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von Petje Coenen Mit Friends und Freunden

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Am Ende von das Saison nochmals in die Pfalz fahren, dass ist es doch. Wettervorhersage ist zweifelhaft aber was soll's. Samstags kann ich dann zum ersten mal Boulderen in Bad Durkheim. Was ist Sandstein schön. Dass Wetter hält und wir haben Spaß. Abends sind wir in Kaiserslautern verabredet mit Bekannten von meinem Kumpel. Dass Resultat ist eine Heavy Party bis tief in die Nacht. Morgens soll es regnen aber dafür auch Bier am Abend.

Aber es regnet morgens nicht. Mit Holzkopf und einen sehr aktiven Darmpaket bewegen wir uns jetzt zum dritt Richtung Südpfalz. Heute ist Retschelfels angesagt. Mein Kumpel hat da eine sehr schöne Tour geklettert in Vorjahr und ich soll da unbedingt rein. Nichts geht aber. Ich merke schon beim Aufwärmen das sich meinen Motivation heute nicht auf meinem Körper übertragen lässt. Trotzdem versuche ich diese aufwärmer noch zu Rotpunkten. Kein Erfolg. "Och lassen wir es doch für heute". Aber wenn er zum zweiten mal aus dem Busch zurückkommt, hat mein Kletterpartner eine gute Idee. An die andere Seite von Felsen soll ein obergeile riss sein. Noch von Güllich erstbegangen und E1/7 bewertet. Es ist schon spät aber die zwei packen ihre friends und hexen und keilen raus. Die Dinger sehen ja sehr cool aus. Darüber habe ich schon vieles gelesen. Wie Friends zu platzieren sind und worauf alles zu achten ist und so. "Wer geht dann erst hoch?", Fragt einer. Freund 1 hat nicht dass Niveau sagt ehr. Freund 2 meint dass es mein Tag ist mal Freunden zu werden mit friends. Es ist mir alles egal nach so einem Party-Abend, dass ich denke dass es mal gut sein kann, etwas total anderes zu machen. Ich kriege kiloweise Aluminium umgehängt und die viele lächerliche Anmerkungen und Tipps höre ich gelassen an.

Dann geht's los. Erst mal durch diesen Gemüsegarten hoch krabbeln zum eigentlichem Fels und der Anfang von riss. Da sollte ein Große friend reinpassen, war mir vorher gesagt. Ich lege das Teil im riss rein und denke: "Yes, mein erste, und die traue ich wahrscheinlich.". Über die Dachkante kann ich ein Keil legen. Aber ich weiß dass die nicht gut liegt. Trotzdem lasse ich es so. Ich klettere weiter. Noch ein friend etwas höher. Auch die traue ich eigentlich nicht. Dafür lauft aber mein arm ganz voll. Weiter dann. PATS! Mein linkerhand schießt raus mit ein Stuck Sand(Stein) drin. Aber mein rechterhand bleibt im riss verklemmt stecken. "Ha, ich lasse mich nicht so schnell runterkriegen", und ich klettere weiter. Ein Meter höher kann ich ein hex rein fummeln. "Zieste, ist gar nicht so schwierig. Kannste ein Pkw mit hochziehen, wenn's sein muss."

Aber wo ist dann der nächste griff? Ich sehe nur ein schmale riss vor mir. Rechtenarm noch mehr vol Schmerzen von zulaufenden milchsauer. Und wo muss ich hier meinen Füßen setzen? "Im riss stehen", rufen sie unten, und sie grinsen. Noch mal ein friend rein. Diesen schöne Metallteilen greifen nur halb im Fels. Aber ich ziehe dran und es hält. Ein zweite friend zum Sicherheit. Ich kucke runter und es ist vorbei. Angst und zittern kommen endlich durch mein erfahrungs- und Ausdauerbarriere. Ich möchte runter. Ich werde vorsichtig an diese halbangreifende friend abgelassen und mein erfahren risskletter-und-keilen-und-friends-plazierende freund 'rennt' hoch. Es wird auch schnell dunkel. Beim Klettern wird mein freund ziemlich leise und Stil. Oben angekommen baut er an einem ring um und zieht ans Seil.
Rutsch! Da ist mein erstgelegte friend schon. Und gleich danach kommen meinem gelegten Keil und mein zweite friend runtergeflogen. Jetzt wird's mir auch Stil (und ein bisschen bleich um die Nase). Ich lebe noch! Ich bin scheinbar durch dass Sprechwörtliche Auge eine Nadel gekrochen. Wenn mein Kumpel wieder unten ist räumen wir auf. Im dunkel gehen wir zurück zum Auto und da trinke ich erst mal ein Bier. Wir reden über welche Tour ich dem nächste mal klettern Sol. Ob ich mich dann wieder traue? Jedenfalls bin ich noch heil und habe mal an 'echtem' klettern gerochen.