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von Alex Wenner Lagazuoi – Fanis „Via M. Speziale“ 6- (250m)
Erstebegehung: Doglino/Signoretti 1986
Art: Nettes Nachmittagsausweichziel – eine super Seillänge – Rest mässig und eher langweilig.
Seillängen: 8 SL (IV, IV+, VI-, IV+, I, IV+, II, I)
Zeit: Vom Kriegs-Museum am Falzopass gegenüber auf Parkplatz. Von dort Pfad immer Richtung fettem schwarzen Wasserstreifen unter die Wand in 20 min. 2h Klettern, 1 h Abstieg durch Abseilen und Serpentinen zurück.
Material: Kein einziger Haken auf 250m – dafür SU. 10 Dyneema-Schlingen, 12 Exxen, Auswahl CAMs (Grösse 1 und 2) und Rocks.
Topo:

Wagenhals Dolomiten, oben zum Abstiegsband falsch – 1x 55m anstatt 2x 45m Längen

Info: Es regnet bis morgens um 5 Uhr. Eigentlich wollten wir an die Zinne Nord mitten in der Nacht. Nochmal umgedreht und weiter gepennt. Zinne im völligen Nebel versunken, Ausstiegsrisse vereist. Wir brauchen daher ein kurzes und gemütlich stressfreies Ziel. Der schwarze Wasserstreifen ist berühmt. Gesichert wird über unzählige Sanduhren in schwarzem Topfels, Haken Fehlanzeige, auch an den Standplätzen nicht.
Fazit: Wer ein kurzes Regen-, Nebel- oder Nachmittagsziel sucht, findet mit der Speziale eine kurzweilige unten luftige und steile Kletterei, die nach dem Streifen allerdings heftig nachlässt. Ab da wirds flacher und unlohnender. Wer ernshaften, auf Dauer steilen Dolomitenspass sucht, wird enttäuscht sein.
Abstieg: Nach der hässlich brüchigen Ausstiegswand zum Band mit betoniertem Ringhaken (wird wohl die Bergwacht für Rettungen gebohrt haben). Rechts aufsteigend über Schotterband 60m zu Stand an CAM (kann man auch ungesichert gehen als sicherer Geher). Von dort nochmal 45m zu Stand an neuem Bühler links an Wand. Dort abklettern 7m oder abseilen und über weiteren Ringhaken 25m abseilen auf Band. Den Steinmännern folgen und über ein teilweise schmales, an einer Stelle ausgesetztes Band (aufpassen !) in die Schotterhalde queren. Über Serpentinen zurück zum Auto.

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