SKYLOTEC High Protection. Best Performance.
Red Chili climbing gear
Red Chili climbing gear
Der Schlichter von Wojtek Gumula
bouldern
scubavideo - film über und unter wasser
logo palatinum


Archiv Januar 2012...

Migliederversasmmlung der PK (Vereinigung der Pfälzer Kletterer e.V.)


  • Wann?
    Sonntag, 29. Januar 2012, 10 Uhr
  • Wo?
    Bürgerhaus Waldrohrbach
  • Nach unseren Informationen möchte Heinz Illner das Amt als 1. Vorsitzender abgeben und stellt sich deshalb nicht zur Neuwahl.

Elsässer Kollegen in Buoux

Pierre Bollinger in “La Chiquette du Graal” 8b+ im Sektor Devers
Bild: Yann CorbyBild vergrößern

  • Buoux war früher schon das Winter-Klettermekka in den 1980ern und geriet Ende 90 und im neuen Jahrtausend in Vergessenheit. Es wurde ruhig um die großen Classics wie „Reve dún Papillon“, „Chouca“, „Spectre“ und all die anderen. Bei Gelegenheit scan ich mal paar Dias aus der Zeit, in der wir Chouca, Reve, Elixier oder La chiquette du Graal kletterten. Chouca (in dieser Route wurde Yaniros figure of four zelebriert bei allen, die den Sprung zum Loch nicht machen wollten) und Reve sind zwei absolut aussergewöhnlich geile und coole Linien, die ein Kletterer gemacht haben muss, genau wie La Rose et le Vampir. Unsere elsässischen Freunde waren diesen Winter da und haben ein paar der Klassiker abgehakt.
  • La nuit du lézard 8a+ : Pierre Bollinger
  • Chouca 8a+ : Marc Ott
  • Rêve d'un papillon 8a : Arnaud Gasser, Marc Ott
  • Le cauchemard de l'éléphant 8a : Hervé Fritz, Pierre Bollinger, Marc Ott
  • Elixir de violence 8a : Pierre Bollinger, Marc Ott
  • Territoire de fièvre 7c+ : Simon Frangin

Ingo Walde – Grüße aus Down Under

Ingo Walde mit Surfboard am Strand
Bild: Ingo WaldeBild vergrößern

  • Von Ingo kamen Weihnachtsgrüße aus Australien, vom Surfen, als Surfer. Ob er dort auch zum Klettern/Bouldern kommt, wissen wir nicht, jedenfalls könnte das ein Grund sein, warum sich auf seiner Bouldersite seit Monaten/Jahren nix mehr tut.


Buchrezension – Der Schutzengelfaktor

Buchcover "Der Schutzengelfaktor"
Foto: Malik VerlagBild vergrößern

  • Über Weihnachten ist nicht nur das große Fressen, Faulenzen und Skifahren Tagesprogramm, ich komme auch gerade dann zum Lesen, im Kreis der Lieben.

