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Richtilinien
für die Pfalz
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Richtlinien für sanftes
Kletten im Naturpark Pfälzerwald
Mit zunehmender Beliebtheit des Klettersports und
dem damit verbundenen immer größer werdenden Andrang
an den Felsen ist es nötig, bestimmte Verhaltensregeln abzustimmen.
Denn die Freiheit und Kreativität des Kletterns sollen unter
Schonung der Natur weitgehend erhalten bleiben.
- Verhalten am Fels
Die Felsen der Südpfalz sind Lebensraum
für seltene Pflanzen, die nicht beschädigt oder entfernt
werden dürfen. Bei Sperrungen aus Gründen des Artenschutzes
sind die Sperrschilder des Arbeitskreises Klettern und Naturschutz
Pfalz (AK+N) verbindlich. Darüber hinaus werden die Sperrinfos
in den Schaukästen der PK und unter www.pfaelzer-kletterer.de
veröffentlicht.
Jeder Kletterer sollte sich so verhalten, dass am Fels so wenig
Spuren als möglich zurückbleiben. Auf den Gebrauch
von Magnesia soll verzichtet werden. Routenblockaden durch endloses
Topropen sind zu vermeiden. Um Fels- und Baumschäden zu
minimieren, bitte immer lange Schlingen zur Umlenkung benutzen.
Die von der Vereinigung der Pfälzer Kletterer angelegten
Gipfelbücher sind langjähriger, wesentlicher Teil
der südpfälzischen Kletterkultur. Für Schmierereien
und sonstigen Missbrauch sind sie zu schade!
- Verhalten im Umfeld der Felsen
Das Befahren von Forst- und Waldwegen mit
Kraftfahrzeugen ist gesetzlich verboten und hat erhebliche Geldbußen
zur Folge. Bitte deshalb nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen
parken. Zu den Felsen sind nur die üblichen Zu- und Abstiege
zu benutzen. Übermäßiger Lärm sollte vermieden
werden. Felssperrzeiten sind unbedingt zu akzeptieren. Abfälle
haben selbstverständlich in der Natur nichts zu suchen.
- Verändern von bestehenden Routen
Der ursprüngliche Charakter der anspruchsvollen
Kletterei in der Südpfalz soll in jedem Fall erhalten bleiben.
Für klassische Wege und für Wege, bei denen die Erstbegeher
nicht mehr erreichbar sind, übernimmt die Fachgruppe Sanierung
und Sicherheit (SANSI) die Koordinierung nachträglicher
Sicherungsmöglichkeiten. Zusätzliche Ringe (nH = nachträglich
geschlagener Haken oder Ring) dürfen daher nur nach Absprache
mit dieser Fachgruppe bzw. dem Erstbegeher gesetzt werden.
- Neuerschließung/Erstbegehungen
Die Anzahl der Kletterwege hat einen Stand
erreicht, bei dem natürlich kletterbare Linien als Routenvorgabe
nur noch in begrenzter Anzahl zu finden sind. Auch um Konflikten
mit den Naturschutzverbänden und Behörden vorzubeugen,
sollten Erstbegehungen mit größtmöglichster
Rücksicht auf die Natur erfolgen.
- Die vorhandene Vegetation ist zu belassen. Dies bezieht
sich sowohl auf den Routenverlauf als auch auf den Felsfuß.
- Der Erschließung von unten, die einen hohen Aufwand
an Kreativität und Moral abfordert, ist gegenüber
der Erschließung von oben der Vorzug zu geben. Nach
Möglichkeit sind mobile Sicherungsmittel (Keile, Friends
usw.) einem betonierten Ring vorzuziehen.
- Der Erstbegeher / Erschließer entscheidet unter
Beachtung der Richtlinien
in eigener Verantwortung über die Ausstattung der von
ihm eröffneten Route mit Sicherungsringen.
- Es werden nur noch die offiziellen Ringe der Fachgruppe
Sanierung und Sicherheit akzeptiert.
