scubavideo - film über und unter wasser
Red Chili climbing gear
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von Alex Wenner Bergkameraden und –innen,
die Alpensaison hat bereits begonnen und wir von palatinum.info starten durch.



AlexW beim Ausmisten
  • Regel 1:
    Tue anderen etwas Gutes.
AlexW beim Schlafen
  • Regel 2:
    Ausschlafen ist Chemie für die Seele – starte nur ganz frisch in lange Alpentouren.
Hüttenwirt mit 4 Bierkisten auf dem Rücken
  • Regel 3:
    Kein Alkohol vor, während oder nach den Touren.
Freilufttoiletten mit Panoramablick
  • Regel 4:
    Das GESETZ der Alpen und wichtigste Regel für den Alpinisten vor jeder Alpintour – Die 3K-Regel – ein K davon nach 2 K (Kaffee & Kippe).

    In diesem Teil geht's um einen Teil aus AlexW´s Heimbibliothek, im Speziellen um eine kleine Auswahl an Topo Guides und anderen Kletterführern, die die Basis für die Tourenplanung des Alpensommers bilden. Die Bewertungen der Kletterbücher am Ende der Tabelle zwischen null Sterne (schlecht) und fünf Sterne (sehr gut) dürfen ernst genommen werden.
    Dabei wurde der reine Nutzen für den Alpinisten bewertet, denn was nützt die tollste Aufmachung, wenn Topos zu klein, zu ungenau oder falsch recherchiert daherkommen. Bei anderen wurde auch die Aufmachung mitbewertet.

    Ohne den anderen ungerecht werden zu wollen, sind die Referenz-Topos sicher die Dolomiten-Guides von Bernardi und die Bücher von Topoguide/Roth. Roth veröffentlicht u.a. 'ne Menge an BH-Leitern, da sind Topos einfacher zu lesen und zu schreiben (beim relativ hakenlosen Venezia Andrich Topo beispielsweise sind auch Fehler drin).
    Bei den bisher gekletterten Touren aus diesen Büchern gab's zwar auch kleinere, manchmal gröbere Fehler (Topoguide: „Berge in Flammen“), aber im Vergleich zu allen anderen Alpentopos sind diese den anderen weit überlegen (oder im Vergleichzu Langes Märchenbüchern Dolomiten oder Kubin´s Civetta Märchenbuch (man möge uns diese Bemerkung verzeihen, denn sie bezieht sich ausschliesslich auf die Andrich: „Andreas, das Topo muss bei einer Neuauflage überarbeitet werden — dringend“. Für andere Touren in der Civetta mussten damals andere Topos herhalten.

    Die meisten guten Topos der Alpengebiete, mein Damen und Herren, findet ihr online auf diversen Websites wie z.B. planet mountain für Dolomiten ect, bergsteigen.at usw. Googlen bringt da einiges ans Tageslicht, sogar von Touren, die bisher in keinem der gedruckten Führer beschrieben werden.
    In Teil 3 widmen wir uns dann den objektiven und subjektiven Problemen beim Alpin- Klettern.

