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Red Chili climbing gear
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Der Red Chili Cup
Pfälzer Land und Leute
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Archiv Juni 2008...

Pfalz- Retschel – 2. Klappe

  • Kim und Aaron de Wolf kletterten „Big Easy“ mit Sprung 7c und „Hyperraumumgehungsstrasse“ 7c+.
  • Martin Heus wiederholte „Pampel“ 8a am Wachtfels.
  • Julian Panigot wiederholte „TNT“ 8b+ und „Hokus Pokus“ 8a.

Adam Ondra in der Pfalz unterwegs

  • Der tschechische Spitzenkletterer Adam Ondra ist zurzeit in der Pfalz unterwegs. Gesichtet wurde er am Retschel, in „TNT“ 8b+, wo er bei einem onsight-Versuch nach den Untergriffen scheiterte.
    Ob er „Mekka Direkt“ 9a angehen will, ist nicht bekannt. Die Temperaturen wären heute nach 15°C Abkühlung jedenfalls bestens.

Wolf Brothers

  • Kim und Aaron de Wolf wiederholten „Gordischer Knoten“ 8a+ am Retschel. Die Tour kombiniert „TNT“, „Bespring mich“ rückwärts und „Gamba“ raus.
  • Kim kletterte zudem „Pampel“ 8a am Wachtfels in der Pfalz.

 

Interessanter neuer Bruchhaufen in der Pfalz – Heufels

  • Wo gehts lang:
    Direttissima überm zweiten Dach nach links, circa 2m und durch Bruch nach oben zum Gipfelbuch (Anm. d. Red.: ..LECKER !)
    Geschätzte Schwierigkeit: 6+, E1 und friend 2,5 und 2 sowie Hex 9 sind ganz ratsam.
  • Erstbegeher: Frank Krass
  • Name: „Ausstiegsvariante“ (Anm. d. Red.: wie krass...)
  • Info: Wiederholer sollten Bruch gewöhnt sein. Wurde sportlich von unten begangen und auf Grund des Bruchs wurden auch keine Ringe gesetzt.
    (Anm. d. Red: da sie eher wieder rausfallen würden)

Info: Alex Fess

Ziegelhausen – Starke Lady & Starker Alder Vadder


Foto: Pascal SchouwinkBilderserie ansehen
  • Sybille Baldenhofer gelang eine Wiederholung von “Shut up & Climb“ 10- in Ziegelhausen (Bild links).
    Damit war es die erste und in weiser Voraussicht die letzte Damenbegehung dieser laut Insider „knüppeligen Tour an kleinen Leisten“, die Julius Westphal einst erstbeging. Klasse gemacht.
  • Zudem gelang dem „Alten Herren“ Gerd Schöffl aus dem palatinum Film, der immerhin schon vor 7 Jahren abgedreht wurde, eine Wiederholung von „Shut up & Climb“. Eben konstant „Gut“ unterwegs.

Pfalz News

  • Peter Schick wiederholte den Welt-Klassiker „Mekka“ 10 an der Nonne. Zuvor flashte er am Luger Geierstein „Action Directe“ 9.
  • Mathias Conrad kletterte „Magnetfinger“ 9+ am Burghalde.
  • Nicolas Altmeier wiederholte „Knax Club SD“ Fb.7c+ am Wartenberg.

Info: P.Schick & C. Gabrysch


 

Berdorf

  • Christoph Gabrysch kletterte mit „Hermann Buhl (Anm.d:red: Geile Tour, schon früh geklettert) seine erste 8a+ kürzlich in Berdorf.

Info: C. Gabrysch


 

Protokol der SANSI Sitzung vom 06.06.2008

  1. Naturschutzverbände kontra Kletterer?

    Ausgelöst maßgeblich durch den Artikel "Der Feind in meinem Nest" in der Sonntagsausgabe der Rheinpfalz, erschienen am Ostersonntag diesen Jahres, stellt sich o.g. Frage. Insbesondere wurde eine Verschärfung des Vokabulars kritisiert ("Klettererfront"). Autor des Artikels ist ein Pirmasenser, der eine solche Provokation angeblich nicht vorgesehen hatte. Grund für die Schärfe sind wohl "Nachwehen" der Affäre Robert Breitsch, wobei hier wiederum Herr Mächnich (NABU) als Verantwortlicher auszumachen ist. Leider wurde den Kletterern eine zufriedenstellende Gegendarstellung nicht ermöglicht.

