Red Chili climbing gear
Red Chili climbing gear
[an error occurred while processing this directive]
logo palatinum

von Alex Wenner Traumpfeiler - Sella –  “Via Traumschiff” 8 (7+/8- obligatorisch, 150 m)
Erstbegehung: Demetz/Vinatzer 1986
Geschichte:

„Die Geschichte des Klettergebiets Cansla beginnt im Jahr 1983. Damals fingen S. Stuflesser und G.Demetz aus St. Ulrich damit an, die westliche Wand des Meisules dla Biesces zu erforschen. Ihre ersten Bohrhaken schlugen sie in eine kurze Kalkplatte, die sogenannte "Snoopy-Platte". Hier entstanden die ersten Sportkletterrouten der Sellagruppe: "Snoopy" (6b), "Unmögliche Phantasie" (6c) und jährlich neue Seillängen mit immer höheren Schwierigkeiten. Ein Jahr später wurde auch der auffallende, 150 Meter hohe Plattenpfeiler unterhalb der markanten, gelben Wand erschlossen. S. Stuflesser und C. Großrubatscher richteten die Route "Traumpfeiler" von oben ein; mit diesem Klassiker, der dem Pfeiler seinen Namen gab, begann eine neue Ära des Kletterns im Grödnertal: die Zeit des extremen und gleichzeitig sicheren Sportkletterns. Man muss sich vorstellen, dass bis 1983 weit und breit kein einziger Bohrhaken im modernen Sinn geschlagen wurde. Für das Klettern im Raum Gröden, und in den gesamten Dolomiten, waren somit die frühen Achtziger Jahre eine Zeit des Aufschwungs und der Erweiterung von Grenzen. Dennoch wurde der Bohrhaken in den Dolomiten sehr stark und immer wieder in Frage gestellt. Und er wird es heute noch. Nach der Erstbegehung von "Traumpfeiler", ein Achter, an dem sich heute noch Überhang- Spezialisten die Zähne ausbeissen, haben sich die Klettermöglichkeiten in Cansla vervielfacht, sei es am Traumpfeiler selbst als auch an den "Woodstock-Platten" weiter rechts. Die fleißigsten unter den Erschließern, Mitglieder der Grödner Alpinistengruppe "G.A.G.", waren Simon Demetz, Karl Vinatzer, Manfred Stuffer und Adam Holzknecht.“ 
Info: Mfg Manfred Stuffer (Original: Cansla - Traumpfeiler )

Art:

Sehr steile, unten überhängende Plattenkletterei, die gewisse Anforderungen an die Fusstechnik stellt.

Problem: Nach Regen ist die Platte zwar trocken, aber die Löcher und Dullen seifen innen gewaltig, in manchen Löchern steht das Wasser. Einige Löcher sind künstlich, d.h. die schmieren umso mehr und sind zudem speckig wie´d Sau.
Von daher Tipp: Nach heftigem Regen 2 Tage zum Abtrocknen warten.

Seillängen: 6 (8-, 8, 7+/8-, 8-, 8, 7+/8-)
Zeit: Vom Grödnerpass kommend zu Kreuzung, rechts gehts nach Wolkenstein, links Richtung Sellapass, nach etwa 200m rechts auf großen Parkplatz. Gegenüber links vom Bachbett zum in 10 Minuten Pfeiler und in weiteren 5 Minuten über Drahtseil zum Einstieg . Die Route startet direkt da, wo man vom Seil hochkommt und geht über den Plattenpfeiler direkt in den gelben kleinen Überhang (rötliche Bohrhaken). Immer den roten BH folgend. 3,5 Stunden, danach Abseilen.
Schwierigkeit: 8 in zwei Seillängen, Rest durchweg 8-
Material: Standplätze (Kette mit Ring oder Stahl-Kara zum Abseilen) sowie auch alle Zwischenhaken in guter Zahl vorhanden –kleine Auswahl an CAMs sinnvoll, gerade für den einen Runout in Länge 2-  12 Exxen – Einfachseil 70m, reicht zum Abseilen
Topo:
Foto & Linie: AlexW
  • Das Beste: Topo von Alberto de Giuli (im Netz . go to: Traumschiff Topo von Alberto de Giuli

  • Das Schlechteste: Nördliche Dolomiten – Alpine Sportklettertouren – Oberhollenzer, da Start, Standplätze und ab SL 3 die Seillängen weiter rechts verlaufen, von daher komplett falsch eingezeichnet. – Traumschiff in seinem Topo zeigt den Start der Linie von „Odeon“ 7a

Info:

Nach der Icterus am Sellaturm regnete es den ganzen folgenden Tag, die Kaltfront machte sich breit, leider bis spät abends. Nachts kühlte es auf etwa 2°C ab, zu kalt, um eine Wand vollständig zu trocknen bis in den Morgen, morgens sonnig aber nur  5°C, auch zu kalt um früh in eine Route zu starten. Da der Traumpfeiler westseitig liegt und mittags Sonne reinkommt, hofften wir eigentlich aufgrund seiner exponierten Lage, dass die Route bis 13 Uhr durch den Wind abgetrocknet sein würde. Die Platte aussen war auch relativ trocken, allerdings dachten wir nicht an den Dolo-untypischen Fels, der keine Leisten, sondern Dullen und Sloperlöcher als Griffe bietet. Die schmierten dermassen, in manchen stand das Wasser.