    Land Gebiet Titel Autor Jahr Verlag Preis ca. Bewertung
    A
    Alpen - Austria Österreich Marschner, T 1992 Rotpunkt
    5 €
    0 von 5
    A
    Alpen - Austria Rätikon Süd Luginbühl, M 2002 Panico
    20 €
    2 von 5
    A
    Alpen - Austria Rofangebirge (S) Rutter, M 2003 Panico
    20 €
    3 von 5
    A
    Alpen - Austria Tannheimer Berge Freudig, T 1991 Freudig
    15 €
    2 von 5
    A
    Alpen - Austria Wetterstein Band Süd Eberle/Zak 2001 Panico
    20 €
    2 von 5
    A
    Alpen - Austria Wetterstein Band Nord Pfanzelt, C 2003 Panico
    25 €
    3 von 5
    A
    Alpen - Austria Wilder Kaiser Kaiserbibel Auswahl Müller, W 1985 Salewa
    25 €
    3 von 5
    A Alpen - Austria Wilder Kaiser Niveau 6-10 Stadtler, M 2004 Panico 25 € 3 von 5
    A Alpen - Austria Zillertaler Alpen Klier, W 1996 Rother 30 € 3 von 5
    A Alpen - Austria Zillertaler Alpen Bouldern Schwaiger, M 2004 Lochner 35 € 4 von 5
    CH Alpen - Schweiz Arampicare in Svizzera Mangili, F 2004 Versante Sud 35 € 4 von 5
    CH Alpen - Schweiz Die schönsten Klettereien Berner Känel V., J 1986 Filidor 25 € 3 von 5
    CH Alpen - Schweiz Schweiz Extrem - Kalk Känel V., J 1994 Filidor 30 € 4 von 5
    CH Alpen -Schweiz Schweiz Extrem - Band 2 (S) Känel/Wüthrisch 2001 Filidor 30 € 3 von 5
    CH Alpen - Schweiz Clubführer Berner Alpen B.4 Schweizer, A C 1997 Schweizer, A 32 € 3 von 5
    Diverse Alpen Best of Genuss Band 1 Widmaier, J 2002 Panico 20 € 3 von 5
    Diverse Alpen Topoguide Alpen V-VIII Bd. I Roth / Luzar 2005 topoguide.de 40 € 5 von 5
    Diverse Alpen Topoguide Alpen V-VIII Bd. II Roth / Luzar 2010 topoguide.de 40 € 5 von 5
    Diverse Alpen bloc heart - bouldern Alpen Röker, H 2004 Gebro 25 € 2 von 5
    D Alpen - Allgäu Sportklettern Allgäu Durner, G 2004 am berg 22 € 2 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu - Kletterführer Meineke, S 1998 Leipzig 25 € 3 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu - Kletterführer 2.Aufl. Meineke, S 1999 Leipzig 25 € 3 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu & Ammergau Pasold/Durner 1992 Panico 15 € 2 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu - Alpine Klettereien 1. Aufl. Pasold, A 1998 Panico 20 € 2 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu - Alpine Klettereien 3. Aufl. Pasold, A 2000 Panico 20 € 2 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu 4. Aufl. Inkl Tannheimer Pasold, A 2004 Panico 25 € 3 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu 5. Aufl. Inkl. Tannheimer Pasold, A 2006 Panico 25 € 3 von 5
    D Alpen - Allgäu Klettern Prinz Luitpold Haus Rath, K 2006 DAV 15 € 3 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu Rock - Sportkletterführer Röker, H, U 2005 Gebro 30 € 3 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu Block - Boulder Topo Röker, H, U 2006 Gebro 20 € 3 von 5
    D Alpen - Allgäu Klettern Mindelheimer Hütte Schafnitzel, J 2003 DAV 15 € 3 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäu - Führer Hochgebirge Wais, J 1925 Stuttgart 25 € 1 von 5
    D Alpen - Allgäu Allgäuer Alpen Zettler / Groth 1985 Rother 35 € 3 von 5
    D Alpen - Bayerische Bayrische Voralpen Müller, W 1986 Odyssee 20 € 2 von 5
    F Alpen - Westalpen Mont Blanc Gruppe Eberlein, H 2000 Rother 30 € 3 von 5
    I Alpen - Dolomiten Klettern Cortina d ´Ampezzo Bernardi, M 2005 Athesia 35 € 4 von 5
    I Alpen - Dolomiten Klettern in Gröden Bernardi, M 2006 Athesia 35 € 4 von 5
    I Alpen - Dolomiten Klettern im Rosengarten Bernardi, M 2009 Athesia 25 € 4 von 5
    I Alpen - Dolomiten Dolomiten Delago, H 1930 Tyrolia 15 € 1 von 5
    I Alpen - Dolomiten Sextener Dolomiten Goedecke, R 1988 Rother 40 € 2 von 5
    I Alpen - Dolomiten Dolomiten Klettersteige Höfler 2000 Rother 20 € 2 von 5
    I Alpen - Dolomiten Dolomiten Auswahlführer Köhler, M 1998 Rother 30 € 3 von 5
    I Alpen - Dolomiten Civettagruppe (S) Kubin, A 1981 Rother 25 € 3 von 5
    I Alpen - Dolomiten Dolomiten Band 1 Langes, G 1959 Rother 20 € 1 von 5
    I Alpen - Dolomiten Dolomiten Moriggl, J 1913 Leipzig 20 € 1 von 5
    I Alpen - Dolomiten Routen & Erlebnisse Rabanser, I 2007 Versante Sud 50 € 5 von 5
    I Alpen - Dolomiten Pale di San Martino Scalet, S 2003 Versante Sud 30 € 2 von 5
    I Alpen - Dolomiten Arrampicare sportiva Cortina Scoiattoli 1999 Cierre 20 € 2 von 5
    I Alpen - Dolomiten Brentagruppe Steinkötter, H 1988 Rother 30 € 3 von 5
    I Alpen - Dolomiten Drei Zinnen Klassische & Moderne Svab, E / Renzi 2009 Versante Sud 30 € 4 von 5
    I Alpen - Dolomiten Dolomiten Nord Wagenhals, S 2004 loboedition 45 € 3 von 5
    I Alpen - Dolomiten Dolomiten Süd Wagenhals, S 2004 loboedition 45 € 3 von 5
    I Alpen - Dolomiten Brentagruppe Wagner 2001 Kompass 10 € 3 von 5
    Es fehlt in der Liste, steht aber im Schrank:
    Schweiz Plaisir Ost 4 von 5, Schweiz Extrem West und
    Schweiz Alpin (Bildband - kein Führer) mit Unmengen an guten Touren 5 von 5