    Aber auch an anderen Stellen zeigt sich eine gespannte Beziehung Kletterer / Naturschützer:

    • "Wilde" Sperrungen von Felsen seitens der Vogelschützer (u.a. Herr Mächnich, NaBu) ohne den Leiter des Arbeitskreis Klettern und Naturschutz zu informieren
    • Veröffentlichung der Sperrliste u.a. auf der Internetseite der Gossersweilerer Vogelschützer, ohne Absprache mit der PK mit der Folge, dass die Liste nicht auf dem aktuellen Stand war. Festgehalten wurde explizit, dass nur die PK-Seite relevant ist.
    • Dürrensteine-Nordwand: Der Besitzer hat eine Schonung angelegt und großräumig eingezäunt, sodass ein Zugang nicht ohne Weiteres möglich ist. Den Zaun müssen aber wohl Kletterer inzwischen beschädigt haben (s. TOP 3 Sanierungen)
    • Fettschmierereien im Bouldergebiet bei Bad Dürkheim; diese wurden inzwischen beseitigt.
    • Streit und Handgreiflichkeiten am Asselstein wegen Kletterns während der Sperrung;
    • Anzeige gegen Kletterer am Glasfelsen;
    • Sperrung des Trifels wegen Steinschlaggefahr; hier wird man das Ergebnis eines offiziellen Gutachtens abwarten müssen.
    • Dingenthaler Turm: Sperrschilder im Wald gefunden
    Fazit:
    Auch weiterhin wird eine gute und von Besonnenheit geprägte Kommunikation mit allen Beteiligten von großer Bedeutung sein.


    Strategie:
    Den Kletterern soll eine positive Presse verschafft werden, indem Sanierungsaktionen und Erosionsschutzmaßnahmen öffentlichkeitswirksam an die entsprechenden Medien weitergegeben werden.


    Eine erste in dieser Art veröffentlichte Maßnahme soll eine Freistellungsaktion an den Rindsbergfelsen sein. Zu diesem Zweck fand am 6. Juni 2008 eine Ortsbegehung mit dem zuständigen Förster statt. Sanierungs- und Erosionsschutzmaßnahmen seitens der Kletterer sollen der Freistellung durch den Forst folgen. Diese Maßnahme soll in Koordination mit dem DAV erfolgen. Vorgesehener Termin für einen Arbeitseinsatz : 16.08.2008
  2. Vorgehensweise bei den von Unbekannten abgebauten Routen

    • Sowohl am Spirkelbacher Rauhberg als auch am Backelstein wurden wegen Verwendung unzulässigen Hakenmaterials, welches aufgrund der billigen Machart auch eine Gefährdungslage darstellte, ebendiese Ösen entfernt. Eine Sanierung der Route am Backelstein bzw. ein erneutes Einrichten seitens des Arbeitskreises ist nicht vorgesehen.
      Rainer stellte klar, dass der AK SanSi bzw. die PK nicht bereit sind Kosten für Ringe / Ösen zu übernehmen, die eigentlich in der Verantwortung eines noch aktiven Erstbegehers liegen. Der AK SanSi wird keine Routen sanieren, die aufgrund falschen Hakenmaterials bzw. Nichteinhaltung der Kletterregeln rückgebaut werden müssen.
    • Die beiden Gerüstbauösen am Spirkelbacher Rauhberg Südwand (Projekt linker Ausstieg am Hohlweg) werden entfernt.
    • Büttelfelsen: aufgezwickte Ösen werden vorerst nicht saniert, da gut sichtbar (keine Gefährdungslage).
  3. Sanierungen / nächster Arbeitseinsatz

    • Trifels Westwand:
      Sobald Sperrung aufgehoben wird, sollen Standringe unterhalb des Geländers angebracht / versetzt werden.
    • Dürrensteine:
      Ein geregelter Zugang soll ermöglicht und Beschädigungen in Zukunft vermieden werden, indem eine kleine Leiter über den Wildschutzzaun angebracht wird. Außerdem ist ein Hinweisschild mit dem Text "Klettern erlaubt, Schonung nicht betreten" vorgesehen.
    • Klaus Ebelshäuser gibt bekannt, dass seine Touren saniert werden dürfen.
    • Trifels:
      Wolfgang Peter saniert Standring am Zickzackweg und setzt einen zweiten dazu.
    • Wernersberger Geiersteine:
      Oliver saniert den Direkteinstieg zur Geierwally.
    • Nonne:
      Wolfi saniert einen geschlagenen Haken rechts vom Trichterweg.
    • Schafsfelsen:
      Die öfter monierten "Wackelringe" wurden vor kurzem überprüft. Ein Tausch ist aufgrund der Schaftlänge nicht zwingend notwendig. Einige Schraubglieder werden dort angebracht, da viele Topropes immer noch direkt in die Ösen eingehängt werden. Dadurch schleifen die Ösen auf Dauer durch.
    • Asselstein:
      Rainer hat nach der Sperrung dort noch zu tun... Auch wurde beschlossen, am Ausstieg im Rolfkamin einen Abseilring zu setzen, da während der Sperrphase dort sonst nicht abgeseilt werden kann.
    • Jungturm:
      Rainer wechselt den letzten Ring von Gäsegichter.
    • Laubendöllwand:
      Oliver bringt einige zusätzliche Umlenker an. Evtl. Sanierungen werden mit Erich Seibel und H.J.Cron abgesprochen.
    • Platzfels:
      Joachim legt ein Gipfelbuch auf und prüft / saniert den Abseilring und den Haken in der Direkten Südwand.
    • Büttelfels:
      Am Ausstieg von Planet der Affen wird mit einer Kette der Umlenker verlängert, da vom Umlenken bereits tiefe Rinnen im Fels eingeschnitten sind.
    • Oliver hat am Kreuzfels in der Eichenwand die gedübelten Gerüstösen ausgetauscht.
    • Eine Sanierungsaktion am Rödelstein - wieder in Verbindung mit Erosionsschutzmaßnahmen - soll im Spätherbst vorgenommen werden.
    • Peter hat darauf hingewiesen, die Kommentarfunktion in der PK- Routendatenbank verstärkt zu nutzen. Diese Einträge werden dann direkt beim nächsten SanSi-Treffen angesprochen.
  4. Vorgehensweise bei den von Unbekannten abgebauten Routen

