Vorwort zum Film
Boulder Area
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von Alex Wenner Kuckucksuhren und Blitzanlagen
An einem grauen, aber nicht hoffnungslosen Ostervormittag ´04

Anabol IIDie Schwarzwaldmädels mit ihren schwarzen Trachten und die Kuckucksuhren, aber auch der Räucherschinken kennt man und quali- und quantifiziert dadurch den Schwarzwald als Touristenhochburg par excellance.
Die Sandsteinblöcke im Grossraum Schwarzwald kennt dagegen fast niemand und das war Grund genug für uns, Tom Regelmann´s Reich der Nagolder Quacken einen Besuch abzustatten.

Von Karlsruhe führt eine recht angenehme Fahrt vorbei an alten Fachwerkbauten und dreisten Blitzanlagen. Durch mehrere Kurorte und mit ein bisschen Glück punktefrei in Flensburg, erreicht man mühselig schleichend hinter professionellen Sonntagsfahrern eine Schwarzwälder Klettererhochburg. Der Ort liegt nett eingebettet im Tal und die Seitenarme bieten mehrere alte Sandsteinbrüche, um equipped mit Seil, manchmal auch mit ein paar rocks & friends, die Abendstunden zu verkürzen. Einziges Manko sind die spärlich vorhandenen schwierigeren Klettereien, und die wenigen die es gibt, sind eher von undefinierbarer Qualität bis hin zu grottenschlecht.

Die Motivierte Crew im Tal, auf der Suche nach Neuland und harten Moves, wurde in der Nähe einer Burgruine fündig.
Tom, einer der aktivsten Erschliesser, hat die Blöcke bis auf wenige Ausnahmen geputzt und die meisten der Boulder erstbegangen. Die im Wald verstreuten Eier bieten primär Genussboulderei an exzellentem Sandstein. Die Traverse „Lotterbett“ Fb.7a trav mit ihren flachen Auflegern am Ende, die Hooktraverse „Fly-Flop“ Fb.5+ trav und der technisch nicht ganz uninteressante Mantle „Executivgewalt“ Fb.6b sind auflockerndes Pflichtprogramm im Gebiet. Zwischendurch werden auch die glücklich, die hart zupacken müssen, um die Vorspannung im Unterarm nicht zu verlieren. Der Tierblock, direkt am Hang gelegen, bietet mitunter die Testperle der Area, direkt benachbart schleicht es sich mässig schwer durch eine Platte. Die „Nachtschicht“ Fb.7c+, ist qualititativ aussergewöhnlich gut, Untergriffpresser, flache pfalztypische Sloper und schwierige Plattenstelle zum Top.

Bei dem Ambiente und der Festigkeit des Sandsteins ist es traurig, dass das Gebiet als erschlossen betrachtet werden muss, Neuland für ganz harte Nüsse gibt es nicht wirklich.
Trotzdem, es war ein schöner Tag, und als er zu Ende ging, war nichts mehr wie es war.

Frequently asked Questions:

  • Wo ist das genau?
    Keine Ahnung, ziemlich abgelegen, zudem top secret.
  • Zugang:
    Ist sehr abenteuerlich und findet sowieso keiner.
  • Lohnt sich das überhaupt?
    Leider ja, die Qualität ist gut, aber die meisten Boulder sind zu leicht, daher fahrt erst gar nicht hin.
  • Ist das Gebiet von einer Sperrung bedroht?
    Sehr kritisch, deswegen besser nicht hinfahren.
  • Die Boulder:
    Findet man, also gibts hier eine Liste für die, die´s eh kennen. Alle anderen verlassen die News-Seite besser direkt.