    Hier ein paar Punkte, über die man schon vor der Tour nachdenken sollte.

    AlexW in der „Schwarzen Mamba“ 8 Rote Flüh
    Foto:
    AlexW in der „Schwarzen Mamba“ 8 Rote Flüh

    Klettergarten versus Alpen

    1. Zustieg - Ausrüstung
    2. Länge der Tour (Zustieg, Klettern, Abstieg, Rückweg)
    3. Unübersichtlichkeit - Orientierung
    4. Ausgesetztheit & Psyche
    5. Absicherung / Material/Seiltechnik
    6. Kraftaufwand/Ausdauer/Kondition
    7. Wetter
    8. Erlebnisswert
    Schneck Ostwand – Allgäu
    Foto: Schneck Ostwand – Allgäu

    Gefahrenquellen beim Alpinklettern

    • Selbstüberschätzung
    • Leichtsinn & Mangel an alpiner Erfahrung
    • Inkorrekte Sicherung oder Abseilfehler
    • Fehleinschätzung der Sicherungskette
    • Fehler im Topo, falsche Informationen, nach Bergsturz oder Sanierung andere Routenführung
    • Subjektive Gefahren:
      Körperliche Verfassung, Selbstüberschätzung, Fehlerhaftes Sichern
    • Objektive Gefahren:
      Steinschlag, Wetter (Sonne & Wärme, Nässe & Kälte, Wind & Sturm, Gewitter)


Teil 4 – Das alpine Notsignal & Kontake

    Heinz Wenner am Ausstieg der „Delagokante“ an den Vajolet-Türmen
    Foto:
    Heinz Wenner am Ausstieg der „Delagokante“
    an den Vajolet-Türmen

    Das Alpine Notsignal

    • Behelfsmässige Bergrettung
    • Erstversorgung des Verletzten – evtl Biwak vorbereiten
    • Was, Wo, Wann, Wieviele Verletzte?
    • Notsignal: - mittels Ruf, Pfeifen, Winken, Lichtzeichen
    • 6x/Minute – Pause – Wiederholung 6x/Minute
    • Antwort: analog 3x/Minute
    • Bei Hubschrauberbergung: Y : Yes \: No

    Die Notfall – Nummern

    • alle europäischen Länder Mobilfunk 112 Festnetz 19222
    • Österreich AlpinNotruf 140
    • Schweiz REGA Inland 1414 Ausland 0041-333-333 333
    • Italien + Südtirol Festnetz 118
    • Frankreich 15
    • Rettungsleitstelle Chamonix (PGHM) 0033-450-53 16 89

    Auch 2010 gab's etliche neue Touren in den Dolos, die meisten davon ab 7b aufwärts. Der traditionelle Stil blieb bei einigen erhalten. Fairplay 10- zum Beipiel ist nur mit Normalhakl abgesichert.

Piccolo Lagazuoi - Blede alla riscossa 5+
Erstbegehung: Siro Cannarella & Gianpaolo Rosada

 

Piccolo Lagazuoi - Blede alla riscossa 5+
Foto: Courtesy of planetmountain.com Bild vergrößern
    Eine großartige kleine Tour an gutem Fels, gut gesichert, an der Westseite des Piccolo Lagazuoi direkt oberhalb des Museums Forte Tre Sassi.
    Alle Stände sowie die schwersten Stellen der Tour sind mit Bolts abgesichert.

