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von Alex Wenner Sass Pordoi – Spigolo Piaz
Art: Klassiker – oberer Teil Mariakante Stände gebohrt
Seillängen: 12
Zeit: Von Sasso Pordoi mit der Schwebe-Seilbahn gemütlichst in 10 min zur Gipfelplattform (ab 9.00 Uhr). Arsch raus aus der Bahn, gemütlich über Refugio Pordoi, Pordoischarte und Wand querend (Wegeabzweigungen sind eindeutig) in 30 min zum Einstieg, zum Glück um die Ecke. An Maria / Gross stauts, aber heftig, selbst unter der Woche. 4 Std klettern, in 10 min vom Gipfel-Plateau zum Parkplatz zurückschweben.
Schwierigkeit: VI+ (IV, V+, VI+, V+, IV, IV, II, IV+, IV, II, IV, II)
Material: Piaz: nur altes Zeuch, einiges wahrscheinlich noch vom Meister selber, Eigeninitiative gefragt dazwischen und vor allem an den Standplätzen, was sich aber mit Rocks, Schlingen und Cams erledigen lässt, Haken brauchts keine. In Mariakante-Ausstieg die 5 Längen, Stände gebohrt, wenig ZH in den 4er Längen (jeweils max 1), aber gute SUs.
Satz Rocks, Cams und Schlingen für Piaz Südpfeiler notwendig.
Topo: Mauro Bernardi – Grödner Band
Info: Einstieg an breitem Riss links des Kantenpfeilers an SU. Gerade durch den Riss zu Stand rechts an Blöcken (Fix-Schlingen, 25m, IV). Jetzt nicht links an dem Turm (da hats auch Haken in der Wand), sondern rechts queren und gerade hoch zu 2 alten Haken. An den alten Gurken nach rechts zur Kante (H) und auf der Kante hoch bis zum Absatz. Stand an der schmalen Wandseite an 2 alten Gurken. Kleiner Rock passt super in der Nähe der Haken und 1 H aus der nächsten Länge verlängern ergeben den Stand. Auf der Kante (4H) kurz vor Band leistiger Einzelzug (VI+) zu Band (8m, Stand an 2 Gurken). Zum verbessern Köpfel an der Schuppe rechts der Haken und kleiner Cam in Riss. Rechtshaltend in Richtung senkrechter Verschneidung aufsteigen, Cam kurz vor Band, SU und 2 Haken (einer wackelt) weiter, kleiner Rock, dann linksaufsteigend 10m runout zu Stand auf Kanzel. Gemütlicher, aber technisch gesehen schlechter Stand an 2 mittelmässigen Haken, verglichen zur Hasse-Brandler allerdings dann doch Topmaterial. Zum verbessern links oben SU verlängern. An der Kante Traumseillänge (1-2 H) zu Absatz links des gelben grossen Daches, 2m Linksquerung an Schuppe, diese zu Band. Dort ist Stand an 4 Haken, die schwierig zu finden sind, da in Löcher versteckt. Rechtshaltend über Schuppe gerade hoch (1 versteckter Haken, dort linkshaltend durch die Wand über Stufen bis zu Band (25m), 1H am Band, links aufstiegend auf Grad und dem Grat entlang bis zu Stufe, die man 2 Meter abklettert. Stand an Block + Cam. Wanderung in die Scharte zur Mariakante (25m) Stand an kleiner SU auf Absatz. Vom Absatz gerade Wandstufe (IV+) zu betoniertem Ring (verlängern) und Rechtsquergang und über mehrere Gufel (einige SU´s) + Haken, kurzer Knuffi-Überhang zu Absatz (Stand). Erst rechts bzw gerade zu schmalem Band, 3m nach link, zur Schuppe (SU) hoch zu Absatz. Wandstufe 5m hoch zu Riesensanduhr (2x 1.20m) und über ihr rechtsaufstiegend zu Absatz. Links über Schuppe zu breitem Absatz, laugen zu gegenüberliegenden Wand und über die in die Geröllhalde vor zu Block (Kette auf Block) Seilreibung enorm (evtl an den Turm vor der letzten Schuppe an H Stand). Von der Kette erst gerade, dann lionks an der grossen Wand vorbei über Band, am Ende SU, über weiteres Band zu Absatz. Stand an SU (65m, wobei man auch vorher an SU unten Stand machen kann, oder Partner fängt an zu laufen, also aus Stand raus, da ist das kein Problem. Von der Su linkshaltend schwarze Wandstufe (IV) in Geröllhalde und diese gerade hoch zu Stahlkabel (Stand an Kabel). Gerade hoch zum Träger der Seilbahn, posen für die Touris und abschliessend Mantle zur Gipfelterrasse und Capuccino.
Gedanken: Schöner Mix aus alpinhistorsich interessantem Felsmaterial und überrannter Maria-Führe.
Zu in einigen Publikationen angegebenen psyschich anstrengenden Gufel-Seillänge der Maria nach der Scharte muss man sagen: Das ist fast Gehgelände, dazu mit den SU super abzusichern, auch wenn´s steiler aussieht, selbst von unten, wenn man drunter steht. Maria-Aspiranten: Also, völlig harmlose Genusskletterei erwartet euch in der Länge.

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