Die Boulders:

Geiger 5+
SD an Henkel (Schriftzug), linkshaltend über Lette und Mantle auf den Block

Lotterbett 7a trav.
SD wie 1, komplette Rechtstraverse an Letten, Leisten und Sloper, endet ganz rechts, an sandigem Seitgriff

Finger ins Loch 4+
SD an roten Markierungen, nur rot zum Band

Mitte durch 6a
SD in der Mitte des Blocks, ohne holds von 3 und 5 durch die Wand zum Band

Matrix 5
SD rechts an schwarzer Markierung, nur mit schwarz zum Band

4
1m rechts von Matrix SD, über Leisten zu Band in 3m Höhe

Ladeluftkühler 4
SD an seichtem Seitgriff und Rippe, ohne linkes grosses Band zum Stehen links in die Platte über Lette und Loch zu Band

Ritter 6a+ trav.
SD wie 7, Rechtstraverse an flachen Leisten bis zum Überhang-Henkel in Blockmitte 8a

Ritter & Knapp 6b trav.
wie Ritter, nur bis zum ganz rechten Blockende traversieren, oben über die Dachhenkel, endet an markanter Leiste rechts aussen

Knapp 4+ trav.
startet am Ende von Ritter, von Henkel grade in den Überhang und Rechtstraverse zum Blockende

Chongo 4+
SD an Rippe im Dach, zu Henkel über Dachkante und raus zu Henkel, zum Top mit Mantle lohnt nicht

Glongo 6a trav.
SD rechts aussen, Linkstraverse bis zum linke Blockende in der Verschneidung, dort zu Abschlusshenkel

Glongo I 5 trav.
SD wie Glongo, nur bis zur Kante, über Lette zum Blockende gerade hoch.

Henker 5+ trav.
SD links an roter Markierung, nur rot markierte Griffe Rechtstraverse zu Henkel

Schwarze X 4+
SD in Mitte an schwaren X-n, gerade mrkiert über seichte Verschneidung zu Band

Schwarze X Sprung 6a
SD wie Schwarze X, aber von den 2 X-n, Sprung links hoch zu Knubbel auf Band

Grün 5 trav.
SD rechts an grüner Markierung, nur grün Linkstraverse

Kinderplatte 2
durch die Platte entlang einer Verschneidung/Rippe
verschienene Plattenvarianten links & rechts der Rippe 4....x

Fly-Flop 5+ trav.
SD ganz links (markiert), Foothooktraverse bis ganz nach rechts, dort mit Mantle auf den Block

Fly-Flop kurz 5+ trav.
SD wie 16, bis Blockmitte, mit etwas schwierigerem Mantle als 16 gerade auf den Block

Spider 4+
SD an rot mark. Griffen, Presser zur runden Kante, über die flache Kante fast Highball zum Top

Spider-Platte 2
3m rechts von 17 Stehstart, gerade durch die Platte

GPS 6a+ trav.
Start links an den beiden rot markierten Griffen, Rechtstraverse bis um die Ecke (Ende markiert)

Blutblase 5
Start wie 19, gerade über kleine Leiste zu Band und auf den Block

Sprung 5+
2m rechts von 20, SD zu 2 Pufferleisten, von dort Sprung zu Band und zum Top

Aufgehookt 6a
2m rechts von 21, SD, über Zange und flache Aufleger zu Band und Top

Nachtschicht 7c+
SD an Untergriff, über Lette zu Sloperreihe und Platte zum Top; supergenial

Muuh 6c
SD mit links Seitschuppe, rechts über kleine Leiste in die Platte und linkshaltend aufsteigen, Schuppe mit rechts und gerade in die Platte 6a+, Stehstart 4

Wuff-Wuff 3
Stehstart an rotem Pfeil, gerade hoch zu Top

Miau 1
links die nette Platte über Stufen zum Top

Big Block 5+ trav.
SD an der rechten Kante (Startgriffe markiert), zur Kante, Hangel zur linken Kante, dort Mantle auf Block

Big Schnaper 7b (grössenabhängig)
SD an kratziger Scherbe in Blockmitte, Hüpfer rechts in ovales Loch, zu Kante und Mantle auf Block

Linke Kante 4+
Stehstart an Loch, die Kante zum Top

Executivgewalt 6b
Start an 2 markierten Griffen, sackharter Mantle in die Platte, Riss zum Stehen erlaubt