Anfahrt

    Man erreicht den Valparolapass vom Agordotal, Alta Badia oder von Cortina indem man die SR 48 hochfährt.

Zustieg

    Am Museum Forte Tre Sassi parken und diagonal von rechts nach links hochlaufen bis ihr den Fuß der Wand und die deutlich sichtbaren schwarzen Bänder seht (ca. 40 min). Die Route startet am Anfang des linken Bands (die Bolts sind von unten gut zu sehen).

Route

  1. Seillänge: 5+, 35m
  2. Seillänge: 5, 55m
  3. Seillänge: 1, 50m
  4. Seillänge: 4, 40m
  5. Seillänge: 5, 55m
  6. Seillänge: 4, 45m
  7. Seillänge: 5, 50m
  8. Seillänge: 4, 25m

Abstieg

    Abstieg zu Fuß, zuerst südwärts Richtung Gipfel, dann rechts dem Weg folgen, den die Österreicher im Ersten Weltkrieg angelegt hatten, um die Festung zu erreichen.

Ausrüstung

    55m Seil, 10 Expressen, Bandschlingen und Klemmkeile/Friends

Bemerkungen

    Schwierigkeitsgrad: maximal 5+ (die erste Seillänge ist die schwerste), überwiegend 4. Grad mit einigen Abschnitten im 5. Grad.
    Super Fels in den ersten beiden Längen, danach ok, muss aber mal geputzt werden.



Tofana di Rozes - Il mio criceto 7b
Erstbegehung: Dejan Koren & Sranka Vidmar am 25-26.06.2011 & 02-03.07.2011

 

Tofana di Rozes - Il mio criceto 7b
Foto: Courtesy of planetmountain.com Bild vergrößern
    Der Dreißigjährige und seine Freundin bohrten an zwei Wochenenden eine Route ein, die in ca. 10 m Abstand "Aspettando la vetta" folgt, welche Massimo Da Pozzo und Giammario Meneghin 2004 eingerichtet hatten.
    Die neue Linie quert "Aspettando" in der dritten Seillänge und geht dann nach links ins große Dach. Sie wurde bis auf das Dach völlig neu entwickelt, in das Koren sich abseilte. Der Abstand der Bolst ist manchmal ganz schön luftig...

Anfahrt

    Nach Rifugio Dibona am Fuße der Tofana di Roze fahren. Man erreicht es, indem man von Cortina Richtung Falzaregopass fährt, Pocol passiert und nach ein paar Haarnadelkurven rechts in einen Feldweg einbiegt, der Beschilderung zum Naturmschutzgeboet folgend.

Zustieg

    Vom Refugio Dibona aus zum Fuß des Felsturms hochlaufen.

Route

  1. Seillänge: V, 35m
  2. Seillänge: 6a, 50m
  3. Seillänge: 6c, 45m
  4. Seillänge: 7b, 15m
  5. Seillänge: 6c, 50m
  6. Seillänge: 7a, 40m
  7. Seillänge: 6a, 50m
  8. Seillänge: V, 60m

Abstieg

    Über das Band zum Punta Marietta Pfeiler queren. Die Geröllhalde und das Band bis zum Fuß des Pfeilers runter laufen, dann auf ausgesetztem Gelände drum herum. Danach an riesigen Felsblöcken vorbei zum Refugio Giussani absteigen.

Ausrüstung

    Nuts und Klemmgerät bis Camelot 2 sind notwendig.



Piz Boe - Fairplay
Erstbegehung: Simon Gietl & Klaus Gruber 01.07.2010.
Erste freie Begehung: Simon Gietl 08.10.2010

 

Simon Gietl klettert 'Fairplay' 10-
Foto: Courtesyof planetmountain.com Bild vergrößern
Piz Boe - Fairplay
Foto: Courtesyof planetmountain.com Bild vergrößern
    Fairplay befindet sich in der Vallon-Sella_Gruppe am Piz Boè (2908m) und wurde von Simon Gietl & Klaus Gruber im Vorstieg ohne Bohrhaken unter ausschließlicher Verwendung vom Einschlaghaken und klassischem Equipment als Sicherung eingerichtet. Daher der Name der Tour.

Zustieg

    Zustieg über den Piz Boè Klettersteig.

