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von Alex Wenner Sellaturm – Delenta & Steger
Art: Sportklettertour
Seillängen: 5
Zeit: Vom Parkplatz am Sella-Pass in 30 min zum Einstieg rechts der Schober. 2.5 h klettern, Abseilen über Steger - Westkante
Schwierigkeit: 7 (3, 5, 7, 6+, 7-, 6+)
Material: Stände gebohrt, ZH gebohrt + altes Zeuch, 12 Exxen, paar Rocks und Cams, 3-4 Schlingen
Topo: Topoguide Alpen – Roth
Info: Einstieg über gestufte Rampe,brüchig hoch in die Verschneidung (35m, III) Stand an Ring + Bühler. Links alter Schober Einstieg , rechts weiter in der Verschneidung über Rampe (alter H), kleiner Cam + Rock zu Stand auf Absatz (20m, 5). 2m Rechtsquerung zu BH, gerade über mehrere Haken, oben bisschen linkshaltend hoch zu Stand (25m, 7). Jetzt in ziemlich geradem Verlauf link einer Verschneidung in angenehmer Wandkletterei zum Gippel (jede Menge BH).
Gedanken: 1 Stunde Fahrt zum Pass – Kotzgefühle, zuviele Kurven – nette Wiesenwanderung – Einstieg schrottig schottrig zum Stand – 5er Rampe trieft und sabbert – dann tolle leistige Wandkletterei auf gelb-orangenem Fels, oder gelb – meine getönten sun glasses färben den Blick – Steile nette Wandkletterei bis zum Top, links über Band zur Westkante und 5x Abseilen
Gedanken: Tolle Sportkletterroute, wenn man die erste Schotterseillänge subtrahiert. In der Seillänge Köpfel + CAM in 10m über Grund in unbrauchbaren schottrigen Riss versenken und immer Richtung gelber Verschneidung hochklettern zu Ring + Bühler (aufpassen-brüchig). 2. Länge muss auch nachgesichert werden (was gut mit Rocks + kleinem CAM geht), da nur anfangs von der Schober ein verlängerter alter unbrauchbarer Haken zu clippen ist. Danach steile Traumlänge über Leisten in dem gelb-orangenem Fels, weniger Lochkletterei als im Topoguide beschrieben. Ingesamt eine mit Bohrhaken steile und geile Genuss-Kletterei, die zudem für ihre geringe Höhe heftig Luft unterm Arsch bietet.

„Via Steger“

Art: Klassiker – geboltet an den Ständen - letzte Länge extremly slipery und bis auf den Kantenausblick nix besonderes!!!
Seillängen: 6
Zeit: Vom Parkplatz am Sella-Pass in 30 min zum Einstieg oberhalb der Lokomotive in der Scharte. 1.15h klettern, Abseilen über die Route, zurück zum Pass (1.15h gesamt)
Schwierigkeit: V- (III, IV, II, IV+, V-, II)
Material: Stände gebohrt, ZH gebohrt + altes Zeuch, 12 Exxen, paar Rocks und Cams, 3-4 Schlingen
Topo: bestes: Mauro Bernardi – Grödner Führer
Info: Von der Scharte mittig über Platte gerade (in schmaler Scharte Haken) 5m rechts der linken Kante zu Absatz 25m und 10m nach rechts zu Stand an Ring. Über Rinne + Verschneidung 25m hoch zu Absatz (Cam), dort 5m Querung nach rechts zu Schuppe und an ihr hoch (8m) zur Kette. 20m Band nach rechts laufen zu Fixkeil und Haken Stand. Gerade über Riss (2H), nach rechts zu Riss wechseln (speckig) und gerade hoch zu Absatz (dort nicht wie ich nach Standhaken suchen, sondern nochmal 6m Rissverschneidung hoch zu weiterem Absatz (Stand an Ring.) Erst gerade, dann rechtshaltend hoch zu 2 H, rechts zur Kante, um die Ecke in ultra-speckige Verschneidung, H + Bühler, hoch zu Kette. Erst linkshaltend breite Rinne 15m hoch, dann rechts über Stufen zu Schotterplateau, dort am besten, nicht wie ich Stand an grossem Block, von dort 30m hügiliges Gehgelände zum Gipfel . Stand an Block, Buch.
Gedanken: Wer mit Steger weder verheiratet, verbrüdert, verwandt oder befreundet war, MUSS die Tour NICHT geklettert haben. Nur aus Gründen des alpinhistorischen Verständnisses lohnt ein Ausflug zur Kante. Die Tour bietet wenig spektakuläre Stellen und wirkt am Ende bisschen fad und unbefriedigend, da 0.0 Belastung aufkommt. Wir sind spät eingestiegen, da war zum Glück nix los.
Kommunikation: „siehst gut aus...“, „Eyh..“

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