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Archiv Januar 2011 ...

Rezension – Robert Steiner: „Allein unter Russen“

Titelseite
Foto: Panico Alpinverlag
  • Nach seinen ersten beiden Büchern „Selig, wer in Träumen stirbt“ und „Stoneman“ bringt Robert Steiner jetzt sein drittes Werk auf den alpinen Büchermarkt.
    Vorab: Meine Bibliothek umfasst mittlerweile unter anderem gut 700 Alpin-Bücher, daher tut neues, erfrischendes und vor allem fesselndes Material richtig gut, bei all den langweiligen Exped- und tausend mal gehörten und kopierten Erlebnissberichten anderer Autoren.
    Das ist in etwa vergleichbar mit den zu oft gesehenen und immer wieder gleichen Kletterperspektiven in den klassischen Klettermagazinen. Da sieht's in Spanien aus wie in Kalymnos, in Italien wie in den Klettergebieten Frankreichs. Die pure Langeweile beim Durchblättern, meine Damen & Herren - ätzend!

    Steiners literarischer Stil gefällt mir. 374 Seiten Kurzweil und man merkt ziemlich schnell, dass Steiner, wie einige andere auch, ein Suchender, aber auch Leidender ist. Die Suche nach sich selbst, nach dem stets etwas anderen Erlebniss. Es geht in einigen Geschichten um ganz dramatische Momente im alpinen Theater, aber auch Abgelegenes und weniger Bekanntes zusammen mit den Russen stand auf seinem bergsteigerischen Programm. Selbst die Fahrradtour durch Nepal beschreibt Steiner in einem Stil, der lustig, aber für Fahrradtouren überraschend, auch ganz spannend formuliert ist.
    Steiner bringt mit seinen Erlebnissen jedenfalls seine extreme Leidensbereitschaft und seine Schmerztoleranz in eisiger Kälte bei Dehydration und beim Hungern in großen Wänden zum Ausdruck, was bei den gewählten Touren bei den zapfigen Jahreszeiten aber auch schon in der Planungsphase zu erwarten war. Wie es in einem Zweimannzelt zu siebt zugeht, will ich jetzt gar nicht wissen, vor allem will ich nicht wissen, wie es da riecht, nach Tagen zusammen in einer Wand. Aber das spielt beim gemeinsamen Überleben in dieser wilden und widrigen Einsamkeit eine eher untergeordnete Rolle. Am Ende zahlt Steiner einen hohen Preis für seine egomanen Trips. Einen Preis, den in meinem kletternden Umfeld schon einige zahlen mussten.

    Das Buch dürfte selbst Couchpotatoes begeistern, die Abenteuer und die Wildnis nur aus „Hilfe- ich bin ein Star- holt mich hier raus“ kennen. Ich frage mich, ob Steiner sich das manchmal nicht auch gewünscht hat - dass ihn da einer rausholt.

    Fazit:
    Höchst empfehlenswert - muss man gelesen haben. Ein klares Fazit, bei all dem Mist, den bergsteigende Schreiber der Neuzeit sonst so ablassen und den Halbwissenden damit begeistern.

    Erschienen im panico Alpinverlag, 1. Auflage 2011, 374 Seiten, 12,80 Euro

    Zu beziehen bei panico.

Rezension von Alex Wenner

Klettern auf Sizilien - letzter Teil

Blick aufs Klettegebiet
Foto: AlexW, Bildbearbeitung: Larie Fee Wenner
  • Im letzen Teil des Sizilien-Specials zeigen euch AlexW und MariaT die Gebiete Monte Monaco, Crown of Aragon und Neversleeping Wall.

    Artikel lesen

Kirschfels – Bouldern Pfalz

Electric Avenue fb. 7c+ am Kirschfels
Foto: Ingo WaldeFotostrecke ansehen
  • Peter Deißer boulderte gut gespottet am Kirschfels den Boulder „Metanoia“ Fb.7c.

    Dazu mal 'ne kleine Story zur Erstbegehung des Nachbanr „Electric Avenue“ Fb.7c+ Anfang 2000:
    Lutz Limburg, wie immer top motiviert, hatte unter der Woche keinen gefunden, der ihn zum abgelegenen Kirschfels begleiten wollte, also ging er alleine. Klar war, das Electric Avenue machbar ist. Zwei Matten hatte er auf dem Absatz abgelegt, aber der Zug zur Dachkante befindet sich genau oberhalb der Abbruchkante. Da geht's gut 5 m runter. Bei einem Versuch konnte Lutz den Körperschwung net gescheit abfangen und flog nicht auf den Absatz, sondern über die Kante weg gut 7-8 m tief in den Wald. Glücklicherweise ist nichts passiert, bei dem langen Rückweg und damals noch ohne Handyempfang an dem abgelegenen Ort im Pälzer Wald auch recht gefährlich.