- Zu geringe Ringabstände werden nicht toleriert. Eine
zunehmende Routendichte darf nicht dazu führen, dass
neu gesetzte Ringe von einer bestehenden Route aus greifbar
sind. Ein Mindestabstand muss immer gewahrt bleiben.
- Eine Erstbegehung ist abzuschließen, ehe ein neues
Projekt begonnen wird. Als Zeichen für eine projektierte
Route gilt eine Schlinge im ersten Ring.
- Manipulierte Routen
Die künstliche Schaffung und Erhaltung
von Griffen und Tritten wird grundsätzlich abgelehnt, da
die Natursportart Klettern ausschließlich von natürlich
vorgegebenen Felsstrukturen lebt. Dies gilt auch für das
übermäßige "Abräumen" von brüchigem
Gestein sowie das Verändern von Felspartien. Solche massiven
Eingriffe an den als Naturdenkmäler ausgewiesenen Felsen
sind aufgrund der bestehenden Rechtsverordnung verboten.
Sollte trotzdem bei Neutouren gegen diese Richtlinien verstoßen
werden, wird diese Tour von der Fachgruppe SANSI abgebaut! Diese
Entscheidung wird von allen im Arbeitskreis K+N vertretenen
Verbänden und von den Landespflegebehörden mitgetragen!
Nur durch Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein
sowohl untereinander als auch gegenüber der Natur ist es
möglich, dass das einvernehmliche Nebeneinander von Klettern
und Naturschutz im Naturpark Pfälzerwald auch für
die Zukunft bewahrt bleibt. Jeder Kletterer kann durch vorbildliches
Handeln seinen positiven Beitrag leisten.
Vereinigung der Pfälzer Kletterer (PK),
Fachgruppe Sanierung und Sicherheit (SANSI) im Arbeitskreis Klettern
und Naturschutz Pfalz (AK+N), die Unteren Landespflegebehörden
Landkreis Südliche Weinstraße und Südwestpfalz,
Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. des Deutschen Alpenvereins
(DAV), Wasgau- Klettergilde (WKG)
Juni 2005
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Wie immer und überall
gilt auch bei uns:
Wer einen Fels erst mal gefunden und seinen Spass
gehabt hat, der nimmt seinen Müll wieder mit. Die nachfolgend
zusammengefassten Verhaltensweisen sollten selbstverständlich
sein:
- Parken nur auf ausgewiesenen Parkplätzen
- Nur gekennzeichnete Wege und Zustiege benutzen,
keine Abkürzer
- Die geltenden Felssperrungen beachten (Schautafel
z.B.am Bärenbrunnerhof)
- Magnesia und Pof nur in Maßen (nicht in
Massen) benutzen und nur bei den wirklich harten Problemen
- Pflanzen und sonstiges Gestrüpp dort lassen,
wo es sich wohlfühlt
- Alle Abfälle wieder mitnehmen, auch Kippenreste
- Kein offenes Feuer
- Unnötigen Lärm vermeiden
Weitere wichtige Infos zum Klettern im Einklang
mit der Natur findet ihr auf der
Website der Pfälzer Kletterer e.V. |
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Felssperrungen
im Klettergebiet Südpfalz
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Aktuelle Felssperrliste Südpfalz
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- Sperrliste Südpfalz, Stand 09.07.2010
Aus Naturschutzgründen werden Kletterer und Wanderer
aufgefordert, die folgenden Einschränkungen zu berücksichtigen.
Ergänzend zu dieser Liste erfolgt bei den zeitlich
befristeten Sperrungen eine Beschilderung vor Ort. Bei
Unstimmigkeiten zwischen Liste und Schildern sind die
Schilder maßgebend!
Vollsperrungen: keine
Teilsperrungen: keine
ganzjährige Sperrungen
- Bänderfels (Kaiserweg gesperrt)
- Schafsfelsen - Holderturm (Schandarigipfel
gesperrt)
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Info: PK
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