    O-Ton Malik:
    „Die einen nennen es Gottes Willen, für andere ist es die innere Stimme, die Menschen in Extremsituationen durchhalten lässt. Seit Ernest Shackleton berichten Überlebende immer wieder von einer fast physisch spürbaren Präsenz, so, als ob jemand ihnen die richtige Entscheidung »diktierte«. Jahrelang hat John Geiger zu diesem Phänomen geforscht und präsentiert die schlüssigen Antworten aus Psychologie und Neurologie. Die spannendsten Zeugnisse und Nahtoderfahrungen fügt er zu einem faszinierenden Bild. Er sprach mit Kletterern, ehemaligen Soldaten und Polarforschern. Mit einer deutschen Höhlentaucherin, die nur deshalb dem Tod entkam, weil ihr verstorbener Partner ihr den richtigen Weg aus 30 Meter Tiefe wies. Und mit dem Mann, der – gegen jede Logik – als Letzter dem World Trade Center entrann.“
    O-Ton AlexW:
    „Tja, was soll man da sagen. Für alle Mystiker, Esoteriker und Schutzengelanhänger bietet Geiger mit seinen Recherchen eine Menge Diskussionsstoff zum Thema „Dritter Mann“, „Schutzengel“, „Präsenzen“, die Mann & Frau in Extrem-Situationen scheinbar begleitet haben. Geiger bietet eine Menge an Zitaten, ich hatte den Eindruck willkürlich aneinandergereiht, und Beispiele an, die verschiedene Akteure erlebt haben. Es wird aber nur oberflächlich erklärt und viel spekuliert. Sichtbar war der Dritte Mann für keinen. Wer glaubt, einen Überlebens-Guide zu bekommen, der für extreme Situationen beim Klettern oder anderen Sportarten nützlich wäre (Strategien), irrt. Es gibt unzählige Wiederholungen im Buch, das Geheimniss des Überlebens in Extremsituationen, was der Titel so nett suggeriert, bleibt ungeklärt. Zusammenfassend habe ich aus Geigers Ausführung folgendes mitgenommen : „Wer einen Schutzengel an seiner Seite hatte, oder eine Präsenz, hat überlebt, die restlichen, die diese mystische Affinität nicht besaßen, gingen bei ihren Grenzgängen wohl drauf oder haben auch ohne den Dritten Mann an ihrer Seite überlebt bzw Statistiken und wissenschaftlich vernünftige Beweise dazu gibts keine im Buch. Bei der Masse an Extremgängern und deren Erfahrungen ist das relativ unplausibel und daher meiner Meinung nach nur von rein esoterischem Belang. Die paar psychologischen Darstellungen diverser Fachärzte und Neurologen bieten dazu Wissen, dass jeder, der sich mit Extremsport auseinandersetzt, ohnehin schon weiss wie z.B. „Halluzinationen...ausgelöst durch Sauerstoffmangel, Erschöpfung...“ Wie auch immer, das Buch hinterliess bei mir keine Tiefenwirkung und bleibt am Ende eine Aneinanderreihung vieler Textnoten und von Erfahrungsberichten und Publikationen anderer Autoren, die aber im Vergleich zu Guttenbergen (= kopieren aus dem Netz), schön zitiert wurden, mit Quellenangabe.

    Erschienen im Malik Verlag

    2 von 5 Sternen

Die Flucht – Ein Trainingstag in Durlach

    Es gibt viele Gründe zu flüchten, die Flucht aus dem Alltag, die Flucht vor sich selbst, vor selbst ernannten Rangern in Kletter- und Bouldergebieten, aber Flüchten will trainiert sein. In diesem Video seht ihr, wie AlexW sich seine täglichen Trainingsläufe in Durlach gerne gestalten würde. Man beachte auch den recht ungewöhnlichen Einstieg ins Auto bevor es ins Cafe geht (Anm.d.Red: Kaffeetrinken ist ein essentieller Bestandteil), den kollektiven Mitlauf seiner Kumpels über den Dächern von Karlsruhe und das alternative Abstiegstraining aus Highballs– ich meine das ist einfach nur spektakulär. Ok, den Sprung ins Blumenbeet vergessen jetzt besser die Botaniker, Mikrobiologen und Schützer großzügerweise, das war ein Fauxpas, den wir nicht rausschneiden konnten.

Quelle: youtube.com


Kurz-Rezension – „Wie man Kletterer wird“  - C. Willumeit

Bild vergrößern
Foto: panicoBild vergrößern

  • O-Ton panico:
    “Christoph Willumeit, in Hamburg geboren und inzwischen Berliner, ist ein alpin ziemlich Spätberufener.
    Eingehend und eindrücklich schildert er in seiner ersten Geschichtensammlung, wie man vom Barhocker an den Berg gelangt, sich dort heillos verirrt und warum man nach mühseligem Abstieg gleich wieder ganz dringend aufsteigen muss. Die branchenüblichen Höchstleistungen, Heldentaten und farbenfrohen Erfrierungen interessieren ihn dabei nur am Rande. In Willumeits Buch geht es vielmehr um die Drangsale des ganz normalen Kletterers - und um die Verwunderung darüber, dass man einer bestürzend nutzlosen Beschäftigung mit Haut und Haaren verfallen ist. Und dann geht es noch um Zufall, um Angst, um wilde Streitereien und alpine Seligkeit, um schottischen Matsch und die unbedingte Vermeidung von Konditionstraining.
    Kurz gesagt: Es geht um alles!”

