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von Alex Wenner Val di Mesdi – Indian Summer
Art: Sportklettertour
Seillängen: 7
Zeit: Vom Parkplatz an der Seilbahn von Kolfuschg in Richtung Val di Mesdi (Mittagstal) in 20 min zur Wand. 2h klettern, 1 std Abstieg zurück zum Auto, aber nur wie wir (alpinisten-wie-wir.de) im Jogging-Schritt – ansonsten eher 1.5 -2 h – von der Hochfläche am Steinmann links runter auf Pfad und dem nach 100m wieder aufsteigend auf Hochfläche folgen bis zu Querweg, links ab zu Wanderweg, der im Val di Mesdi zur Abstiegsrinne am rauschenden Bach führt, den zickzack runter.
Schwierigkeit: 7 (6+, 6+, 7, 6, 7-, 7-, 7-)
Material: Stände gebohrt, ZH gebohrt, 14 Runner, Rocks, Cams und Schlingen sind völlig deplaziert und unnötig
Topo: Topoguide Alpen – Roth
Info: Nach der botanischen Zustiegsschotterhalde im 2.Grad im 30m Vorbau gehts rechts zur Schlinge an kleiner niedrigen Dachkante. Einstieg, grosszügig gehts über 45m durch durchwegs gute Griffe, aber oft rundes Zeuch senkrecht gegen Gipfel. Am Start noch etwas für den Hobbybotaniker, die ein oder andere Grashalde, die senkrecht im Gemäuer wächst, wird aber nur knapp touchiert.
Die 2. Länge ist in etwa so schön wie die erste, nur dass sie deutlich leichter, aber trotzdem 6+ ist (Plattenstelle am Ende).
Länge 3: Leicht abdrängend gehts über gute Löcher + Zangen, ganz schön athletisch bis zu einem Pfeiler, über ihn zu Marterpfahl-Baum auf herrlich grünem Panorama-Wiesenband.
Bei der 4.ten Länge kommen Plattenfreunde auf ihre Kosten, auf schwarzem Topfels 25m Genuss-tänzeln, bis der Gummi brennt. Dann wirds verdonesque ! 5m Querung zu Traumfels, orangefarben wie in Thailand, Löcher, genau da, wo sie hin müssen, wer aber die Schuppe rechts mitnimmt und bis zum Ende zieht, bekommt Punktabzug, das ist nur 5+, laut meinem Nachsteiger. Der breite Piaz – off-width – Rinnen-Riss ist für 7- ganz schön anstrengend und realistisch 2 Grade schwerer als die verdonesque 7- Länge vorher, für die ich auch mit 5+ einverstanden gewesen wäre, selbst über die Fingerlochvariante. Auf dem breiten Band kann man sich zwischen nasser Verschneidung (6+) oder sumpfiger Lehmplatte (zumindest im Lochgrund) entscheiden. Wir nahmen die Lehm-Variante, die, wie schon am Einstieg, den Botaniker direkt ins Gebüch zu Grashalm und Latsche leitet. Ingesamt eine sehr schöne, für den Grad supersteile geile und auch teilweise ausgesetzte Tour, die aber die Ernsthaftigkeit, die der Alpinist in schwarzgraugelber nebliger Dolo-Nordwand sucht, vermissen lässt.
Kommentare: „eyh...eyh“ – „Traumhaft schöne Länge“
(da meinte Fred Länge 3 und 6, da er aufgrund seiner Pfalz-Riss-Experience den Faustpiazriss hochgeklemmt hat)

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