    • Maximilian Richter hat im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit einen sehr sehenswerten Film über das Hallenklettern, das Klettern in der Pfalz und die Problematik einer Natursportart erstellt. Wir hoffen, den Film bald der Öffentlichkeit präsentieren zu können.
    • Das DAV-Felsinfosystem / Kartierung der Pfalz wird erst im Herbst freigeschaltet, da noch einige gebietsspezifische Informationen eingebracht werden müssen.
    • Erstbegehungsverbot ? Position der Kletterer: Die Kletterer erstellen kein Konzept oder verzichten freiwillig auf Felsen. Im Moment sieht man seitens der Kletterer hier keinen Handlungsbedarf, im Falle eines drohenden Erstbegehungsverbotes wird man über einen "Denkmalstatus" bestimmter Felspartien nachdenken.

Info: Silka Pierson, Rainer Scharfenberger

Unfälle

  • Am Lauterschwaner ist gestern ein Kletterer in einer 4er Verschneidung einige Meter abgestürzt und weiter über den Hang gerutscht. Laut Beobachter hat er sich den Arm/Handgelenk gebrochen und Schürfwunden im Gesicht erlitten. Er wurde von seiner Partnerin in ein Krankenhaus gebracht.
  • In Schriessheim stürzte ein 57 jähriger Kletterer in der letzten Wandstufe 20m ab und wird zurzeit im Klinikum Mannheim behandelt.

Boulderholics beim Bouldern

  • Nicolas Altmaier konnte am Heischberg in der Pfalz groß abräumen, er kletterte "Zadduk" Fb 7B+, "Die Sau" Fb 7B+, "Zadduk SD" Fb 7C und "Die Sau SD" Fb 7C.
  • Vorher kletterte am Hinteren Otterfels noch den "Pusher" Fb 7B.
  • Christoph Gabrysch konnte auch "Zadduk" bouldern.

Info: C. Gabrysch


 

Nahetal

  • Christoph Gabrysch war zusammen mit Marc Stellbogen im Nahetal bouldern. Dort konnte er im Alten Steinbruch die "Schwarze Messe" ~ Fb 7B und den "Floweffect" ~ Fb 7C bouldern.

Info: C. Gabrysch

Herrenalb: Zöllibat wiederholt


Foto: Alex WennerBild vergrößern
  • Arne Petersen gelang eine Wiederholung des eindrucksvollen „Zöllibats“ in Bad Herrenalb, links der „Klosterwand. Die Tour wurde 2001 von Markus Hoerr eingebohrt und im letzten Jahr von Alex Wenner erstmals frei (RK) geklettert. Die Direktvariante knapp rechts der Haken bewertete Alex mit 10-. Hannes Schilling wiederholte die Tour eine Woche später, wobei er etwas links der Haken kletterte (Linksschleife) und schätze die Schlüsselstelle um einiges leichter ein: 9-. Zudem gelang ihm die Tour Rotpunkt.
    Arne kletterte die Variante von Hannes.

    links: Hannes klettert „Zöllibat“ 9/10-
O-Ton:
„Auch über links ist sie deutlich schwerer als 9-, ein harter 9er wirds schon sein.“
Die bissige, äusserst pressige Originalvariante an Kratzleisten bleibt unwiederholt.

Aus der Pfalz und dem Rest der Welt


Foto: Florent WolffBild vergrößern
  • Hannes Schilling kletterte „Windjammer“ 10- am Fischfels.
  • Pierre Bollinger kletterte am Voralpsee „Mordillo 8a+“

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