Fazit:

Fordernde Plattenkletterei, die ungechalkt schwer zu lesen ist, es gibt eine Unmenge an Dullen und Löchern, meist taugt eins davon richtig gut, ein anderes genommen macht den gleichen Zug um x Grade schwerer. Die Kletterei ist eher weniger pumpig, dafür werden die Waden bis aufs äusserte gefordert. Die Tour ist dem zu empfehlen, der auch mal gerne gepflegt pressig in Dullen oder auf Reibung stehen will und seine Highend Schuhe auf Herz und Nieren testen will. Ich würde einen ausgelatschten Schlappen empfehlen, der eingelaufen ist, aber nicht zu knüppeleng.

    Bilder zum Vergrößern anklicken (JavaScript einschalten!)

    Alvaro und Langkofel im Rücken Klettergarten Cansla mit Topo Tafel im Zustieg Die Wand und der Pfeiler Die Route „Traumschiff“ – Ein Klassiker in dieser Wand Kletterer in einem Dachprojekt direkt neben der 7b Am Stand über dem Dach Alvaro klettert Länge 1 (8-) im Traumschiff Alvaro an der Schlüsselstelle 8- Alvaro an der Schlüsselstelle 8- Alex kommt nach – erste Länge Rein gehts in die Crux Schlüsselstelle der ersten Länge vom Traumschiff Alex startet in die 2.Länge (8)

Weitere Klettergärten Sella und Alta Badia – Fanis

  • Sehr schön ist das Gebiet Pian Schiavaneis, mit zwar durchweg mit künstlich geschaffenen Kletterrouten, aber die Löcher und Leisten sind derart genial gemacht, und die Routen von den Zügen ansich, dass sich einige Hallenbesitzer überlegen sollten, ihre nächsten Kletter-Trip nach Pian zu verlegen, um zu sehen, wie eine geniale Kunstroute aussehen kann. Diese Wand ist genau das, was hier bei uns in der Umgebung seit ich klettere fehlt. Geil. Richtig lohnend wird's aber erst ab 7a aufwärts mit einer großen Menge an Touren im 10. Grad.
    5 von 5 Sternen

  • Sass Dlacia oberhalb von St Kassian bietet von der 1-Seillängen bis zur 9-Seillängen Route einiges. Zu den MSL, die auch in dem guide von Oberhollenzer angepriesen wird, sollte man wissen, dass in älteren Touren wie z.B. „Nido di Rondine“ 7a zb nur die jeweils ersten Seillängen saniert sind,das BH Material was danach kommt, gerade an den Standplätzen müsste dringend saniert werden (Cola-Büchsenöffner-Bolts) – katastrophal. Das bleibt solange lustig, bis sich eine Seilschaft samt Stand verabschiedet. Ich würde bis zur Sanierung von einer Begehung einer dieser Touren abraten.  Rest, gerade der abdrängende Trainingsblock C, ist 4 von 5 Sternen
  • Salares am Valparolapass ist ein dolomitischer Klotz, der vom Fels und Steilheit an die Zinnen erinnert,beeindruckend pumpige Kletterei in wechselndem Fels, aber sehr gut gesichert. Da kann man mal hingehen, aber nur dann lohnend, wenn man mindestens 7a drauf hat.
    3 von 5 Sternen
  • Klettergarten Scotoni
    Haben wir im neuen Führer Band 7 Sportklettern Alta Badia gefunden. Liegt landschaftlich genial an der Skiroute, die vom Lagazuoi runter über Rif. Scotoni führt. 20 min Zustieg, den man sich sparen kann. Selten eine so grossartige Bohrhakenverschwendung erlebt, wie an diesem Brocken. Extrem gut gesicherter Schrotthaufen, die Touren sind nicht schön, der Fels dreckig, nass und verflechtet, von der Wiese betrachtet, gar nicht mal so schlecht von der Optik. Ich weiss gar nicht, wieviele kletternde Potzkolonnen da zuerst drüber rutschen müssten, um aus dem Quacken ein lohnendes Ziel zu machen. So jedenfalls 0 von 5 Sternen
Sportclimbing Guides 7
Bild vergrößern Bild vergrößern
  • Salares, Sass Dlacia, Scotoni Topo u.a. gibt's hier.
    Band 7 ist ein sehr gut gemachter Führer von dem Autorenduo, anders als Band 10 (MSL –siehe Rezension News Okt. 12)


    Bilder zum Vergrößern anklicken (JavaScript einschalten!)

    Blick Richtung Valparolpass – Der Mond ist auch schon da Durch das grosse Dach rechts führt die „Via Italia“ 8a am Piz Ciavazes – Sella Piz Ciavazes Pian Schiavaneis Kletterer in einer supersteilen 7b am Schiavaneis Der linke Wandbereich bietet gute Warm up´s – hier die 6a „Via della Guide“ Gioco da Ragazi 6b Ciamorces 6c+ Geile Tour – Supergrimpe 8a - Schiavaneis Sass Dlacia Alvaro im Dach der “Nido di Rondine” 8 In der Crux der Dachseillänge 8