tour für ein anderes Mal verschieben, aber dann habe Ich festgestellt, dass mit öffentlichem Verkehr ganz einfach dorthin zu kommen war und wir sind doch los gefahren! Zuerst mit dem Zug von St. Gallen (Daniel wohnt dort wegen Studium) bis Uznach, danach mit dem Bus bis die letzte Haltstelle "Innerthal, Post" am Wägitalersee.
    Von der Haltstelle sind wir 1,5 Std. mit Gepäck (Zelt, Essen, Schlafsack, usw) hoch gelaufen. Der Weg ist gemütlich und nicht steil.

    Zustieg
    Foto: Alvaro ForeroBild vergrößern
    Die Schlüsselstelle
    Daniel in der Schlüsselstelle, Foto: Alvaro ForeroBild vergrößern

    Wir mussten das Zelt mitnehmen, weil die Hütte umgebaut wird. Die Bauarbeiter waren Kletterer der Region, die selber mehrere Routen am Bockmattli erstbegangen sind. Dort habe Ich z.B. Paul Weber kennengelernt, der die schwierige "Zischtigsclub 7c?" in 1997 an der Nordwand mit Erich Rütsche geöffnet hat.
    Am ersten Tag haben wir den ersten Teil des Zustiegs der Route gemacht: eine steile ca. 60m Grasrampe mit ein bisschen Schnee noch. Der zweite Teil ist ca. 50m lang und mit Bohrhaken abgesichert.  Danach sind wir wieder runter gegangen und am Gipfel  des Bockmattli (1932 m ü. M) auf der Südwestseite hoch gelaufen. Der Ausblick war großartig! mehrere Seen (Zürichsee, Wägitalersee, ...) und noch mit Schnee bedeckten Bergen.

    Am nächsten Tag waren wir am Wandfuß um 8:30 und nach 6 Stunden bei bestem Wetter waren wir am Gipfel des Bockmattliturms. Die ganze Route ist sehr schön, mit vielen Verschneidungen und mehreren Stellen wo man auf Reibung stehen muss. Die ersten 5 Seillängen waren leicht und die Schlüsselstellen waren in der 6. und 7. Seillänge:  Die 9. SL hatte eine interessante Verschneidungs-/Kamin Kletterei. Am Gipfel haben wir den ersten Eintrag des Jahres im Gipfelbuch geschrieben. Nachdem wir unsere Thunfischdose gegessen haben, haben wir mit neuer Energie mit dem Abstieg angefangen.
    Wir haben für den Abstieg ca. 2 Stunden gebraucht. Im Internet hatte Ich gelesen, dass der Abstieg nicht unterschätzt werden sollte, weil er nicht offensichtlich sei und alpine Erfahrung verlange, deswegen habe Ich mich vorher gut darüber informiert, ein paar Bilder gedruckt und noch in der Hütte gefragt. Zuerst sind wir 2 Mal abgeseilt und auf einem Grat gelandet. Der Grat hat zwei Türme, die man überklettern und wieder abseilen kann. Danach klettert man an der linken Seite eines Kamins Richtung Süd (am Anfang findet man ein paar schlaghaken, danach Bohrhaken). Hier war der Fels anders als in der Nordwand: es gibt viele vertikale Zangengriffen. Danach läuft man südlich hoch bis zu einem Pfad wo man runter laufen kann.

Weitere Infos

  • Kletterhütte Bockmattli (http://www.bockmattli.ch) bietet Platz für 12 Personen.
  • Ein toller Bockmattli-Kletterführer mit farbigen Bilder kann in der Hütte gekauft werden (CHF 10).
  • Das Gasthaus Stausee am Wägitalersee neben der "Innerthal, Post"-Haltstelle hat sehr leckeres Essen und die Bedienung war sehr freundlich!! Es ist 100%-ig weiterzuempfehlen (www.gasthaus-stausee.ch)

Literaturhinweis:

    [1] "Klettern am Bockmattli" Ausgabe Juli 2011, Kletterhütte Bockmattli.

Text und Bilder: Alvaro Forero


Neuer 7b Climb in den Dolomiten - Fanis
Topo "Gratta e Vinci"
Foto: Simon Kehrer
  • Christoph Hainz and Simon Kehrer gelang die erste freie Begehung von “Gratta e Vinci” (7b (8+/9-), 420m), von 2011 (Kehrer) an der Südwestwand des Sas dai Tamersc /Fanis / Dolomiten.
    Die Tour ist mit Normalhaken und Bohrhaken komplett gesichert, erfordert laut Kehrer technisch anspruchsvolles Klettern wie an den Zinnen und braucht in der ein und anderen Seillänge noch etwas Aufräumarbeit von lockeren Steinen.
Blick durch die Retrobrille – Kultmagazin Boulder Revival – Zu bewegteren Zeiten!