Kurioses - Die Kirche geht klettern


Jahreslosung
  • Interessant, was die Kirche im Rhein-Neckar Raum als Jahreslosung 2011 auf eine Karte gedruckt hat.

    Der blonde Heilige hängt mit kurzen Lycras irgendwo in den Westalpen bei -10°C im Seil und sagt:
    "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem" Römer 12,21
 

Skiing in Oberstdorf - Allgäu

Skipiste in Oberstdorf
Fotostrecke: AlexWFotostrecke ansehen
  • Mit -20°C gab's am 23.1 den kältesten Tag am kältesten Ort in Deutschland und wir waren mittdendrin, statt nur dabei. Geiles Wetter, blauer Himmel aber klirrende Kälte liessen die Fresse gefrieren. Selten war AlexW so sprachlos wegen Gesichtsstarre wie an diesem Wochenende im Allgäu.

Climbing in Sicily, Part 2


Felswaben
Foto: AlexW
  • Im zweiten Teil unseres Sizilienberichts zeigt euch AlexW das Klettergebiet Salinella, 4 km breit und bis zu 50 m hoch, mit mehr als 150 Touren bis 8b, darunter Touren wie „Pipeline“ 7c, „Red Alert“ 7c+, „Sound Garden Extension“ 8b und jeder Menge Soft-Climbs.
    Ideal für den gepflegten Neujahrsstart in die Klettersaison.

    Zum Artikel
 

AlexW in San Vito lo Capo, dem neuesten Klettergebiet Siziliens

  • Entgegen aller Experten-Prognosen, Sicily wäre im Hochwinter untauglich zum seriösen Angriff, korrigieren wir und sagen: „Um richtig hart zu pullen, war es fast zu heiss an manchen Tagen (>20°C) und eignet sich daher, so wie laut Topo und aktuellem Routenangebot angedacht, hervorragend zum Apres-Genuss-und-softem Hardcore-Climben (max. 8b) im Dezember und Januar“. Fairerweise muss man allerdings erwähnen, dass wenn die Sonne oberhalb der Wolken oder hinterm Berg verborgen bleibt, wie im Winter üblich, eine Dauenjacke zum Pflichtinteriör gehört.Südlich von Palermo am Cap von San Vito gibts seit einigen Jahren feinster von einem Maschinbauingeneur Titt und anderen erschlossener Kalk, haben wir uns sagen lassen.

    Hier geht's zum ersten Teil des Artikels.

Wintersonne & Kalk im Süden – Kalymnos + Sicily

Kletterer in Kalymnos
Bild: Julius WestphalFotostrecke starten
  • Julius Westphal kletterte in Kalymnos „Fun de Chicane“ 8a und „Daniboy“ 8a on sight und flashte „Angelica“ 8a.
  • David Podbielski flashte „Priapos“ 7c in der Grande Grotta.
  • Lena Deißer kletterte „Armara Sikati“ 7b in der Sikati Cave on sight und flashte „Ivi“ 7b & „DNA“ 7a+ in der Grande Grotta.
  • Siggi Schwartz kletterte in San Vito lo Capo (Sicily) „Black Snake“ 7b.
  • Oli Keller kletterte im Crown of Aragon „Megadave“ 8a.
  • Alex Wenner kletterte in San Vito „Sound Garden“ 8a und „Red Alert“ 7c+ als zwei besonders schöne und ne Menge andere.

In München rockt die Kuh


Bersportbegeisterung
Foto: Neulich vor einer Kletterhalle in München – es werden Start- und Platzkarten verteilt
  • Medienberichten zufolge klettern in München rund 30.000 Menschen. Die Kletterhallen überboomen ein bisschen. Mit Abstand weist die Welthauptstadt des Kletterns die meisten künstlichen Kletterwandquadratmeter je Einwohner auf. Die Anzahl an Kletterwettkämpfen scheint in München einmalig zu sein. Da blickt schon gar keiner mehr durch, soviele Wettkämpfe gibt es.
    In der Pfalz werden jetzt alle no footsteps Schilder ersetzt durch: „Macht den Weg frei – ihr Plastikschwuchtel – aufi goahts nach München“
    (Motto Macht den Weg frei ihr Schwuchtel von Crux-Griffe Erfinder C.K).

 

 

Weihnachten – Powder im Zillertal

Vor der Skihütte
Fotostrecke : AlexW Fotostrecke starten
  • Über Weihnachten ging's für AlexW mit Anhang ins Zillertal zum Powdern. Geiler Schnee, Topwetter und Wellness vom Feinsten im Gourmet-Tempel standen auf dem Programm, bevor im Rock bei einer Top Party das neue Jahr begonnen wurde. Danach ging's direkt nach Sizilien - San Vito lo capo zum Klettern. Stay tuned. Ein Artikel mit Bilder-Galleries folgt. Ein rundum geiler Winter bisher.

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