Am
Ende von das Saison nochmals in die Pfalz fahren, dass ist es
doch. Wettervorhersage ist zweifelhaft aber was soll's. Samstags kann
ich dann zum ersten mal
Boulderen in Bad Durkheim. Was ist Sandstein schön. Dass Wetter hält
und wir haben Spaß. Abends sind wir in Kaiserslautern verabredet
mit Bekannten von meinem Kumpel. Dass Resultat ist eine Heavy
Party bis tief in die Nacht. Morgens soll es regnen aber dafür auch
Bier am Abend.
Aber es regnet morgens nicht. Mit Holzkopf und einen sehr aktiven
Darmpaket bewegen wir uns jetzt zum dritt Richtung Südpfalz. Heute
ist Retschelfels angesagt. Mein Kumpel hat da eine sehr schöne Tour
geklettert in Vorjahr und ich soll da unbedingt rein. Nichts geht aber.
Ich merke schon beim Aufwärmen das sich meinen Motivation heute nicht
auf meinem Körper übertragen lässt. Trotzdem versuche ich
diese aufwärmer noch zu Rotpunkten. Kein Erfolg. "Och lassen
wir es doch für heute". Aber wenn er zum zweiten mal aus dem
Busch zurückkommt, hat mein Kletterpartner eine gute Idee. An die
andere Seite von Felsen soll ein obergeile riss sein. Noch von Güllich
erstbegangen und E1/7 bewertet. Es ist schon spät aber die zwei packen
ihre friends und hexen und keilen raus. Die Dinger sehen ja sehr cool
aus. Darüber habe ich schon vieles gelesen. Wie Friends zu platzieren
sind und worauf alles zu achten ist und so. "Wer geht dann erst hoch?",
Fragt einer. Freund 1 hat nicht dass Niveau sagt ehr. Freund 2 meint dass
es mein Tag ist mal Freunden zu werden mit friends. Es ist mir alles egal
nach so einem Party-Abend, dass ich denke dass es mal gut sein kann, etwas
total anderes zu machen. Ich kriege kiloweise Aluminium umgehängt
und die viele lächerliche Anmerkungen und Tipps höre ich gelassen
an.
Dann geht's los. Erst mal durch diesen Gemüsegarten hoch krabbeln
zum eigentlichem Fels und der Anfang von riss. Da sollte ein Große
friend reinpassen, war mir vorher gesagt. Ich lege das Teil im riss rein
und denke: "Yes, mein erste, und die traue ich wahrscheinlich.". Über
die Dachkante kann ich ein Keil legen. Aber ich weiß dass die nicht
gut liegt. Trotzdem lasse ich es so. Ich klettere weiter. Noch ein friend
etwas höher. Auch die traue ich eigentlich nicht. Dafür lauft
aber mein arm ganz voll. Weiter dann. PATS! Mein linkerhand schießt
raus mit ein Stuck Sand(Stein) drin. Aber mein rechterhand bleibt im riss
verklemmt stecken. "Ha, ich lasse mich nicht so schnell runterkriegen",
und ich klettere weiter. Ein Meter höher kann ich ein hex rein fummeln. "Zieste,
ist gar nicht so schwierig. Kannste ein Pkw mit hochziehen, wenn's sein
muss."
Aber wo ist dann der nächste griff? Ich sehe nur ein schmale riss
vor mir. Rechtenarm noch mehr vol Schmerzen von zulaufenden milchsauer.
Und wo muss ich hier meinen Füßen setzen? "Im riss stehen",
rufen sie unten, und sie grinsen. Noch mal ein friend rein. Diesen schöne
Metallteilen greifen nur halb im Fels. Aber ich ziehe dran und es hält.
Ein zweite friend zum Sicherheit. Ich kucke runter und es ist vorbei.
Angst und zittern kommen endlich durch mein erfahrungs- und Ausdauerbarriere.
Ich möchte runter. Ich werde vorsichtig an diese halbangreifende
friend abgelassen und mein erfahren risskletter-und-keilen-und-friends-plazierende
freund 'rennt' hoch. Es wird auch schnell dunkel. Beim Klettern wird mein
freund ziemlich leise und Stil. Oben angekommen baut er an einem ring
um und zieht ans Seil.
Rutsch! Da ist mein erstgelegte friend schon. Und gleich danach
kommen meinem gelegten Keil und mein zweite friend runtergeflogen. Jetzt
wird's mir auch Stil (und ein bisschen bleich um die Nase). Ich lebe noch!
Ich bin scheinbar durch dass Sprechwörtliche Auge eine Nadel gekrochen.
Wenn mein Kumpel wieder unten ist räumen wir auf. Im dunkel gehen
wir zurück zum Auto und da trinke ich erst mal ein Bier. Wir reden über
welche Tour ich dem nächste mal klettern Sol. Ob ich mich dann wieder
traue? Jedenfalls bin ich noch heil und habe mal an 'echtem' klettern
gerochen.