Magazin "Boulder", 1. Ausgabe
1/81 Heft 1 Boulder – Coverbild: Kurt Albert (mit EB´s) klettert „Sautanz“ 9- im Frankenjura, Foto: T.Ballenberger
  • In den nächsten Wochen werden wir euch hier Auszüge zum Südpfalz-Klettern aus dem nicht mehr erhältlichen und unter Insidern heiss gedealten Magazins Boulder (Heft 1 bis 3) zeigen.
    Für alle Neulinge:
    Das Boulder Magazin war Anfang der 1980er, vor dem Heft Rotpunkt, das erste reinrassige Sportklettern Mag, das über die neue und alte Kletter-Szene der Endsiebziger und Achtziger Jahre zu berichten wusste (Hans Diefenbach/T.Ballenberger), aber auch über die extremen Touren der Alpen berichtete (das „Alpinismus“ oder zu der Zeit „Der Bergsteiger“ beschäftigten sich, wie der Name schon andeutet, nur selten mit dem Mittelgebirgsklettern). Die 3 Mags wurden zum Kult für alle, die sich für die Entwicklung in den Anfangsjahren des Sportkletterns interessieren. Diefenbach zeichnete sich auch verantwortlich für ein paar geniale Erstbegehungen in der Pfalz zusammen mit Wolfgang. Unter anderem war er beteiligt an der Erstbegehung von „Utopia“ 8 am Asselstein.
    In den 1990ern traf ich Diefes relativ oft in seinem Heimatgebiet Nordeifel bei Nideggen. Ausser den netten Gesprächen mit dem Freigeist & Denker Diefes, kletterpolitisch kontrovers und sich einsetzend für den Erhalt der Felsen rund um Nideggen/Blens, hatte der auch immer einiges zu erzählen. Nett waren auch seine ausdrucksvollen und körperintensiven Gespräche mit den Naturpark-Rangern, die regelmässig Ticketkontrollen an den Felsen des Ruhrtals durchführten. Der studierte Germanist kümmerte sich zu Lebzeiten intensiv um seine Mutter. Aber auch seine Kletterleistungen waren immer noch sehr beeindruckend (war ja damals schon nicht mehr der Jüngste). Die absurdeste Story während seiner Zeit als Boulder Redakteur ergab sich beim Topo zeichnen fürs Magazin. Er saß auf einem Ast, paar Meter überm Boden, um ganz akribisch die Tour und Hakenzahl nachzuzeichen, als der Ast des Baumes abbrach. Diefes rauschte mit seinem Hintern dem Boden entgegen, genau genommen einem Baumstumpf.Was dann geschah, wissen die Eingeweihten (bzw die Eingeweide ;-).
Diefenbach
Hans Diefenbach – Damaliger Redakteur des Magazins Boulder
Foto: MfG ejectron
Highlights zur Pfalz aus dem Heft:
Neue 9er Routen
    ....vergleicht man das alte Sportkletterzentrum Pfalz einmal generell mit den jüngeren Gebieten im nord- und westdeutschen Raum, so lässt sich eine gewisse Stagnation und Ruhe hinsichtlich der Eröffnung neuer Wege nicht verkennen, während in den Gebieten ein Sportkletterboom ein reges Sportkletterfieber geradezu charakteristisch ist.....in der Pfalz ist das Freikletterpotential, soweit es bestehende Routen betrifft, so gut wie erschöpft, sind nahezu alle alten Wege frei durchstiegen.
Magazin "Boulder", S. 50f
Magazin Boulder, Ausgabe Nr. 1, Seiten 50 und 51Bild vergrößern
Ein paar Auszüge, Highlights aus der Chronik – historisch extrem interessant:
  • „Geierwalli
    1. RP Nico und Liz Mailänder April 1981, amerik. 7, 2. RP Dieter Klan, 3. RP W. Kraus
  • „Herr der Ringe
    1. amerik. D.Klan 1981 8 bis 8+. 2. Beg. RP Wolfgang Güllich, 3. Beg. Thomas Nöltner
  • „Batman
    af. 8- bis 8,D.Klan, die nach Meinung von Wiederholern vielleicht schönste Route im Dahner Tal überhaupt, 2.af W. Kraus, 3. af W. Güllich. 4. erste RK (Rotkreis) W.Güllich (8+). 5. und zweite RK ebenfalls W. Güllich (durch Griffausbruch womöglich schwerer), 6. und erste RP Jean Pierre Bouvier (Juli 1981)
  • „Im Westen nicht Neues“ (amerik. 9-) eine der großen Routen der Pfalz, die in den Jahren zuvor verschiedendlich mit Seilsicherung von oben Rotkreuz (Anm. d. Red: ohne Hängen im Toprope) durchstiegen werden konnte (R. Mühe, W. Güllich, M. Speis, nun auch im Vorstieg geklettert.
    1 af. W. Güllich & W. Kraus mit einmaligem Ausruhen am 3. Ring (8+). 2. af Kurt Albert
  • Der von H.P Dietrich im Frühsommer konventioneller Kletterei eröffnete „Ameisentrail“ bekam seine erste freie Begehung durch W. Kraus (RK, 9-)....dann Griffausbruch, nunmehr amerikanisch mit 9- bis 9 zu bewerten. Begehungen nach Griffausbruch: Patrick Schmid und Daniel Schweizer aus Luzern, 3. N. Mailänder, 4. Jean Pierre Bouvier (alle af, 1981) dazu kommen Rotkreuz Begehungen durch W. Kraus und Norbert Bätz, eine durchgehende Begehung im Vorstieg steht seit dem Griffausbruch noch aus!