Route

  1. Seillänge: IX+/X-
  2. Seillänge: VIII+/IX-
  3. Seillänge: VII
  4. Seillänge: VIII
  5. Seillänge: VIII-
  6. Seillänge: VIII
  7. Seillänge: IV+



Becco di Mezzodì – Via Nicola Molin 7c
Erstbegehung: Carlo Alverà, Federico Svaluto 29.07.09
Erste freie Begehung: Ruggero & Monica Zardini 03.07.2010

 

Becco di Mezzodi – Via Nicola Molin 7c
Foto: Courtesyof planetmountain.com Bild vergrößern
    Die Tour führt überwiegend durch exzellenten, stellenweise guten Fels. Die Route führt durch das große Dach in der Nordwestflanke und wurde im Sommer 2010 von Ruggero Zardini und seiner Frau Monica befreit.

Anfahrt

    Von Cortina kommend Richtung Passo Giau fahren und das Auto in Ponte di Rù Curto parken. Alternativ kann man auch ein Taxi von Cortina zum Rifugio Croda da Lago. (Servizio taxi, Tel. 0436 860888).

Zustieg

    Von Ponte di Rù Curto den Weg Nr. 437, dann Nr. 434 zum Rifugio Croda da Lago nehmen. Dann weitergehen nach Forcella Ambrizzola (ca. 2 h). Von dort weiter über ein Geröllfeld Richtung "Becco" zum Begin der Tour (ca. 20 min).

Route

    Die ersten zwei Seillängen halten sich rechts des nördlichen Felsvorsprungs. Die dritte Lanäge führt ins große Dach. Die vierte Länge ist 7c-Kletterei durch den windigsten Teil des Daches. In den Seillängen 5 und 6 ist filigrane Vertikalkletterei über dem Dach angesagt. Die letzte Länge schließlich geht durch einfaches Terrain zum Vorgipfel. Nach 8 m abseilen in den Pass zwischen den Gipfeln geht's mit leichter Zustiegskletterein im dritten Grad zum Gipfel.

Abstieg

    Absteigen über den Normalweg.

Ausrüstung

    Die Tour ist mit einem Mix aus Bohrhaken und geschlagenen Haken esichert. Man braucht einen Satz kleine bis mittlere Friends für die einfacheren Seillängen, ein 60 m Seil und 13 Expressen.



Westliche Zinne – Pressknödel 7c
Erstbegehung: Christoph Hainz & Kurt Astner August 2009
Erste freie Begehung: Kurt Astner 03.07.2010
Erste Wiederholung: Christoph Hainz 05.07.2010

 

Westliche Zinne – Pressknödel 7c
Foto: Courtesyof planetmountain.com Bild vergrößern
    Die tolle Route folgt einer gut sichtbaren und ausgesetzen Linie links der Spigolo Scoiattoli Verschneidung und biete, laut Heinz, "klettern wie in "Alpenliebe" und "Phantom" mit dem gleichen Thrillfakor".

Anfahrt

    Ideale Ausgangspunkte sind Cortina d'Ampezzo und Auronzo. Man erreicht sie von Norden durch das Pusteriatal, oder von Süden, indem man zuerst die Autobahn A27 nach Longarone nimmt und dann der Bundesstraße nordwärts folgt.
    Beide Ausgangspunkte führen nach Misurina, von wo sich eine private Mautstraße steil bis fast zum Fuß der Südflanke des Tre Cimes hochwindet. Das Auto am Refugui Auronzo, das sich am Ende der Straße befindet, parken und dort schlafen.
    Alternativ kann man die Nacht auch im Rifugio Lavaredo verbringen, das man nach 15 min Fußmarsch auf dem Weg entlang den majestätischen Südflanken erreicht, die, neben vielen anderen berühmten Routen, auch die Spigolo Giallo enthalten.

Zustieg

    Vom Rifugio Auronzo aus den Weg Nr. 105 nach Col di Mezzo nehmen und und zur Nordflanke weitergehen. Dem Weg über das Geröllfeld zum Anfang des Grats folgen. Die Tour startet rechts in der Nähe einiger Geröllhalden.

Route

  1. Seillänge: 6a+
  2. Seillänge: 7b
  3. Seillänge: 7b
  4. Seillänge: 7b
  5. Seillänge: 7a+
  6. Seillänge: 7c
  7. Seillänge: 6c
  8. Seillänge: 7a
  9. Seillänge: 6b
  10. Seillänge: 6a
    + vier Seillängen für den Ausstieg

    Infos und Fotos mit freundlicher Genemigung von planetmountain.com. Deutsche Übersetzungen von Kai Richelsen.