    O-Ton AlexW:
    „Nachdem ich mich mit den ersten Kurzgeschichten von Willumeit warmgelesen hatte, Geschichten, die teils witzig, teils kletterphilosophisch und mit einer, sagen wir, teilweise etwas schwülstigen und gekünstelten Sprache formuliert sind, kommt die Krönung des Buchs – Der Artikel über Chamonix, der selbsternannten Kletterhauptstadt Europas – sehr lustig. Jetzt will ich aber mal nicht spoilern und zu viel verraten, lesen lohnt sich und auch der letzte Aufsatz, bei dem Willumeit versucht, das „Warum“ des Kletterns zu erklären, macht dieses Buch zur Kaufempfehlung."

    Erschienen bei panico Alpinverlag

    4 von 5 Sternen


Kurz-Rezension – „Der Berg ist nicht alles“  - Hias Rebitsch

Buchcover
Foto: panicoBild vergrößern

  • O-Ton Tyrolia-Verlag:
    „Mathias "Hias" Rebitsch (1911-1990) gehörte in den 1930er- und 1940er-Jahren zu den weltweit besten Kletterern. Seine Erstbegehungen im Karwendel, Kaisergebirge oder in den Stubaier Alpen zählen zu den schwierigsten ihrer Zeit und nötigen selbst heutigen Spitzenbergsteigern Respekt ab. Rebitsch war in erster Linie Freikletterer und erreichte nachweislich bereits Ende der 1930er-Jahre den siebten Schwierigkeitsgrad - den es offiziell erst seit 1977 gibt. Legendär ist Hias' Eiger-Nordwand-Versuch 1937 zusammen mit Ludwig Vörg: Nach einem infernalischen Wettersturz kamen sie als erste Partie lebend aus der berühmt-berüchtigten Wand zurück. Im selben Jahr erreichte Rebitsch am noch unbestiegenen Nanga Parbat den Silbersattel. Auf Sechstausendern der Puña de Atacama (Argentinien) entdeckte er ab Mitte der 1950er-Jahre bis dahin unbekannte Zeugnisse der Inkakultur ("Die silbernen Götter des Cerro Gallan") und wurde darüber zum anerkannten Forscher und Höhenarchäologen.“

    O-Ton AlexW:

    “Nachdem ich mich durch die Einleitung von Höfler gearbeitet hatte, was ich als mühsam empfand, langatmig und schlichtweg langweilig, leitet das Buch dann glücklicherweise gekonnt über zu Rebitschs Original-Berichten, deren Sprache entsprechend der Zeit des Eroberungsalpinismus sehr blumig und fast romantisch daherkommt, im Sieg der Selbstsucht,gerüstet gegen alle alpine Gefahren. Die Kollegen in den 40-zigern, wahrscheinlich auch durch den Krieg gezeichnet, betrieben, wenn man die Texte liest ein heroisches, kriegerisches, fast militärisches Projekt, dessen Feind die Wand, die Klettertour ansich war. Jedenfalls wird deutlich, dass Rebitsch wohl schon wie Preuß, den Freiklettergedanken weitergetragen hat und sicherlich so die Entwicklung unseres Sports maßgeblich beeinflusst hat, zumindest bis kurzfristig das Diretissima (Eis)-enzeit Alter Einzug hielt. Dass man dann in den 70-zigern dank Karl,Kiene,Albert und Co wieder zu alten Werten eines Rebitsch oder Preuss zurückgefunden hat, finde ich löblich, aber auch höchst beachtlich."

    Erschienen im Tyrolia Verlag

    4 von 5 Sternen

zu den älteren News