Magazin Boulder, Ausgabe Nr. 1, Seite 52Bild vergrößern
Weiter im Text:
    ...Traditionen werden so weitergeführt innerhalb einer neuen, in Form und Inhalt veränderten Sportkletterszene. Besonders erfreulich die sichtbaren Anzeichen einer neuen Versöhnlichkeit, die beide Lager wieder zusammenführen mag. (Anm.d.Red: da spielt Diefes auf die Outsider und den Hakenkrieg von den Jahren zuvor an) Es sollte nun dafür gesorgt werden, daß auch die Sportkletterwege, in denen die Ringe derzeit fehlen, wieder eingerichtet werden, damit die Pfalz nicht in Zukunft weitgehend nur ein Toprope Eldorado bleibt....

Text: Hans Diefenbach


REMINDER – No Footsteps in der Pfalz
Verhlantenskoxed für Klettern und Bouldern in der Pfalz
Flyer: PKBild vergrößern
  • Der Frühjahrssaison ist in vollem Gange und scheinbar ist es wieder an der Zeit jeden Kletterer an die No Footsteps Kampagne zu erinnern. Dazu gehört, ganz wichtig, ausser einem pfleglichen Umgang mit der Natur auch die eingeschränkte Nutzung von Magnesia. Soll heissen, geduldet wird es nur in den oberen Graden. Wer diese klettert, für den dürfte der Putzgang mit der Zahnbürste danach obligatorisch sein!!!!

Keine Spuren hinterlassen

    Mit diesem Slogan wollen der Arbeitskreis Klettern und Naturschutz zusammen mit den Pfälzer Kletterern und den Landespflegebehörden auf ein umweltverträgliches Klettern verweisen.
    Keine Spuren zu hinterlassen meint natürlich zuvorderst einen schonenden Umgang mit der natürlichen Umgebung Fels im Allgemeinen. Dies bedeutet, dass sich die Kletterer an vorhandene Zustiegsmöglichkeiten halten, keinen Müll (Toilettenpapier, Zigarettenkippen usw. ) hinterlassen und den Geräuschpegel minimieren.
    No footsteps bezieht sich aber auch auf einen freiwilligen generellen Magnesiaverzicht beim Klettern und Bouldern. Magnesia sollte, wenn überhaupt, nur in den obersten Schwierigkeitsgraden äußerst sparsam eingesetzt werden. Bitte die weißen Spuren unbedingt mit der Bürste weitmöglichst wieder beseitigen! Auf keinen Fall Griffe und Tritte markieren!

    Die Mithilfe eines jeden Einzelnen trägt zum Erhalt des Klettersports an den Naturdenkmälern im Pfälzerwald bei!

info: PK


Arne Petersen – Aktiv am Kuhfels/Pfalz
Arne Petersen an "The Nose"
Foto:Arne (in der Mitte) nach der Nose/El Capitan
  • Arne gelang eine Wiederholung von den Touren „Die große Freiheit“ 7c+ (von Ingo, mittig durch die Talwand, kreuzt die Querung von Flugwoobst) und der neuen Boulderlastigen 8a ganz rechts am Massiv, der Neutour von Daniel Meyerer aus dem Jahr 2011.

Neutour an der Tofana di Rozes – Dolomiten
Route "Via Spigolo Sam"
Bild vergrößernBild vergrößern
  • Massimo da Pozzo hat an der Tofana links der Pilastro 8- und knapp rechts der Via Constantini-Ghedina 6- eine Neutour „Via Spigolo Sam“ erschlossen, die auf 500 m den Grad 6c (7+/8-) bietet.
    Die Standplätze sind auch zum Abseilen eingerichtet, zu den vorhandenen Haken empfiehlt das Team das übliche Keil-Rack (CAMS, Rocks) für den Einsteigsriss und die leichteren Längen im 4. und 5. Grad.

Sanierungen Pfalz Mai 2012

  • Geheimniss des Erfinders (Drei Felsen)
    O-Ton Oli: „Route wurde von mir saniert, d.h. die SU in einen R ausgetauscht und ganz oben einen neuen AR angebracht. Somit muß vom letzten Henkel nicht mehr zum bisherigen letzten R zurückgeklettert werden. Das Geheimnis liegt darin, wie man die Schlüsselstelle klettert: Rechter Fuß Außenkante antreten und linken Fuß mit gesamten Unterschenkel um die Kante, dann gehts recht "leicht" zum guten Griff! Versucht man es anders, dann wirds recht hart. Somit war der Name geboren (Ist übrigens auch der Titel eines sehr guten Romans).“
  • Sanduhrendrama – Honig – bekam einen Umlenker spendiert
  • Hai – Burghalde – 2.t letzter Ring getauscht, da der brummte
  • Unvollendete – Burghalde – Einstiegsplatte bekam eine nR – dadurch Pfälzer Plaisir

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