SKYLOTEC High Protection. Best Performance.
Red Chili climbing gear
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von Alex Wenner Nuvolau – Passo Giau “Via Centrale” 8+ (7- obl., 180m) on sight
Erstbegehung:

E. Cipriani, Speri, Rossetto 1997

Art: Sportklettertour, kurzer Zustieg, gemütlicher Abstieg
Seillängen: 5 Seillängen
Zeit: Vom Passo Giau noch bis zum Fedare Schutzhaus abfahren, parken und mit dem Sessellift zum Rifugio Averau. Von dort Richtung Forcella Averau, links absteigend und über den Kessel aufsteigend zur Wand. 35 Minuten vom Rif. Averau. 2.15 h für die Wand, 1.15 h für den Abstieg im Dauerlauf bis zum Parkplatz.
Schwierigkeit: 8+ in einer Seillänge, eine 8, Rest 5 und 4.
Seillängen:
  1. 5 (45 m) über Rampe zum 1. BH in 15 m Höhe links der großen Schuppe. Direkt über steilen griffigen Pfeiler auf Absatz. Stand an 1 BH + 1 H

  2. 5 (25 m) geradeaus über Bäuchlein über Bolt zu Gammelschlinge in Sanduhr, dort linkshaltend aufsteigend in die Rinne links vom Pfeilerkopf. Stand an 1 BH + CAM klein

  3. 8 (35 m) vom Stand zu Absatz und in die seichte Verschneidung, auf Absatz CAM 1, 10 m zum ersten Bolt in dieser Länge, dann gut gesichert, technisch höchst wertvoll (Tipp: Handballen ins Dach hinter der Schulter und relativ grifflos (rechts kratziger Untergriff), drückend und stützend über der Dachkante zu Henkel und raus zu 2 BH. A0 ist das laut Maria höchstens 7-.

  4. 8+ (40 m) Vom Absatz gerade zu Bolt auf Absatz. Über kurzes Wändchen (7), zu weiterem Wändchen auf Absatz (6). Leicht überhängend leistig schön (8+) in seichte Verschneidung, am Ende 5 m links zu Bolt (1 BH, Stand). Verbinden mit dem Bolt links der letzten Länge.

  5. 4+ (25 m) – nach kurzem Linksquergang in Rinne (über 3 BH, 15 m) links raus zum Gipfel. Dort kein Stand, Wiese links aufsteigen 15 m bis zu großem Block. Stand an CAM 1, CAM 2 und kleinem CAM oder Rock.

Material: Standplätze als auch alle Zwischenhaken in ausreichender Zahl vorhanden – 2 mittlere Rocks und 3 CAMS (grün + rot + gelb)
Topo: Dolomiten Band Süd - Wagenhals
Info: Innsbruck kündigte uns auch für diesen Tag eine Kaltfront an, also bis mittags, dann sollte eskalt werden mit Gewitter. Nicht klettern kam nicht in Frage, also erneut kurzes Ziel, aber sollte mit Klettern zu tun haben und nicht irgendwelche Rinnen und Kamine schrubben. Schon der Zustieg ist mit dem Lift elegant, aber auch landschaftlich schön und vor allem schön abgelegen, sodass sich unter die Wand weder Wanderer verirren noch Kletterer zu erwarten waren. Ich denke, viele kennen diese Ecke nicht. Der Zustieg ist nett – mässig vom Anspruch, dafür geh's in Seillänge 3 los. Gut gesichert ist der Überhang, nicht wie gewohnt pumpen, sondern da kann man mal bisschen in die Trickkiste greifen, um den Henkel über der Dachkante zu erreichen. Ich habe mit S. Wagenhals bereits gesprochen. In seinem Topo ist ein Fehler drin. Da sollte es heissen 7- A0 in der Länge. Frei ist das 8. Ging On sight, aber knapp.
Die nächste Länge ist eine schöne Wand mit zwei Absätzen. Die Schlusswand bietet Leisten, bisschen anknüppeln, weite Züge, Blockieren, vom Feinsten. Super gesichert und leicht zu on sighten, leichter zu lesen, als die Länge darunter. Leider gibt's am Stand nur einen Bolt, der sich aber mit dem ersten Bolt der letzten Länge fädeln lässt (in der Gallery zu sehen).
Abstieg runter zur roten Bandschlinge (Stand am Gippel der Elisabetta), dort links weg auf der Wiese zu schwarzem Band, dieses komplett queren und über steilen Schotter auf Wanderweg, der rechts über 2 Gipfel (2er Kletterei hoch und runter) zur Forcella Averau zurückführt. Dort über das Schotterfeld direkt runter zum Fedare Schutzhaus.
Fazit: Als ein nettes Gesamterlebniss für kurze oder unsichere Tage, bei denen das Wetter keine langen Touren zulässt, ist diese Tour optimal. Die Tour erschien uns sehr jungfräulich, viele Begehungen hat sie sicher nicht, man sieht so gut wie keine Begehungsspuren (kein Gummi, keine gelben Griffe, alles saurauh, die Felsqualität in der 8+ Länge ist südfranzözisch. Super Blick zur Marmolada und Ausstieg auf Wiese – nein - kein Schotter wie gewohnt.

    Bilder zum Vergrößern anklicken (JavaScript einschalten!)

    Fahrt mit dem Lift zum Rifugio Averau hübsch, gell Am Mt Averau in der „Alvera“ 4+ klettern Leute – wer sieht sie? Die Nuvolau Gruppe Türmchen Erste Seillänge – Via Centrale 8+ Maria steigt die erste Länge nach Erste Seillänge Alex startet in die 3. Seillänge 8 Maria steigt die 4. Länge nach 8+ 4. Seillänge 8+ Alex am luftigen Stand nach der 8+, den man mit dem ersten Bolt der 5. Länge verbindet Maria am Gras-Gipfel Der letzte Stand an CAMs Blick zum Großen Falzaregoturm (im Schatten unten) Marmolada – erste Gewitterwolken ziehen auf Im Abstieg Schotterfeld runter Tolle Farben Auf dem Weg zum Fedare Schutzhaus Rückblick zum Mt. Averau

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