    Dieses Jahr gibts noch was zum Thema Öko-Orientierung, abseits vom Kompass:

Natürliche Orientierungsmöglichkeiten

  • Schilder, Steinmännchen, Sonne, Mond und Sterne, Natur
  • Mit Sonne & Schatten (klarer Himmel + viel Zeit notwendig (unpraktisch)
  • Sterne (klarer Himmel: „Polaris“ steht in Nordrichtung, ausgehende Linie vom „Großen Wagen“)
  • Bäume besitzen auf der Nordseite gewöhnlich weniger Zweige. Nordseite der Bäume ist feuchter, deswegen siedeln sich dort mehr Moose und Flechten an. Und Ameisen bauen ihre Hügel auf der Südseite von Bäumen.
  • Vegation ist auf Südseiten dichter, Früchte reifen eher
  • Bei frischen Baumstümpfen kann man meist erkennen, dass die Jahresringe nicht gleichmäßig voneinander entfernt sind. Durch die Sonneneinstrahlung sind sie in Südrichtung breiter (=stärkeres Wachstum) als im Norden.
  • Winter: Schnee taut auf Südseite schneller – wer hätte das gewusst? ;-)

Illustration einer Uhr
  • Armbanduhr (kleiner Zeiger gegen Sonne)
    Winkel halbieren zwischen Stundenzeiger und 12 Uhr : Süden
    Zwischen 6 und 18 Uhr kleineren Winkel bis zur 12 Uhr-Marke halbieren (weil die Uhr nur 12 Stunden anzeigt).



Verhalten bei Gewitter


Gewitterwolken
Cumulonimbus – Garant für ein Gewitter -Ambossform (zeigt Vereisung der Tröpfchen an)
  • „Eichen sollst du weichen – Buchen sollst du suchen“ – kann tödlich enden!!!
  • Einen absolut blitzsicheren Ort gibt es im Gebirge nicht!!!
  • Beim Klettern wird die Gefahr durch Wasserrinnen und Ausrüstungsgegenstände (Metall) potenziert.
  • Zeichen hoher Spannung oder gar eines kurz bevorstehenden Blitzeinschlages sind:
    Schwache Lichtbüschel an Metallgegenständen – Elmsfeuer genannt, Kribbeln der Gesichtshaut – Spinnwebengefühl, zu Berge stehende Haare

Lösung

  • Weg vom Metall (~ 40 m weg legen).
  • Nicht an Waldrändern, an einzeln stehenden Felsblöcken oder Schutzhütte ohne Blitzschutz aufhalten.
  • Gipfelgrate, Geländeerhebungen meiden
  • Kauerstellung auf Rucksack mit geschlossenen Beinen – keine Gruppenbildung

Die Wetterzeichen der Natur - Bauernregeln inklusive

Alex telefoniert mit dem Wetterdienst
Gipfelkonferenz am Schneck
Wenner ruft in Innsbruck an – hält das Wetter?
    Und wenn mal die Meteorologen und der Hüttenwirt völlig versagen, beim Höhenmesser die Batterie streikt und ihr von Wetterumschwüngen null Ahnung habt, zum Abschluss nach paar Öko-Wetter Tipps.
Blütenduft
  • Zieht ein Gewitter auf, Wettersturz oder Umschwung duften Blüten intensiver unmittelbar vor der Änderung.

Silberdistel, Enzian & Klee

  • Sie schließen sich unmittelbar vor einer Wetterveränderung, unabhängig davon, ob ein Gewitter bevorsteht oder sich das Wetter längerfristig ändert. Klee dagegen lässt seine Blütenköpfe hängen und faltet die Blätter.

Bergdohlen

  • Bergdohlen fliegen 2 Tage vor dem Wetterumschwung zu Tal um Nahrungdepots zu suchen, die sie nach Eintreffen der Front aufsuchen.

Murmeltier

  • Solange Murmel toben, bleibt das Wetter schön. Beginnen sie im August schon mit der Anlage des Vorrats, kommt der Winter früh.

Gemsen-Wild

  • Verlassen nicht die Bergwälder bei Wetterumschwung wegen Insekten-Attacken– sonst auf Bergwiesen

Bienen

  • Bei Gewitter angriffslustig wegen elektrostatischer Aufladung – zurück in den Bienenstock
  • Ein paar Tage vorher ziehen sich die Bienen bei lang andauerndem Regen in den Stock zurück.

Spinnen

  • Ist das Netz locker gespannt ist innerhalb weniger Stunden mit mit starkem Wind oder Regen zu rechnen.
  • Straff gespannt: windstille, ruhige Tage
  • Spinnt sie bei Regen das Netz, wird das Wetter besser

Schwalben

  • Fliegen sie tief, wird das Wetter schlechter, bei Schönwetter lauert das Futter in höheren Flugphasen

Ameisen

  • Liegt der Nachuchs zum Sonnen auf dem Haufen, bleibt's schön.
  • Werden die Ameisen hektisch, beginnt eineTiedruckphase.
  • Bauen die Ameisen vorm Winter große Haufen, wird er lang und kalt, vorm Frühjahr gibt's Scheißwetter.

Steine/Holz

  • Wird dunkler bei aufziehendem Gewitter (steigende Luftfeuchtigkeit)

Stroh/Bergwald

  • Dampfen deutet auf hohe Luftfeuchtigkeit hin. Mit Gewitter/Regen kann gerechnet werden.

Hüttenkamine

  • Ziehen nicht vor Wetterumschwung
Heinz Wenner fotografierend am Bdden
Foto: Alex Wenner
    ...und wenn das Wetter gar nicht mitspielt legt man sich gemütlich vor die Hütte und fotografiert...oder.... ;-)
    links:

    Heinz Wenner liegt vor der Gartl-Hütte im Rosengarten/Dolomiten

Sichern am Standplatz

  • Niemals nur 1 Fixpunkt! (mit Keilen/Köpfel oder Haken hintersichern)
  • Fixpunkt(Zentralpunkt-)sicherung an gebohrten Ständen in Reihenschaltung
  • Ausgleichsverankerung (Kräftedreieck) nur bei schlechtem Material, Winkel: ca. 30 Grad
  • HMS oder ATC guide, Reverso (bis 2 Nachsteiger ) zum Sichern, Achter u.U. nur zum Vorsteiger sichern benutzen, nie den Nachsteiger



Sichern in der Seillänge

  • Bolts, Normalhaken, Keile, Köpfel
  • Sicherungen mit Bandschlingen verlängern bei ungünstigem Seilverlauf > Voraussicht nötig bei Kanten, Überhängen etc.)
  • Mit Doppelseil (Zwilling oder Halbseil) Runner beide Stränge einhängen beim Zwilling, beim Halb- je nach Komplexität des Routenverlaufs einzeln – am Halbseil können auch 2 nachsteigen



DAV – Standplätze

Zentralsicherungspunkt

Zentralsicherungspunt
Foto: MfG DAV

Reihenschaltung

Reihenschaltung
Foto: MfG DAV

Kräftedreieck

Kräftedreieck
Foto: MfG DAV



DAV – Standplätze

    Doppelseil mit Sackstich verbunden
Sackstich am oben Endes eines Doppelseils
Doppelseil mit Sackstick verbunden und gefädelt In Öse eingefädeltes Doppelseil
Fotos: MfG DAV
    Unteres Ende des Doppelseils:
    Gesteckte Achter
Knoten am unteren Ende eines Doppelseils
Foto: MfG DAV
  • Nur an Kette, solidem Fixpunkt, auf jeden Fall nur von exzellenten Standplätzen – niemals nur an einer maroder Sicherung!
  • Die Selbstsicherung an der Bandschlinge mit Schrauber wird erst gelöst, wenn der Achter eingehängt ist!
  • Am Doppelstrang, heute Standard: mindestens 60 m
  • Verbinden der Enden mit Sackstich + Schlag
  • Am unteren Ende einzelne Achter gesteckt (Durchrutschen!!!)
  • Farbe des Seils merken, das abgezogen wird!!!
  • Aufnehmen (keine Ringe und weit rauswerfen oder ablassen (Kommando!)
  • Der Erfahrene seilt zuerst ab und sucht Stand, bei Expo-Gelände mit eingehängter Prusik
  • Farbe abziehen auf der Knotenseite! – am unteren Ende die Knoten öffnen
  • Bei Überhängen Expressen einhängen und der Erste hilft dem Zweiten mit Seilzug – evtl. anpendeln (Infos vorher einholen über Ab-Piste!)